Hüttenwandern im Thüringer Wald – 2 Tage Gipfelglück im Herbst

Erlebe Gipfelglück und gemütliche Hüttenkultur beim Wandern im Thüringer Wald.

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Gipfelglück beim Wandern Thüringer Wald auf dem Gipfelweg

Schmale Waldpfade, mystischer Nebel zwischen dichten Bäumen und gemütliche Hütteneinkehr: So ist Wandern im Thüringer Wald im Herbst. Ich stelle dir eine traumhafte zwei Tagestour auf dem Gipfelwanderweg bei Suhl vor. Die 32 km lange Rundtour startet bei Goldlauter-Heidersbach und verbindet die höchsten Gipfel des Thüringer Waldes.

Wandern am Schneekopf im Thüringer Wald - Wandertipps für Thüringen

Welche Abschnitte mir besonders gefallen haben, wo du unterwegs einkehren und übernachten kannst, erzähle ich dir hier. Dazu gibt es Tipps für Oberhof sowie zwei weitere Ausflugsziele für deinen Urlaub und Wandern im Thüringer Wald.

Länge: 32km
Höhenmeter: 880 hm
Startpunkt: Goldlauter-Heidersbach bei Suhl, Parkplatz
Etappen: 2 Tage (20 km und 12 km oder umgekehrt)
Highlights: Die höchsten Gipfel des Thüringer Waldes, abwechslungsreiche und ruhige Wanderwege, urige Hütten mit leckerem Essen
Übernachtungsmöglichkeiten und Einkehr: Suhler Hütte (Mi-So 10-17 Uhr, nach etwa 12 km) und Neue Gehlberger Hütte(täglich 10:30-16 Uhr, nach ca. 20km)
Mehr Infos auf der Seite vom Thüringer Wald

Gipfelweg bei Komoot

Das Wetter macht mir leider einen kleinen Strich durch die Rechnung – die fantastischen Weitblicke an den Aussichtspunkten kann ich meistens leider nur erahnen.
Aber trotzdem: Sobald die Regensachen angezogen sind und ich draußen bin, macht mir das Wandern auch bei solchem Wetter richtig Spaß – denn diese mystische Herbststimmung mit Nebelverhangenen Waldhängen hat auch etwas.

Und außerdem: Der Gipfelweg ist einfach ein richtig toller und abwechslungsreicher Wanderweg. Meist geht es über schmale, wurzelverwachsene Pfade an den Hängen des Thüringer Waldes entlang. Zwischen den hohen Nadelbäumen ist es richtig ruhig, ich höre meist nur die Geräusche der Natur. Der seichte Wind weht durch die Baumwipfel, Vögel rufen und ich begegne nur selten anderen Wanderern.

Der Gipfelwanderweg im Thüringer Wald fühlt sich für mich nach einer richtig guten Auszeit in der Natur an.  

Gipfelwanderweg Thüringer Wald: Die erste Etappe vom Goldlauter-Heidersbach zum Schneekopf

Steiler Beginn am Salzberg

Nachdem ich mein Auto in Goldlauter-Heidersbach auf dem Parkplatz abgestellt habe, geht es direkt zu Beginn ziemlich steil bergauf. Da ist nichts mit gemütlich einlaufen, die erste halbe Stunde fordert mich ordentlich. Kleine Pfade führen durch das Unterholz auf dem vom hohen Bäumen gesäumten Hang hinauf. Manchmal ist der Weg sogar so verwachsen, dass ich noch einmal bei Komoot nachschaue, ob ich wirklich noch auf dem richtigen Pfad bin.

Dann wird der Weg breiter und zwischen den Bäumen öffnet sich die erste Aussicht. Zumindest theoretisch. Heute hängen Nebel und Nieselregen über der Landschaft, sodass ich das Panorama mehr erahne als wirklich sehe.

Ausblick vom Salzberg beim Wandern Thüringer Wald

Oben auf dem Salzkopf erreiche ich die Bergstation eines Skilifts. Hier mache ich erstmal eine kurze Pause, packe mein Proviant aus, schaue hinab auf Suhl und die vom Nebel eingekleideten Berghänge. Wie schön muss das erst bei klarer Sicht sein? Eine Frage, die ich mir heute noch sehr oft stellen werde.

Anschließend geht es leicht bergab durch den Wald. Mal auf schmalen Trampelpfaden und mal auf breiteren Forstwegen wandere ich zwischen hohen Nadelbäumen weiter. Der anstrengendste Teil der Wanderung ist damit schon geschafft: Nach dem ersten steilen Anstieg auf den Salzberg gleicht das Höhenprofil nun eher seichten Wellen. Es geht über längere Abschnitte nur leicht bergauf und bergab. Zu einigen Gipfeln und Aussichtspunkten wird es dann auf den letzten Metern noch einmal steiler.

Großer Eisenberg und Großer Finsterberg

Über den Großen Eisenberg führt die Route weiter zum 944 Meter hohen Großen Finsterberg, auf dem ein Aussichtsturm steht. Dieses mal macht mir der Nebel einen ziemlich dicken Strich durch die Rechnung – vom Aussichtsturm habe ich heute leider mal so garkeinen Ausblick. Wie schön muss das bei klarer Sicht sein, frage ich mich erneut. Jetzt ist es einfach nur nass, windig und ziemlich uselig, sodass ich schnell wieder runtersteige und den nächsten Gipfel in Angriff nehme.

Eine sonnige Pause am Fichtenkopf

Auf dem Weg zum ebenfalls 944 Meter hohen Fichtenkopf kommt langsam die Sonne heraus. Zum Gipfel muss ich noch ein kurzes Stück steil bergauf und sehe tatsächlich ein Stück blauen Himmel. Diesmal ohne Aussicht, denn der Gipfel ist gesäumt von hohen Nadelbäumen, die den Blick leider nicht freigeben wollen. Dafür genieße ich die Sonnenstrahlen auf der Bank vor dem Gipfelkreuz. Und dann geht es wieder durch den dichten Wald bergab.

Was mir an dieser ersten Etappe bisher besonders gefällt, sind die abwechslungsreichen Wege und die Ruhe unterwegs. Mal wandere ich über breite Forstwege, dann über Wiesenwege und wenig später entlang ganz schmale Wurzelpfade.

Ein abwechslungsreicher Weg: Gipfelweg im Thüringer Wald

Kuchenpause auf der Suhler Hütte

Nach gut 12km – und somit etwas mehr als der Hälfte der heutigen Etappe – erreiche ich am späten Mittag die Suhler Hütte. Mein Magen knurrt schon auf den letzten Metern vor der Hütte und ich freue mich auf die gemütliche Einkehr. Als ich ankomme ist die Terrasse bereits gut gefüllt. Es läuft Schlagermusik, die mich etwas an eine Skihütte in Österreich erinnert. Ich suche mir ein sonniges Plätzchen auf der Terrasse, während im Hintergrund gerade „La vita è bella“ – das Leben ist schön aus den Lautsprechern läuft. Irgendwie passt das gerade ziemlich gut, denke ich mir. Den gesamten Vormittag war es nass, die große Aussicht fehlte bisher und trotzdem sitze ich jetzt hier in der Sonne und bin einfach gern unterwegs.

Ich werfe einen Blick in die Speisekarte, die Auswahl ist eher deftig und fleischlastig, es gibt aber auch eine vegetarische Nudelpfanne. Mir ist irgendwie eher nach etwas süßem und so entscheide ich mich für ein Stück Mohnkuchen und einem Kakao mit Sahne.

Über den Sachsenstein hinauf zum Schneekopf

Steiler Weg hinauf zum Sachsenstein beim Thüringer Wald Wandern

Auf der weiteren Route liegt der 915 Meter hohe Sachsenstein, zu dem ein kurzer steiler Pfad vom Hauptweg hinaufführt. Der Himmel hat sich wieder zugezogen und das Panorama beim Wandern im Thüringer Wald ist wieder geprägt durch in Nebel gekleidete Hügel.

Während ich auf der Bank sitze, beobachte ich die Nebelschwaden, die durch das Tal hinauf in die Berge ziehen. Ich stelle mir diesen grandiosen Weitblick vor, den man von hier haben muss, wenn man bei Sonnenschein unterwegs ist und atme die frische Waldluft ein.

Dann mache ich mich wieder auf den Weg hinab und hinauf zum nächsten Gipfel – dem Schneekopf. Auf dem Weg dorthin wird es nochmal etwas steiler. Ein kurzer Abstecher führt zum Seiffartsburg-Felsen. Hier muss man schon etwas mehr kraxeln und braucht ein gewisses Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Mit meinem großen Rucksack gar nicht mal so leicht, den Felsen hinaufzuklettern.

Bei dem Nieselwetter ist der Fels zudem ziemlich rutschig und im Nachhinein war diese Aktion vielleicht doch etwas zu riskant. Daher mein Tipp: Auf den Seiffartsburg-Felsen solltest du nur bei trockenem Wetter raufgehen.

Schön ist die Stimmung trotzdem: Nebelschwaden ziehen durch das Tal, auf dem Felsen stehen niedrige Heidepflanzen und einzelne Bäume mit hübscher Herbstfärbung.

Ausblick auf Herbstverfärbung beim Thüringer Wald Wandern

Mein Etappenziel: Der Schneekopf

Am Ende des Tages erreiche ich den 978 Meter hohen Schneekopf. Auf seinem Aussichtsturm liegt die Besucherplattform sogar über 1.000 Metern Meereshöhe, womit dies der höchste Punkt Thüringens ist. Auf der weitläufigen Wiese des Gipfelplateaus laden einige Rastplätze zum Verweilen ein. Auch ich setze mich auf einer der Bänke, als sich der Himmel etwas lichtet und einen Hauch magischer Abendstimmung versprüht.

Abendstimmung auf dem Schneekopf: Top Aussichtspunkt im Thüringer Wald

Lage: Bei Gehlberg, einem Ortsteil von Suhl, nahe dem Rennsteig.
Höhe: 978 Meter über dem Meeresspiegel – nach dem Großen Beerberg der zweithöchste Berg des Thüringer Waldes
Aussichtsturm: Über 126 Stufen erreichst du die Plattform auf rund 1.001 Metern Meereshöhe und damit den höchsten Punkt Thüringens. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über den Thüringer Wald, bis in die Rhön und mit ganz viel Glück und Sonnenschein kannst du sogar den Brocken im Harz sehen
Einkehr und Übernachtung: Die Neue Gehlberger Hütte nahe dem Gipfel bietet ein Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten in Mehrbettzimmern.
Wandern: Der Schneekopf ist eine Station auf dem Gipfelweg Suhl aber auch ein wunderschönes Ausflugsziel für kleinere Rundwege oder Tageswanderungen.

Damit ist die erste Etappe geschafft, denn nur ein paar Meter unterhalb des Gipfels wartet meine Unterkunft: Die Neue Gehlberger Hütte. Ich bin richtig gespannt, was mich da erwartet, denn Hüttenübernachtungen kenne ich bisher nur aus den Alpen.

Hüttenübernachtung in der Neuen Gehlberger Hütte am Schneekopf

Nach dem langen Wandertag freue ich mich auf die warme, gemütliche Hütte. Da ich erst am frühen Abend ankomme, als die Hütte schon geschlossen ist, ist der Schlüssel in einer Schlüsselbox hinterlegt. So ist meine späte Ankunft kein Problem – deine Ankunftszeit solltest du nur vorher telefonisch mit dem Hüttenwirt abklären, denn regulär ist die Hütte nur bis 16 Uhr geöffnet.

Die Gaststube mit den Gästezimmern liegen im oberen Stockwerk. Ich schlafe in einem Zimmer mit vier Schlafplätzen, verteilt auf ein Etagenbett und ein Doppelbett. Auf den Betten liegen Spannbettlaken, Kissen und Fleecedecken. Deinen Hüttenschlafsack beziehungsweise ein Inlay musst du selbst mitbringen. Außer mir ist heute nur ein weiterer Übernachtungsgast auf der Hütte, der in dem anderen Mehrbettzimmer schläft, sodass ich das große Glück habe, heute ein ganzes Zimmer für mich alleine zu beziehen.

Ansonsten gibt zwei Gemeinschaftsbäder mit warmen Dusche und einen Aufenthaltsraum mit Küche und Kühlschrank. Hier steht schon eine Käseplatte mit Brötchen für mich bereit, die der Wirt vorbereitet hat. Auch dies solltest du im Vorfeld abklären. Ich lasse es mir schmecken und den Abend damit in der gemütlichen, warmen Gaststube ausklingen, bevor ich in meinen Schlafsack schlüpfe.

Zum Frühstück gibt es ein kleines, aber reichhaltiges Buffet mit Brötchen, Gurke, Tomate, gekochten Eiern, Müsli, Milch und Kaffee sowie Tee. Anschließend packe ich meinen Rucksack und weiter geht‘s mit der zweiten Etappe auf dem Gipfelwanderweg im Thüringer Wald.

Lage: Direkt am Schneekopf – ideal als Übernachtungsstopp auf dem Gipfelwanderweg Suhl.
Übernachtung: Rustikale Wanderherberge mit drei Mehrbettzimmern und insgesamt 19 Schlafplätzen. Mein Vierbettzimmer hatte ein Etagenbett und ein Doppelbett.
Ausstattung der Zimmer: Bett mit Spannbettlaken, Kissen und Fleecedecken. Hüttenschlafsack oder Inlay sowie Hüttenschuhe musst du selber mitbringen.
Späte Ankunft: Solltest du außerhalb der Öffnungszeiten ankommen, kläre dies unbedingt vorher telefonisch ab. DieSchlüsselübergabe ist per Schlüsselbox möglich und auf Wunsch werden eine Käse- oder Wurstplatte für dich vorbereitet.
Gemeinschaftsräume: Zwei Gemeinschaftsbäder mit warmer Dusche sowie ein Aufenthaltsraum mit Küche und Kühlschrank
Frühstück: Von 8-10 Uhr im Restaurant. Reichhaltiges Buffet mit Brötchen, Aufschnitt, Gurken/Tomaten, gekochten Eiern, Müsli, Milch und Getränke
Öffnungszeiten des Restaurants: 10:30 bis 16 Uhr.

Kontakt und Buchung: Neue Gehlberger Hütte / Telefon: 01522 6648416

Die zweite Etappe: Vom Schneekopf zurück nach Goldlauter-Heiderbach

Die zweite Tagesetappe ist mit etwa zwölf Kilometern deutlich kürzer und führt größtenteils bergab. Auf der Route liegt nun noch der Rosenkopf am Rennsteig sowie der Große Beerberg mit 982 Metern und dem Aussichtsturm Plänckners Aussicht.

Breiter Weg vom Schneekopf zum Beerberg

Von der Neuen Gehlberger Hütte wandere ich zunächst überwiegend auf dem Rennsteig. Auf dem breiten Schotterweg komme ich gut voran. Erste Sonnenstrahlen wagen sich durch die Wolken. Ich bin deutlich flotter unterwegs als gestern – auch weil es fast nur noch bergab geht.

Dass ich auf dem bekannten Rennsteig unterwegs bin, merke ich insbesondere daran, dass hier viel mehr Wanderer unterwegs sind als gestern auf den nahezu einsamen schmalen Pfaden des Gipfelwegs. 

Endlich Aussicht am Beerberg

Als ich am Beerberg ankomme – dem höchsten Berg Thüringens – habe ich tatsächlich einen wunderschönen Panoramablick vom Aussichtsturm. Nach dem vielen Nebel am Vortag sind die warmen Sonnenstrahlen und der Ausblick eine willkommene Abwechslung. Schade, dass das schon der letzte Gipfel auf dem Gipfelweg ist.

Endlich Gipfelglück mit Ausblick auf dem Beerberg beim Thüringer Wald Wandern

Anschließend geht es über sehr breite Forstwege bergab über den Geierberg. Das Wetter wird immer sonniger und ich denke unterwegs mehrfach daran, wie schön es gewesen wäre, den klareren Himmel schon gestern gehabt zu haben. Aber so ist der Herbst: unberechenbar.

Auf dem letzten Kilometer tauchen am Geierberg die ersten Häuschen und Ferienwohnungen auf. Langsam komme ich wieder in der Zivilisation an und schon bin ich wieder zurück am Parkplatz.

Gipfelweg Suhl – Mein Fazit zum Wandern im Thüringer Wald

Der Gipfelwanderweg Suhl hat mir richtig Spaß gemacht. Vor allem die abwechslungsreichen Wege auf der ersten Etappe mit schmalen Wurzelpassagen und stillen Wäldern haben die Wanderung zu einer perfekten Mischung aus sportlicher Herausforderung und wohltuender Ruhe in der Natur gemacht, die ich sehr genossen habe.

Wegen des Nebels konnte ich viele Aussichten zwar nur erahnen, aber die mystische Herbststimmung hatte ihren eigenen Reiz.

Sehr überrascht haben mich die gemütlichen Hütten mit leckerem Essen und einer Atmosphäre, die einer Hüttentour in den Alpen in nichts nachsteht.

Übernachten und Essen in Oberhof

Rund um meine Gipfelwanderung verbringe ich die Tage im Thüringer Wald in Oberhof – für mich die perfekte Basis zum Wandern und für Ausflüge in die Umgebung. Ziele wie der Rennsteiggarten und die Sportstätten des bekannten Wintersport-Austragungsortes sind von hier aus gut zu erreichen. Dazu kommt eine schöne Auswahl an Restaurants und Cafés, die ich mir natürlich nicht entgehen lasse.

Katis Café Stübchen: Leckerer Kaiserschmarrn und hausgemachte Kuchen
Restaurant Cortina: Tiroler Küche, Pizzen und Salate mit guter vegetarischer Auswahl
Restaurant Vergissmeinnicht: Modern interpretierte Thüringer Küche, ebenfalls mit einigen vegetarischen Optionen

Übernachten und Wellness im Konsum Berghotel Oberhof

Meine Basis für die Tage im Thüringer Wald ist das Konsumhotel Berghotel Oberhof. Das Hotel ist zentral im Ort gelegen. Fußläufig von hier kannst du die vielen Restaurants, Cafés und Geschäfte erreichen. Schon der Empfangsbereich und die Lobby sind modern und großzügig gestaltet. Auch in meinem Zimmer fühle ich mich direkt wohl: Bequemes Doppelbett, eine gemütliche Sitzecke mit Sessel und hellen Fenstern. Wenn du nach einer richtig anstrengenden Wanderung entspannen möchtest, bietet das Hotel einen großen Wellnessbereich mit Saunen und einem Pool. Zudem kannst du Massagen und weitere Anwendungen buchen.

Ein weiterer Pluspunkt ist das reichhaltige Frühstücksbuffet. Vor meiner Wanderung kann ich mich hier ordentlich stärken: Brötchen, Aufschnitt, eine Müslibar, Pancakes und frisches Obst bieten reichlich Auswahl für den Start in einen langen Wandertag.

Katis Café Stübchen

Nach meiner Gipfelweg-Wanderung zurück in Oberhof lasse ich den Nachmittag bei einem frisch gemachten Kaiserschmarrn in Katis Café Stübchen ausklingen. Draußen kannst du bei gutem Wetter in Strandkörben oder Gewächshäusern Platz nehmen, drinnen warten gemütliche Sofas auf dich.

Die ordentliche Portion Kaiserschmarren, die ich hier bestellt habe, macht mich richtig glücklich – schade das nun kein Stück Kuchen mehr reinpasst. Denn die hausgemachten Torten an der Theke sehen wirklich köstlich aus.

Adresse: Zellaer Str. 6, 98559 Oberhof
Öffnungszeiten: Mi-So 12-18 Uhr, Di 14-18 Uhr

Restaurant Cortina

Bin ich in Tirol oder Thüringen, frage ich mich mit Blick auf die Speisekarte beim Cortina. Wenn du Lust auf moderne Tiroler Küche hast, bist du hier genau richtig. Schon die Atmosphäre im gemütlich eingerichteten Restaurant erinnert an die Herzlichkeit und Gastfreundschaft einer Tiroler Stube.

Auf der saisonal wechselnden Speisekarte stehen beispielsweise Erdäpfel-Zuccini-Rösti, Kaiserschmarren oder ein Spinat- und Käseknödel-Duo, aber auch Pizzen und üppige Salate. Somit habe ich auch als Vegetarier eine gelungene Auswahl. Ich entscheide mich für das Knödel-Duo und kann beim Dessert natürlich auch nicht Nein zu den Nougat-Knödeln sagen, auf die ich mich schon jedes Jahr im Skiurlaub freue.

Weitere Infos: Restaurant Cortina in Oberhof
Adresse: Theo-Neubauer-Straße 8, 98559 Oberhof
Öffnungszeiten: Mi-Fr 12-22 Uhr, Sa 9-22 Uhr, So 9-18 Uhr

Restaurant Vergissmeinnicht

Das Vergissmeinnicht setzt auf Thüringer Wirtshausküche mit einer saisonalen Karte. Neben Klassikern wie Rinderroulade und Sauerbraten führt das Restaurant auch vegetarische und vegane Gerichte auf, beispielsweise geröstete Aubergine oder Pasta mit Pfifferlingen. Frisch gekocht und mit Liebe serviert, so lautet das Motto beim Vergissmeinnicht – und das kann ich bei meinem gemütlichen Abend hier nur bestätigen.

Restaurant Empfehlung Oberhof: Vergissmeinnicht
Zanderfilet im Vergissmeinnicht

Heute landet das Zanderfilet mit Kräuterrisotto auf meinem Teller und natürlich durfte ein Nachtisch nicht fehlen: Cremiges Mousse aus weißer Schokolade mit Himbeeren. Einfach richtig gut.

Weitere Infos: Vergissmeinnicht
Adresse: Crawinkler Str. 10, 98559 Oberhof
Öffnungszeiten: Do-Mo 12-22 Uhr, Frühstück täglich 8-11 Uhr

Ausflugstipps rund um Oberhof

Rundwanderung Veilchenbrunnen

Wenn du neben der Gipfeltour noch eine kürzere Wanderung bei Oberhof suchst, kann ich dir die Rundwanderung Veilchenbrunnen empfehlen. Mein Ausgangspunkt liegt etwas außerhalb des Ortes, etwa fünf Autominuten vom Zentrum entfernt. Hier kannst du dein Auto auf dem Wanderparkplatz Rondell Oberhof abstellen und direkt loslaufen. Ein breiter, gut begehbarer Weg führt durch den dichten Wald – ideal für eine entspannte Wanderung im Thüringer Wald.

Mein Highlight unterwegs ist das Schützenbergmoor, welches du auf einem kleinen Lehrpfad über Holzstege erkunden kannst. Das Hochmoor ist rund 2.500 Jahre alt und gehört zu den besten erhaltenen Hochmooren im Thüringer Wald.  Zwischen Beerensträuchern wachsen hier typische Moorpflanzen wie Torfmoose, Wollgras oder Sonnentau.

Auf Infotafeln erfährst du viel wissenswertes, wie diese Landschaft entstanden ist: Im nassen Boden werden abgestorbene Pflanzenreste nur unvollständig zersetzt. So bildet sich nach und nach Torf – im Thüringer Wald wächst die Torfschicht gerade einmal etwa einen Millimeter pro Jahr.

Deftige Einkehr in der Bergbaude Veilchenbrunnen

Auf etwa der Hälfte meiner Runde wartet die Bergbaude Veilchenbrunnen. „Bergbaude“ heißen hier die Einkehrhütten – und beim Anblick der rot karierten Tischdecken fühle ich mich gleich wieder ein bisschen wie in Österreich. Dazu läuft fröhliche Après-Ski-Musik auf der Terrasse. Fehlt eigentlich nur noch eine ordentliche Portion Hüttenessen.

Bestellt wird an der Theke, wo mich der Wirt freundlich begrüßt. Auf der Karte stehen deftige Gerichte wie Käsespätzle, Fleischkäse mit Spiegelei und Bratkartoffeln oder Rösti mit Ziegenkäse. Mein Hunger ist groß, und die Portion Käsespätzle, die wenig später an meinen Tisch gebracht wird, kommt mir deshalb sehr gelegen.

Geheimtipp Thüringer Wald: Kulinarischer Genuss in der Bergbaude Veilchenbrunnen

Bei strahlendem Sonnenschein lasse ich es mir auf der Terrasse richtig gut gehen. „Hat’s geschmeckt?“, fragt der Wirt, als ich mich wieder auf den Weg mache. Und ob! Mit vollem Bauch und einem Lächeln verabschiede ich mich von der gemütlichen Bergbaude und wandere zurück durch den Wald.

Start und Ziel: Wanderparkplatz Rondell bei Oberhof
Länge: ca. 6 km
Gehzeit: etwa 1 Stunde 30 Minuten, zusätzlich Zeit für Moorbesuch und Einkehr einplanen
Schwierigkeit: leicht; überwiegend breite und flache Wege
Highlights: Schützenbergmoor mit Moorlehrpfad entlang von Holzstegen
Einkehr: Bergbaude Veilchenbrunnen (Mi-So 10-17 Uhr)

Veilchenbrunnen-Tour bei Komoot

Rennsteiggarten Oberhof

Noch ein Tipp für einen Tag mit weniger Wanderkilometern ist der Rennsteiggarten Oberhof. Der Rennsteiggarten ist rund um den Hang des Pfanntalskopfs angelegt. Dort wachsen auf etwa sieben Hektar rund 4.000 Pflanzenarten aus sämtlichen Gebirgsregionen der Welt. Damit ist der Rennsteiggarten der größte und Artenreichste Alpingarten Deutschlands.  

Ein etwa einen Kilometer langer, stufenloser Hauptweg führt durch die detailreich angelegte Anlage, die in unterschiedliche Bereiche je nach Herkunft der Pflanzen eingeteilt ist. Bei dem Spaziergang entdeckst du dabei Gewächse, für die du sonst in ganz unterschiedlichen Gebirgen unterwegs sein müsstest: Vom Himalaya spazierst du direkt in die Rocky Mountains, einmal quer um die Welt.  

Was hier gerade blüht hängt von der Jahreszeit ab: Ende Mai beginnt die farbenfrohe Rhododendronblüte – eines der Highlights im Kalender des Rennsteiggartens. Jetzt im Oktober blüht hier leider nicht mehr allzu viel, denn die Blütezeit der meisten Pflanzen ist bereits vorüber. Nur noch ein paar Herbst-Krokusse und Enziane bilden kleine Farbtupfer in den Beeten.

Ein weiteres Highlight sind die verschiedenen Aussichtspunkte am Rennsteiggarten, die eine herrliche Fernsicht über den Thüringer Wald freigeben. Vom Pfanntalskopf schaust du ins südwestliche Vorland des Thüringer Waldes, vom Aussichtspunkt Regenbergblick über die zentrale Gartenanlage und ins Pfanntal.

Aussicht auf den Rennsteiggarten im Thüringer Wald

Noch ein liebevolles Detail im Rennsteiggarten sind die zahlreichen Bänke, die zum Verweilen einladen. Mir zaubern die teilweise witzigen Sprüche, die auf den Bänken eingraviert sind, immer wieder ein Lächeln ins Gesicht: „Oberhof live – 6 Monate ist Winter und 6 Monate schlechtes Skiwetter“ steht auf einer Bank, auf der nächsten: „Mein liebster Fernsehplatz – Rennsteiggarten Oberhof“. Mein Favorit war allerdings: „Wer die Sonne im Herzen trägt, ist nicht vom Wetter abhängig.“ Nach meiner nebligen Gipfelwanderung kann ich dem nur zustimmen.

Den Besuch des Rennsteiggartens kannst du übrigens gut mit der Rundwanderung Veilchenbrunnen verbinden, denn der botanische Garten liegt am selben Wanderparkplatz (Parkplatz Rondell bei Oberhof).

Der Rennsteiggarten in Oberhof beherbergt ca. 4.000 Pflanzenarten der Gebirgsregionen aus aller Welt und ist der größte Alpingarten Deutschlands.

Adresse: Am Pfanntalskopf 3, 98559 Oberhof, Parkplatz Rondell Oberhof
Öffnungszeiten: April-September täglich 10-18 Uhr,  Oktober 10-17 Uhr
Eintritt: 11 € für Erwachsene

Kurze Wanderung auf den Ruppberg

Zum Abschluss meiner Reise zeigt sich der Thüringer Wald noch einmal von seiner sonnigen Seite. Genau richtig für eine kurze Wanderung zur Bergbaude Ruppberg, bevor ich leider schon wieder nach Hause fahre. Vom Wanderparkplatz Oberer Ruppberg führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Weg bergauf durch den Wald. Ich genieße nochmal so richtig die frische Waldluft am Vormittag und die warmen Sonnenstrahlen, die sich durch die Bäume wagen.

Unterwegs gibt es einen kleinen Sagenweg mit Tafeln, auf denen du Geschichten aus der Region lesen kannst – insbesondere wenn du mit Kindern unterwegs bist, bietet der Sagenweg eine unterhaltsame Wandermöglichkeit. Auch ein Häuschen mit Picknickbank und Tisch lädt zu einer Pause ein. Da die heutige Wanderung sowieso schon kurz ist, gehe ich weiter, denn ich möchte jetzt endlich mal den wunderschönen Ausblick über den Thüringer Wald bei strahlendem Sonnenschein erleben.

Gipfelglück mit Aussicht: Bergbaude Ruppberghütte

Geheimtipp Wandern in Thüringen: Ruppberg mit Bergbaude

Am Gipfel kehre ich in die Bergbaude Ruppberghütte ein. Hier ist schon am frühen Mittag einiges los: Sportliche Wanderer treffen auf Familien und Ausflugsgrüppchen, die den kurzen Aufstieg für eine gemütliche Hüttenpause nutzen. Schon jetzt wird draußen der Grill angezündet und auf der Terrasse läuft wie immer fröhliche Musik. Auf der Karte stehen neben knackig gegrillten Würstchen vor allem deftige Suppen und Schmalzbrote, aber auch Süßspeisen wie Kuchen und Donuts.

Öffnungszeiten: Mai- Oktober Sa 10-19 Uhr, So 10-17 Uhr
Angebot: Frisch gegrillte Würstchen, Brotzeit, Süßspeisen und Getränke
Weitere Infos zur Ruppberghütte
Wandern: Kurze Wanderung (ca. 1,5 km) vom Parkplatz Oberer Ruppberg, Optional längere Touren am Ruppberg

Und ich kann endlich die Aussicht genießen. Von der Terrasse blicke ich über Suhl und den Thüringer Wald. Bevor ich wieder runterlaufe, steige ich noch kurz hinauf zum Gipfelkreuz und sauge das fantastische 360-Grad Panorama in mir auf. Was ein wunderschöner Abschied vom Thüringer Wald mit Ausblick und einer Hüttenatmosphäre, die ich beim Wandern im Thüringer Wald wirklich zu schätzen gelernt habe.

Weitere Reisetipps für Thüringen

Ob Europa oder Fernreise, Städtetrip oder Outdoorurlaub – Die Reisepläne von Weltenbummlerin Janine sind ein Mix aus Natur, Kultur und Action. Mit Neugierde im Gepäck entdeckt sie dabei fremde Kulturen.

Ihr größtes Abenteuer? Drei Monate alleine mit dem Backpack durch Südamerika. Die nächsten Reisepläne für den faszinierenden Kontinent stehen auch schon. Doch auch in Europa hat die reiselustige Globetrotterin noch einiges vor. 

Fun Fact: Neben Souvenirs landen reichlich Rezepte in ihrem Reiserucksack. Ihr Herzensprojekt – ein peruanisches Kochbuch – steckt gerade in den Kinderschuhen. 

CoBloggerin Janine Raddue

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