Panama Route: Die schönsten Spots für 2 Wochen Rundreise

Wo ist Panama am schönsten, was kann man in 14 Tagen sehen und was ist absolut überbewertet? Wir verraten es dir, damit du deine ideale Panama Route planen kannst.

Panama Rundreise: Polo Beach, Isla Bastimentos, Bocas del Toro

Panama ist ein oft unterschätztes Reiseziel und genau das wollen wir ändern. Zwei Wochen lang haben wir dieses faszinierende Land erkundet und dabei eine beeindruckende Vielfalt erlebt: Wir waren wandern im Hochland, schnorcheln mit bunten Fischen, Delfinen und Schildkröten, haben den Großstadtdschungel von Panama City erkundet und sind mit dem Katamaran durch die Karibik gesegelt. Schon kleiner Tiger und kleiner Bär wussten: „Oh wie schön ist Panama“. Und nach unserer Reise können wir nur sagen – sie hatten absolut recht. In diesem Beitrag zeigen wir die ideale zwei Wochen Panama Route, geben dir ehrliche Einblicke in unsere Erfahrungen und Tipps für die optimale Planung.

Schnellübersicht: 2 Wochen Panama Route

  • Panama City 2 Nächte
  • San Blas Inseln 3 Nächte
  • Bocas del Toro 4 Nächte
  • Boquete 2 Nächte
  • Coiba Nationalpark 2 Nächte
  • El Valle de Antón 2 Nächte
Panama Route 2 Wochen Tipps für deine selbstgeplante Rundreisse

Panama City (2 Nächte)

Der Start unserer Panama Route war in Panama City – eine Stadt voller Kontraste: Hier treffen moderne Wolkenkrater auf koloniale Altstadtgassen, tropische Natur auf lebendige Uferpromenaden. Zwei Nächte fanden wir für die Stadt ideal. Wir zeigen dir, was du in 24 Stunden in der Hauptstadt Panamas auf keinen Fall verpassen solltest!

Metropolitan Natural Park – Aussicht über die Stadt

Nur wenige Autominuten vom Zentrum der Stadt entfernt – und plötzlich steht man mitten im Dschungel! Sobald wir im Park waren, war das Verkehrsrauschen verschwunden und es fühlte sich an, als wären wir weit weg von der Zivilisation. 

Panama Rundreise: Metropolitan Park, Panama City

Auf gut ausgebauten Wegen geht’s durch üppige Vegetation bergauf. Oben angekommen wartet dann der Aussichtspunkt „Mirador Cerro Cedro“ mit 360 Grad Blick über Panama City, die Skyline auf der einen Seite und grüne Hügel und sogar der Panama-Kanal auf der anderen Seite. 

Panama Rundreise: Metropolitan Park, Panama City

Tierisch wurde es auch: Zwar haben wir leider keine Faultiere entdecken können, aber wir haben ein paar Nasenbären beim Wühlen im Müll erwischt. Offenbar kennen sie die besten Spots, um ein paar Leckereien abzugreifen. 

Spaziergang entlang der Cinta Costera

Die Cinta Costera ist eine breite Uferpromenade mit Blick aufs Meer und die beeindruckende Skyline.

Besonders schön ist der Blick während der Golden Hour. Hier trifft sich gefühlt die ganze Stadt: Familien, JoggerInnen, Straßenverkäufer, Musiker – und ja auch hier gibt es Waschbären! Sie leben dort zwischen den riesigen Steinen, die die Promenade vom Meer trennen. Zutraulich sind sie auch – vielleicht ein bisschen zu sehr: Ich hatte eine Tüte mit Pizzabrot in der Hand, die mir einer der kleinen Banditen einfach aus der Hand gerissen hat. 

Casa Viejo – die Altstadt

Die Altstadt von Panama City, auch Casa Viejo genannt, ist ein echtes Postkartenmotiv. Wir haben uns hier einfach durch die Gassen treiben lassen: über das alte Kopfsteinpflaster, vorbei an liebevoll restaurierten Kolonialhäusern mit bunten Fassaden und kleinen schmiedeeisernen Balkonen. Dazwischen immer wieder verlassene Gebäude bei denen nur noch die Fassade steht – oft bewachsen mit Pflanzen oder verziert mit bunter Streetart. 

Besonders abends wird das Viertel richtig lebendig. Überall findest du kleine Bars, Cafés und Restaurants aus denen Musik und Stimmengewirr klingt. Perfekt, um die Stadt nochmal auf einer ganz anderen Perspektive zu erleben. 

Mit dem Katamaran im Inselparadies San Blas (3 Nächte)

Die Anreise von Panama City zu den San Blas Inseln erfolgt in zwei Etappen: Zuerst mit einem Fahrzeug und anschließend geht es weiter mit dem Boot. Insgesamt benötigst du für die Anreise in etwa vier Stunden – die Belohnung ist ein Aufenthalt an einem der schönsten Orte der Welt!

Ein Besuch der San Blas Inseln darf auf keiner Panama Rundreise fehlen! Denn diese sind ein wahrlich einzigartiges Paradies in der Karibik, nur wenige Kilometer vor der Küste Panamas. Was San Blas so besonders macht, ist nicht nur die unberührte Schönheit der Inseln, sondern auch die Tatsache, dass sie vom indigenen Volk Guna-Yala verwaltet werden. Die Guna haben ihre Kultur und Traditionen über Jahrhunderte bewahrt und kontrollieren bis heute den Tourismus in ihrem Gebiet. Das bedeutet: Keine Hotelanlagen, kein Massentourismus.

Wenn du einfach nur entspannen und dem Alltag entfliegen willst, umgeben von paradiesischen Inseln und glasklaren Meer, schau in meinen Beitrag über die San Blas Inseln vorbei. Dort erzähle ich dir alles über unser dreitägiges Segelabenteuer auf einem luxuriösen Katamaran. 

Panama - Tipps San Blas Inseln mit dem Katamaran - ein Erfahrungsbericht

San Blas Inseln per Katamaran: Tipps, Kosten & Erfahrung

Lust auf eine Auszeit in der Karibik? Wir nehmen dich mit auf unsere dreitägige Katamarantour auf den San Blas Inseln.

Inselruppe Bocas del Toro (4 Nächte)

Unser nächstes Ziel auf unserer Panama Route führte uns auf die Inselgruppe Bocas del Toro, aber nicht auf die belebte Hauptinsel Isla Colon, sondern auf die ruhigere Isla Bastimentos

Isla Colon ist lebendig, bunt und voll mit kleinen Bars, Restaurants und Shops – perfekt für alle, die gerne mitten im Geschehen sind. Wir wollten es dagegen etwas entspannter angehen lassen und mehr Natur erleben. Auf Bastimentos erwartet dich dichter Regenwald, traumhafte Strände und eine entspannte Atmosphäre.

Dank der Wassertaxis, die ständig zwischen den Inseln pendeln, war es trotzdem überhaupt kein Problem, abends rüberzufahren, um Essen zu gehen oder einen Drink zunehmen. Nur die Fahrtkosten von etwa 10 bis 12 Dollar pro Strecke sollte man einplanen – aber für die tolle Mischung aus Natur und Nachtleben würden wir es jederzeit wieder genauso machen.

Anreise – so kommt man auf Bocas del Toro

Schon unsere Anreise nach Bocas del Toro war ein echtes Erlebnis! Wir sind mit einem kleinen Propellerflugzeug innerhalb einer Stunde von Panama City direkt nach Bocas Town geflogen. Vorher hatten wir noch nie ein so kleines Flugzeug betreten: Gerade einmal zwölf Passagiere hatten darin Platz, feste Sitzplätze gab es nicht. Stattdessen wurden wir nach Gewicht verteilt, damit das Flugzeug ausbalanciert blieb.

Panama Rundreise: Mit dem Flugzeug von Panama City nach Bocas del Toro

Beim Aufstieg flogen wir direkt an der beeindruckenden Skyline von Panama City vorbei und hatten einen sensationellen Blick auf die Wolkenkratzer und den umliegenden Dschungel. Kurz darauf überquerten wir den berühmten Panama Kanal und bestaunten die unzähligen Containerschiffe aus der Luft. Auch das Ende des Flugs war spektakulär: Vor der Landung flogen wir über die Inseln rund um Bocas del Toro, sahen dichten Regenwald und türkisblaues Wasser glitzern – bevor wir knapp über den bunten Häusern von Bocas Town hinweg zur Landung ansetzten. 

Das Schöne an diesem Flug: Das Flugzeug ist so klein, dass jeder Passagier am Fenster sitzt und durch die geringe Flughöhe kann man ganz Panama aus der Vogelperspektive genießen. 

Das kannst du auf Bocas del Toro alles erleben

Fahrradtour mit dem E-Bike auf der Isla Colon

Um sich erst einmal einen Überblick über die lebendige Insel zu machen empfehlen wir dir ein Rad auszuleihen. So bist du flexibel und siehst viel in kurzer Zeit.

Panama Rundreise: Fahrradtour auf der Isla Colon, Bocas del Toro

Wir haben unsere E-Bikes bei Flying Pirates gemietet und können es dir auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Bikes waren in einem sehr guten Zustand und der Verleih liegt mitten im Zentrum von Bocas Town.

Starfish Beach

Auf unserer Fahrradtour haben wir auch einen Abstecher zum bekannten Starfish Beach gemacht. Nach dem parken der Räder, mussten wir noch etwa 20 Minuten einen Pfad entlang des Meeres durch den Dschungel zu Fuß gehen. Der ist einfach zu finden, du erkennst ihn am Schild.

Panama Rundreise: Starfish Beach, Isla Colon, Bocas del Toro

Leider war unsere Vorfreude schnell verflogen, schon auf dem Weg dahin haben uns anderen Touristen von ihren negativen Erlebnissen berichtet. am Starfish Beach angekommen, wurden die Gerüchte bestätigt.

Der Strand war extrem überlaufen, Verkaufsstände und Restaurants reihten sich dicht aneinander und es sammelte sich Müll, der einfach in den angrenzenden Dschungel geworfen wurde. Wegen des Regens der letzten Tage schwammen Abfälle in stinkenden Pfützen – ein wirklich trauriger Anblick!

Auch wenn die orangefarbenen Seesterne im klaren Wasser schön anzusehen waren, konnten sie den Gesamteindruck nicht retten. 

Bluff Beach

Der Bluff Beach war mein persönliches Highlight unserer Fahrradtour über die Insel. Schon der Weg dorthin ist ein absolutes Abenteuer – erst geht es durch Bocas Town, dann weiter direkt entlang der Küste mit Blick auf das raue Meer und irgendwann fährt man gefühlt mitten durch den Dschungel. Der Übergang vom belebten Inselleben zur fast wilden Natur ist beeindruckend und bietet die Chance ganz besondere Dschungelbewohner zu sichten.

Panama Rundreise: Bluff Beach, Isla Colon, Bocas del Toro

Der Strand selbst ist rau, wunderschön und kaum touristisch. Die hohen Wellen laden zwar nicht zum entspannten Baden ein, aber Surfer kommen hier voll auf ihre Kosten. Wiederrum ist der riesige, goldene Sandstrand perfekt für einen Strandspaziergang oder um einfach dazusitzen, aufs Meer zu schauen und den Moment zu genießen. 

Panama Rundreise: Bluff Beach, Isla Colon, Bocas del Toro

Isla Bastimentos

Wie weiter oben geschrieben, haben wir nicht auf Isla Bocas, sondern auf der kleineren Nachbarinsel Isla Bastimentos genächtigt. So hatten wir auch die Chance dieses Idyll zu erkunden.

Red Frog Beach

Von unserer Unterkunft gings zu Fuß durch einen kleinen Dschungelpfad direkt zum Red Frog Beach – seinen Namen verdankt der Strand übrigens den kleinen roten Fröschen die hier überall im Dickicht des Dschungels leben.

Der Strand selbst ist weit, wild und wunderschön – perfekte Wellen, goldener Sand und im Hintergrund dichter Dschungel.

Panama Rundreise: Isla Bastimentos, Bocas del Toro

Polo Beach

Vom Red Frog Beach sind wir weiter entlang der Küste zum Polo Beach gelaufen. Unterwegs kommst du immer wieder an abgelegenen Stränden und dichten Dschungel vorbei, teilweise geht der Weg auch über das Gelände des dortigen Resorts. 

Der Polo Beach ist im Gegensatz zu vielen anderen Stränden auf Bocas del Toro herrlich ruhig. Keine Menschenmassen – einfach Natur pur! Ideal zum Entspannen, lesen oder baden. An dem kleinen Strand verkauft ein Einheimischer Coco Locos – Kokosnüsse mit ordentlich Rum. Wir haben sie zwar nicht selbst probiert, aber wir haben gehört, sie sollen ziemlich stark sein. 

Panama Rundreise: Polo Beach, Isla Bastimentos, Bocas del Toro
Weihnachtsabend auf Isla Bastimentos

Bootstour zur Isla Cayos Zapatilla

Eines der absoluten Highlights unseres Aufenthaltes in Bocas del Toro war ganz klar der Tagesausflug zu den traumhaften Cayos Zapatilla – zwei kleine, unbewohnte Inseln um Bastimentos National Marine Park. Während der Bootsfahrt haben wir eine Gruppe von Delfinen entdeckt, die verspielt durch die Wellen sprang. Unser Bootsfahrer nahm sich extra Zeit, fuhr Kreise und erzeugte kleine Wellen, sodass die Delfine immer wieder hinter und neben uns aus dem Wasser sprangen – ein unvergessliches Erlebnis!

Auf Zapatilla angekommen hatten wir Zeit für uns und die nutzen wir, um die Insel erst einmal zu Fuß zu erkunden. Der Weg führt entlang schneeweißer Sandstrände, durch Palmenhaine und vorbei an türkisblauem Wasser, in das man am liebsten sofort hineinspringen möchte.

Obwohl die Insel gut besucht ist, verteilt sich alles sehr schnell – schon wenige Minuten Fußweg vom Bootsanleger entfernt fanden wir ein ruhiges, wunderschönen Plätzchen, um die paradiesische Kulisse in aller Ruhe zu genießen und eine Abkühlung im Meer zu nehmen. 

Zum Abschluss machten wir noch einen kurzen Schnorchelstopp in den nahegelegenen Mangroven. Die Unterwasserwelt dort war interessant, aber nicht spektakulär, da haben wir definitiv bessere Spots in Panama gesehen. Leider war das Meer an diesem Tag etwas unruhig, sodass wir rund um die Cayos Zapatilla selbst nicht schnorcheln konnten.

Boquete: Wandern im Hochland von Panama (2 Nächte)

Nach einigen entspannten Nächten auf den traumhaften Karibikinseln von Panama führte uns unsere Panama Rundreise zurück aufs Festland – genauer gesagt ins Hochland nach Boquete. Hier erwartete uns nach Tagen voller Sonne, Strand und Meer eine Umgebung mit Nebelwäldern, Wasserfällen und einem deutlich kühlerem Klima.

El Pianista Trail

Der El Pianista Trail ist einer der schönsten und sicherlich einer der geheimnisvollsten Wanderungen in Boquete. Zunächst führt dich der etwa acht Kilometer lange Weg über offene Wiesen, bevor man in den dichten Nebelwald eintaucht.

Hier ändert sich die Atmosphäre schlagartig: Plötzlich ist man umgeben von moosbewachsenen Bäumen, kleinen Wasserfällen und mystischem Nebel im Hochland-Dschungel. Der eigentliche Aufstieg beginnt erst hier und mit jedem Höhenmeter wird der Nebel dichter. Oben angekommen erwartet einen – meistens – kein spektakulärer Ausblick, denn der Gipfel liegt fast immer im dichten Nebel. Aber genau das macht den Reiz dieser Wanderung aus: Hier ist der Weg das eigentliche Highlight!

Am höchsten Punkt scheint der Pfad weiterzugehen, doch das sollte man unbedingt vermeiden. Der offizielle Trail endet dort und alles was danach kommt führt tief in unwegsames Gelände. Es gibt entlang des Trails keine Wegweiser – wenn du also den El Pianista Trail erkundest, solltest du gut vorbereitet sein – idealerweise mit einem Guide

Panama Rundreise: El Pianista Trail, Boquete

Lost Waterfalls Trail

Der Lost Waterfalls Trail ist sicherlich die bekannteste Wanderung in Boquete und führt sich zu drei beeindruckenden Wasserfällen.

Am Eingang wurde uns empfohlen, die Wasserfälle in einer bestimmten Reihenfolge anzusteuern. Wir starteten mit dem zweiten Wasserfall, der uns persönlich auch am besten gefallen hat. Umgeben von moosbewachsenen Felsen und einer üppigen Vegetation fällt das Wasser aus großer Höhe in ein natürliches Becken, in dem man theoretisch auch baden kann – das Wasser ist allerdings eiskalt! 

Panama Rundreise: Lost Waterfalls Trail, Boquete

Anschließend wanderten wir weiter zum dritten Wasserfall, der etwas versteckt liegt – schon von weitem kannst du das Rauschen hören. Der Weg dorthin war der anspruchsvollste Teil der Wanderung, da einige steile Abschnitte mit Seilen gesichert waren, an denen man sich hochziehen muss. Hat aber auch super viel Spaß gemacht!

Zum Abschluss besuchten wir den ersten Wasserfall, der im Gegensatz zu den anderen nicht direkt zugänglich ist. Statt am Fuße des Wasserfalls zu stehen, kann man ihn nur von einer natürlichen Aussichtsplattform aus betrachten.

Panama Rundreise: Lost Waterfalls Trail, Boquete

Anfahrt: Wir haben uns mit dem Taxi direkt zum Startpunkt bringen lassen, alternativ gibt es auch öffentliche Busse. Zurück nach Boquete haben wir den öffentlichen Bus genommen, der in regelmäßigen Abständen fährt. Es gibt keine klassische Haltestelle – stell dich einfach an den Straßenrand und warte bis einer vorbeikommt. 

Pipeline Trail

Ehrlich gesagt, hatten wir uns nicht allzu viel vom Pipeline Trail erwartet und der zunächst breite Schotterweg beginnt auch ziemlich unspektakulär. Doch je weiter wir gingen, desto schöner wurde die Umgebung. Wie der Name schon sagt, folgt man die meiste Zeit einer alten Pipeline, die sich durch den Nebelwald zieht. Unterwegs kommt man an riesigen Bäumen vorbei, darunter auch ein beeindruckender Baumriese, der angeblich über 1000 Jahre alt ist. Am Ende wartet ein schöner Wasserfall auf dich – perfekt für eine kleine Pause bevor du den gleichen Weg wieder zurückgehst. 

Der etwa 6 Kilometer lange Pipeline Trail ist leicht zu bewältigen und perfekt für alle, die entspannt die Natur um Boquete erkunden möchten. Da der Trail über privates Land führt, muss man zu Beginn 5 Dollar Pro Person für den Eintritt bezahlen. 

Coiba Nationalpark (2 Nächte)

Nächster Stopp auf unserer Panama Route: Der Nationlpark Coiba. Dieser liegt vor der Pazifikküste Panamas und umfasst die Insel Coiba sowie über 30 kleinere Inseln drumherum. Die Insel Coiba war lange Zeit militärisches Sperrgebiet, da dort von 1919 bis 2004 ein Hochsicherheitsgefängnis betrieben wurde. Dadurch war die Insel jahrzehntelang für die Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich – und genau das hat der Natur einen riesigen Vorteil verschafft. 

Weil der Zugang so stark eingeschränkt war, bleib die Unterwasserwelt rund um Coiba nahezu unberührt – keine großen Hotelanlagen, keine Massen an Booten, kein übermäßiger Fischfang. Das hat dazu geführt, dass sich hier eines der artenreichsten Meeresökosysteme der Welt entwickeln konnte. Heute ist der Nationalpark ein absoluter Hotspot für TaucherInnen und SchnorchlerInnnen, die Delfine, Schildkröten und sogar Walhaie aus nächster Nähe erleben wollen.

Schnorcheltour

Früh morgens gings los: Mit dem Boot fuhren wir etwa 1,5 Stunden über den Pazifik vorbei an kleinen Inseln und entlang der Küste mit tiefen Regenwäldern.

Am Vormittag standen zwei Schnorchelstopps auf dem Plan. Wir sind eingetaucht in eine farbenfrohe Welt voller bunter Fische, riesiger Fischschwärme, Haie und Rochen. Man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. 

Nach so viel Action gab’s dann erstmal eine wohlverdiente Pause – wir legten auf einer kleinen Insel an und stärkten uns bei einem einfachen, aber leckeren Mittagessen. Danach sind wir noch kurz zu einem Aussichtspunkt gelaufen, von dem wir den Coiba Nationalpark aus der Vogelperspektive genießen konnten. Und auch an Land gab es einige Tiere zu entdecken wie beispielsweise Affen und riesige Leguane

Frisch gestärkt steuerten wir unseren dritten und letzten Schnorchelspot des Tages an – ein Ort, an dem man mit etwas Glück Meeresschildkröten begegnen kann. Und wir hatten tatsächlich Glück: Mehrere Schildkröten kreuzten unseren Weg – eine konnten wir ganz in Ruhe beim Fressen von Korallen beobachten und mit einer anderen bin ich eine ganze Weile Seite an Seite durchs Wasser geschnorchelt – ein richtiger Marmeladenglasmoment!

Panama Rundreise: Coiba Nationalpark

Zum Abschluss legten wir noch einen letzten Stopp auf einer kleinen Insel ein, auf der wir an einem traumhaften Strand den Nachmittag entspannt ausklingen lassen konnten. Obendrauf gabs noch frische Ananas.

Auf dem Rückweg tauchte dann noch ein riesiger Schwarm Delfine direkt neben unserem Boot auf und begleiteten uns ein Stück – ein perfekter Abschluss des Tages.

EL Valle de Anton: Ein Ort im Vulkankrater (2 Nächte)

Auf dem Rückweg nach Panama City haben wir zum Abschluss unseres Panama Urlaubs noch einen kleinen Abstecher in El Valle de Anton gemacht und auch das wollen wir euch als Panama Tipp unbedingt mitgeben. Das kleine Städtchen liegt inmitten eines erloschenen Vulkankraters – auch wenn man das vor Ort im Tal kaum wahrnimmt. Der umliegende Kraterrand kesselt den Ort ein und bietet dir viele Wanderwege mit spektakulären Aussichten auf die umliegende Natur, was El Valle de Anton zu einem absoluten Wanderparadies macht!

Wanderung zum Cerro La Silla

Diese Wanderung führt dich auf einem der Bergrücken am Kraterrand und bietet dir eine tolle Aussicht über das Tal und die umliegende Landschaft – besonders zu Sonnenauf- oder untergang ist der Weg empfehlenswert!

Der Einstieg ist gegenüber einer Bushaltestelle etwas außerhalb des Zentrums. Wir haben uns hier einfach mit dem Taxi absetzen lassen und den Taxifahrer später wieder zur Abholung kontaktiert. Ich würde dir auch nicht empfehlen vom Zentrum zum Startpunkt zu Fuß zu gehen, da du entlang der Straße laufen müsstest, die aufgrund zahlreicher Kurven oft schwer einsehbar ist.

Wenn dich also der Taxifahrer abgesetzt hat, folgst du dem Weg gegenüber der Bushaltestelle in eine Rechtskurve und an der anschließenden Y-Kreuzung hältst du dich links, ab hier kannst du dich nicht mehr verlaufen. 

Nachdem du den Aufstieg aus dem Tal und die Sendemasten hinter dir gelassen hast siehst du vor dir eine Landschaft aus grünen Hügeln – einfach ein traumhafter Anblick! Von jetzt an folgst du einem schmalen Pfad, der bis auf wenige Steigungen eben entlang des Bergrückens verläuft. Du kannst also ganz in Ruhe das beeindruckende Panorama genießen.

Auf dem höchstgelegenen Punkt wollten wir eigentlich den Sonnenuntergang genießen, mussten allerdings leider vorzeitig den Rückweg antreten, da eine riesige Regenfront aufgezogen ist. 

Wanderung La India Dormida

Die Wanderung auf La India Dormida gehört zu einem der besten Valle de Anton Tipps. Den Namen verdankt der Berg seiner besonderen Form, die an eine schlafende Frau erinnert.

Der Startpunkt der Wanderung liegt direkt im Ort und kann somit zu Fuß erreicht werden. Am Eingang zahlt man einen kleinen Eintritt in Höhe von 3 $.

Der erste Teil der Wanderung führt durch dichten und schattigen Wald. Hier läuft man stetig bergauf und kommt immer mal wieder an kleinen Wasserfällen vorbei.  Sobald man die Baumkronen hinter sich lässt wird man mit einem fantastischen Blick über das gesamte Tal belohnt. Hier spürt man zum ersten Mal, wie riesig der Vulkankrater wirklich ist. 

Panama Rundreise: La India Dormida, Valle de Anton

Oben verläuft der Weg weiter entlang des Kraterrands, so hat man immer einen spektakulären Ausblick in verschiedene Richtungen. Unterwegs hat man auch mehrere Möglichkeiten wieder ins Tal abzusteigen, falls man die Tour verkürzen möchte.

Panama Rundreise: La India Dormida, Valle de Anton

Wir haben uns entschieden, die Strecke komplett bis zum Ende zu laufen. Der letzte Abschnitt führte uns schließlich über eine Straße zurück ins Dorf. 

 

Mit dem EL Valle de Anton endete unsere zweiwöchige Panama Route. Was für eine Reise! Wasserfallwanderungen, Trauminseln, belebte Städte und einmalige Schnorchelerlebnisse – das alles hat uns unsere Panama Reise in nur 14 Tagen bieten können. Also solltest du noch überlegen, die Antwort heisst auf jeden Fall „Ja!“ – buche die Panama Rundreise, es lohnt sich. Mit unseren Tipps kannst du sie problemlos individuell und ganz ohne Reisebüro organisieren, das hat für uns auch super geklappt.

Kosten für 2 Wochen Panama

Last but not least, die Frage, die sich wohl jeder stellt, bevor er eine Panama Rundreise plant: Was kosten zwei Wochen Panama Urlaub? Natürlich gibt es keine eindeutige zuverlässige Aussage, weil die Reiseniveaus sehr unterschiedlich ausfallen können, aber wir wollen dir mit unseren eigenen Ausgaben einen Anhaltspunkt geben.

Wir sind zu zweit 14 Tage ohne Mietwagen unterwegs gewesen und haben folgendes pro Person bezahlt:

  • Flüge DE -Panama: 815 Euro (mit Aufgabegepäck)
  • Inlandsflüge: 156 Euro (mit Aufgabegepäck)
  • Unterkünfte: 471,54 Euro (12 Nächte)
  • Essen & Getränke: ca. 500 Euro
  • Transporte (Taxi, Busse): ca. 300 Euro
  • Ausflüge & Touren: ca. 200 Euro + 1050 Euro (Katamarantour San Blas)

Insgesamt: ca. 3.492,52 Euro

Panama FAQs

Panama Eineisebestimmungen

Deutsche Staatsbürger können visumfrei für bis zu 90 Tage einreisen. (gültiger Reisepass ist erforderlich)

Die beste Reisezeit für Panama

Aufgrund der tropischen Klimazone gibt es in Panama keinen klassischen Winter und Sommern, sondern eine Trockenzeit (Dezember bis April) und Regenzeit (Mai bis November).

Das ganze Jahr über sind warme bis heiße Temperaturen Tagestemperaturen zwischen 25-33 Grad. Natürlich ist es im Hochland wie Boquete deutlich kühler. Wir haben unsere Panama Rundreise im Dezember gemacht und hatten bis auf kleinere Regenfälle sehr gutes Wetter.

Transporte in Panama

Für die Strecken zwischen den einzelnen Stopps auf unserer Panama Rundreise haben wir meist Shuttle-Services in Kleinbussen genutzt, die wir meisten einfach über Whatsapp bei Transporte Explorer gebucht haben. Solche Shuttles verbinden die gängigen Touristenziele zuverlässig miteinander und sind besonders praktisch, wenn man sich nicht selbst um Fahrpläne oder Umstiege kümmern möchte.  Je nach Strecke lagen die Kosten bei etwa 30 bis 45 Dollar pro Person, was wir als fair empfunden haben – vor allem wegen der Bequemlichkeit und der Zeitersparnis gegenüber öffentlichen Bussen.

Nur die Strecke von Panama City nach Bocas del Toro haben wir per Inlandsflug zurückgelegt, da wir so deutlich schneller an Ziel kamen und einen ganzen Reisetag während unserer Panama Rundreise sparen konnten. 

Von Valle de Anton zurück nach Panama City sind wir hingegen mit dem öffentlichen Bus gefahren, der regelmäßig verkehrt und eine günstige Alternative darstellt. 

Innerhalb von Panama City haben wir uns überwiegend mit Uber bei größeren Distanzen von A nach B bewegt. 

Wie zahlt man in Panama?

Panama benutzt den Balboa (nur Münzen), aber alle Preise und Zahlungen erfolgen in US-Dollar. Kartenzahlungen waren während unserer Panama Rundreise oft nicht möglich, daher habe am besten immer Bargeld bei dir. Geldautomaten sind sehr verbreitet und daher ist die Bargeldversorgung kein Problem. 

Wie teuer ist Panama?

Die Kosten für eine Panama Rundreise können natürlich je nach Reisestil individuell stark variieren. Im Vergleich zu anderen Ländern im Mittelamerika gehört Panama definitiv zu den teureren und ist mit dem Preisniveau in Europa vergleichbar. 

Welche Sprache spricht man in Panama und reicht englisch zum Reisen?

Die Amtssprache in Panama ist Spanisch. In den touristischen Regionen sprechen die meisten auch Englisch. Wir selbst sprechen leider kein Spanisch und hatten trotzdem während unserer Panama Rundreise nie Verständigungsprobleme. Mit Englisch und Google Translator sind wir gut zurecht gekommen. Für den Notfall haben wir Spanisch im Google Übersetzer runtergeladen, damit diese auf offline verfügbar ist.

Wie sicher ist Panama

Panama gilt als eines der sichersten Länder in Mittelamerika und wir haben uns während unserer Panama Rundreise nirgendwo unsicher gefühlt. Besonders die touristischen Gebiete haben eine niedrige Kriminalitätsrate und können bedenkenlos bereist werden. Wie immer sollte man auf seine Wertsachen aufpassen und in der Stadt unsichere Viertel meiden.

Noch mehr Lateinamerika

Was Vanessa am meisten am Reisen liebt? Während ihrer Reisen kann sie immer wieder über sich selbst hinauswachsen und dabei auch die ein oder andere Angst ablegen.

Wandern in den Rocky Mountains, Kajaktour in Kanada, Besteigung eines Vulkans in 5000m Höhe oder Tierbeobachtungen im Dschungel – Vanessa ist auf jeden Fall dabei! Genauso wie ihr Freund Lukas, der bei den beiden für die bleibenden Fotoerinnerungen zuständig ist. 

Fun Fact: Vanessas bisher schönstes “Souvenir” hat sie aus Costa Rica mitgebracht. Ihren Hund Idefix, der dort als Straßenhund lebte und nun mit ihr in der schönen Pfalz die Wälder unsicher macht.

Reisebloggerin Vanessa Weber

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