Wir sitzen auf zwei Baumstümpfen und warten darauf, dass das Wasser für unseren ersten Kaffee des Tages kocht, als eine Kröte zwischen Zelt und See auftaucht. Sehr langsam bewegt sie sich auf uns zu. Dabei fixiert sie uns dauerhaft mit ihrem Blick und scheint sich gerade zu heranschleichen zu wollen. Als würden wir sie nicht sehen. Weil Henrik und ich gerade absolut nichts anderes zu tun haben, beobachten wir jeden ihrer Schritte. Bis aus der Kröte erst ein Gesprächsthema, dann ein Witz und schließlich Edward der Zweite wird. Warum der Zweite? Keine Ahnung. Aber beim Wildcampen in Schweden hat man endlich wieder Zeit, auf lustige Gedanken zu kommen.

Sieben Tage lang sind wir beim Travelbase Kanu Trip Schweden auf eigene Faust durch die Seenlandschaft von Värmland und Dalsland gepaddelt. Wir haben auf kleinen Inseln gezeltet, Wasser gefiltert, am Lagerfeuer Marshmallows geröstet und den Blick über den See statt auf den nächsten Bildschirm gerichtet.
Wir hätten dabei einer festen Route folgen und mehr als 100 Kilometer zurücklegen können. Haben wir aber nicht. Wir wollten keine Kilometer sammeln, sondern Zeit haben: für Fotografie, Fika, Hängematte, lange Gespräche und all die kleinen Momente, für die im Alltag erstaunlich selten Platz bleibt.
Der Kanu Trip Schweden in Schweden von Travelbase: Was erwartet dich?
Der Kanu Trip ist ein achttägiges, selbstgeführtes Abenteuer von Travelbase*. Sieben Tage bist du mit deinem Travel Buddy und einem Zweier-Kanu auf den Seen im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen unterwegs. Die letzte Nacht verbringst du wieder im Outpost North Basecamp – und wieder in Reichweite einer warmen Dusche.
Travelbase organisiert Kanu, Sicherheits- und Kochmaterial, wasserdichte Behälter, Navigation, Schleusenpass und die Naturschutzkarte für die DANO-Plätze. Campingausrüstung, Foodpack und Anreise kannst du ergänzen. Praktisch, wenn du kein Auto hast und keine Campingküche durch halb Europa transportieren möchtest.
Nach unserer Abholung am Flughafen Oslo fuhren wir etwa zweieinhalb Stunden zum Basecamp. Dort warteten Zimtschnecken und Kaffee auf uns. Ranger Jakob gab uns unser Material wie Foodboxen und Ausrüstung aus und erklärte uns auf Deutsch Paddeltechnik, Sicherheitsregeln und Navigation.
Danach hätten wir direkt das Kanu beladen können und uns ins Abenteuer stürzen können. Da es jedoch schon Abend war und noch zudem verregnet, haben wir unseren Start auf den nächsten Morgen verschoben und noch eine Nacht im Basecamp verbracht.
Kurz gesagt: Travelbase nimmt dir die komplizierte Organisation ab. Wie sportlich, langsam oder spontan die Kanutour wird, entscheidest du selbst.
Unsere Route: Slow Travel statt Streckenrekord
Travelbase schlägt Routen mit 85, 110 oder 131 Kilometern vor. Du kannst sie verkürzen, verlängern oder abwandeln und zwar ganz spontan, jeden Tag auf’s Neue. Informationen und Übernachtungsplätze findest du in App und Karte. Wenn du deine Route vorab kennst, kannst du diese über Travelbase festlegen und so auch die genaue Route in die App laden. Aber das ist nur eine Option.
Wir entschieden jeden Morgen neu. Wir schauten auf die Karte, wählten eine landschaftlich vielversprechende Richtung und paddelten los. Meist nur ein bis zwei Stunden und ungefähr fünf Kilometer am Tag. Wenn eine Insel oder Bucht nach
Hier könnte es richtig schön sein
aussah, gingen wir an Land. Und von so hübschen Orten gibt es so viele, ganz ehrlich, wir hätten auch nur einen Kilometer am Tag paddeln können und hätten dennoch einen schönen Spot nach dem anderen gefunden.
Dann begann der Teil, der uns mindestens genauso wichtig war: Fika machen. Zelt und Hängematte aufbauen. Im See baden. Fotografieren.
Warten, bis die tief stehende Sonne den Himmel in Zuckerwattefarben färbt und sich die Wolken zwischen den Seerosen spiegeln. Es ist schwierig das Gefühl, dass mir diese Momente gegeben haben, in Worte zu fassen. Es umhüllt mich warm und wohlig und lässt mich breit grinsen.


Als Fotografen wollten wir die Landschaft zu unterschiedlichen Tageszeiten festhalten, statt einem Etappenziel hinterher paddeln. Genau diese Freiheit macht den Trip aus: Du kannst in einer Woche mehr als 100 Kilometer schaffen – oder wie wir das Campingleben zelebrieren. Mit rund 10.000 Seen bietet Värmland genug Raum für beides.

Anfängerinnen hätten unsere Variante problemlos geschafft. Henrik bringt als Kajaker Erfahrung mit, gemeinsam waren wir schon packraften. Wir hätten deutlich längere Etappen geschafft, entschieden uns nur sehr konsequent dagegen.
Manchmal hat man eben mehr davon langsamer zu machen. Immerhin hetzten wir alle im Alltag doch schon mehr als genug.
Gegenwind auf den offenen Seen kann dennoch anstrengend werden – und der Wind in Värmland wechselt schneller seine Meinung als ich bei der Auswahl meiner schönsten Sonnenuntergangsfotos. Deshalb ist das regelmäßige prüfen der Wetter- und Windapps auch bei kurzen Strecken ratsam.
Nicht die Kilometer, sondern die Zeit dazwischen
Die Sehnsucht war simpel: Weite, Natur, Zeit unter Freunden und die Reduktion auf’s Wesentliche. Eine kleine Flucht aus dem Alltag, um die Zeit zu verlangsamen und wirklich im Jetzt zu bleiben.
Abends saßen wir auf Felsen und schauten der Sonne beim Untergehen zu. Tagsüber hing ich in meiner Hängematte, während das Licht durch die Äste blitzte. Einmal versuchten wir aus der oberen Hängematte Kaffee in Henriks Tasse in der unteren zu gießen. Eine Idee, deren Genialität sich sogar praktisch umsetzen lies.
Wurde der Wind stärker, verkrochen wir uns mit Nutella-Broten und Schlafsäcken unter dem Tarp, quatschen über Gott und die Welt, alberten rum und bekamen irgendwann einen Lachkrampf.
Die Woche hat unserer Freundschaft nicht unbedingt etwas Neues gegeben, sondern den intensiven Zeitrahmen, den Freundschaften im Alltag viel zu selten bekommen. Genug Zeit für tiefe Gespräche, liegen gebliebene Themen und all die kleinen Dinge, auf die man sich irgendwann wortlos einstimmt.
Wildcampen in Schweden: So funktioniert es wirklich
Dank des Jedermannsrechts darfst du für einzelne Nächte dein Zelt in der Natur aufschlagen. Als Faustregel gelten ein bis zwei Nächte an einem Platz. Halte ausreichend Abstand zu Wohnhäusern, meide Felder, Weiden und empfindliche Flächen und beachte zusätzliche Regeln in Schutzgebieten. Eine allgemeingültige Meterzahl gibt es nicht – Rücksicht ist wichtiger als ein Maßband. Größere Gruppen benötigen die Zustimmung der Landbesitzer.
Wir haben unsere Nächte ungefähr 50:50 aufgeteilt: mal komplett frei auf einer Insel oder an einer einsamen Bucht, mal in der Nähe eines offiziellen DANO-Platzes. In einem Shelter haben wir nie geschlafen. Wir nutzten dort aber die Feuerstelle und Trockentoilette und bauten Zelt oder Hängematte mit Abstand auf.
Schutzhütten und DANO-Plätze
Im Dalsland-Nordmarken-Seensystem gibt es mehr als 100 DANO-Plätze mit festen Feuerstellen und Trockentoiletten, meist auch mit Windschutz und Feuerholz. Die benötigte Naturschutzkarte ist beim Kanu Trip enthalten.
Die Plätze werden in der App angezeigt und waren Anfang Juni nie voll. Zwischen den Camps lagen locker 30 Meter, Bäume oder kleine Hügel. Gesehen hat man sich meist nur auf dem Weg zum WC, Strand oder Kanuanleger.
Auf einer unserer Inseln campte ein Paar am anderen Ende. Zehn Minuten Fußweg und ein Wald lagen zwischen uns. Nach einem kurzen Hallo sahen und hörten wir uns nicht wieder. Du musst hier nicht die einzige Person auf einer Insel sein, um dich zu fühlen, als wäre sie nur für dich da.
Lediglich die architektonisch besonderen Shelter Snäckan und Vikningen müssen vorab gebucht und extra bezahlt werden. Die regulären DANO-Plätze reservierst du nicht. Egal ob reserviert oder nicht, der Platz rund um die DANO Plätze sowie die Bio-Toiletten sind immer für alle zugänglich.

Toilette beim Wildcampen
An den DANO-Plätzen gibt es Trockentoiletten, jedoch keine Waschbecken. Toilettenpapier bringst du selbst mit und kannst es dort mit in die Toilette geben.
Campst du frei, kommt der von Travelbase gestellte Spaten zum Einsatz. Suche weit entfernt von Wasser, Wegen, Camps und Häusern eine geschützte Stelle mit lockerem Boden, grabe ein Loch, verrichte dein Geschäft und bedecke anschließend alles gründlich.
Toilettenpapier darf vergraben, bei fehlender Brandgefahr verbrannt oder wieder mitgenommen werden. Ich packe es lieber in einen Hundekotbeutel (sind einfach praktische Minimüllbeutel) und schmeiße diesen in den großen Müllsack, den du wieder mit zum Basecamp nimmst.. Nicht sexy, aber konsequent, im Sinne von “leave no traces”. Denn auch WC-Papier benötigt mitunter Monate bis Jahre um sich abzubauen. Feuchttücher gehören immer in den Müll.
Waschen und Haarewaschen
Hygiene war viel weniger problematisch als vorher gedacht. Ich habe mindestens jeden zweiten Tag im See gebadet und meine Haare alle zwei bis drei Tage gewaschen. Dafür Körper und Haare im See nass machen, dann wieder herausgehen und eine Schüssel mit Wasser füllen. Mit Abstand zum Ufer einseifen und shampoonieren, anschließend mit dem Schüsselwasser abspülen. Auch biologisch abbaubare Seife und Shampoo gehören nicht direkt in den See.
Eine warme Dusche ist das natürlich nicht. Da ich zur Fraktion Schnellduscher gehöre, war es für mich trotzdem gut machbar. Ich fühlte mich während der Woche nicht muffig, sondern erstaunlich fresh.
Hygienetücher können helfen, müssen aber unbedingt im Müll wieder mitgenommen werden.
Trinkwasser filtern oder abkochen
So klar und einladend die Seen aussehen: Trinke das Wasser nicht unbehandelt. Auch klares Wasser kann Bakterien, Viren oder Parasiten enthalten.
Wir füllten morgens den Fünf-Liter-Kanister mit meinem MSR Guardian Wasserentkeimer*. Das Pumpen war unsere kleine Frühsporteinheit. Der Guardian ist teuer, entfernt aber anders als viele einfache Outdoorfilter auch Viren. Zusätzlich nutzten wir ClearSi-Tropfen*, vor allem gegen Wiederverkeimung im Kanister. Beim Guardian ist das normalerweise nicht notwendig; bei einfachen Filtern kann die anschließende Desinfektion sinnvoll sein. Beachte immer die Produktanleitung.
Alternativ kannst du klares Wasser kräftig sprudelnd aufkochen und eine volle Minute weiterkochen lassen. Bei mehreren Litern dauern Kochen, Abkühlen und Umfüllen allerdings lange. Für uns war ein leistungsfähiger Filter praktischer.
Feuer und Müll
An den DANO-Plätzen gibt es feste Feuerstellen und häufig Holz, das teilweise noch gesägt und gespalten werden muss. Ohne Säge bearbeiteten wir kleinere Äste mit unseren Messern. Sägen kann man aber auch im Basecamp von Der Kanutrip vorab kaufen.
Üblich ist, dem nächsten Camp trockenes Holz zu hinterlassen.
Mache Feuer nur an den offiziellen Stellen und prüfe Waldbrandgefahr sowie regionale Verbote. Man ist meist von trockenen Wäldern umgeben, daher ist das wirklich wichtig.
Nimm kein Holz von lebenden Bäumen und entzünde nie Feuer direkt auf Felsen.
Deinen Müll zum Beispiel vom Essen sammelst du während des Kanu Trips ineinem großen Müllbeutel und schmeißt diesen am Ende der Reise am Outpost North Basecamp weg. Egal ob Shelter oder freier Wildcampingplatz: Zurück bleibt absolut nichts.
Essen, Fika und Kaffee beim Kanu Trip
Wir buchten das vegetarische und das reguläre Foodpack. Darin: gefriergetrocknete Gerichte, Nudeln mit Pesto, Reis und Curry, Bohnen mit Wraps, Snacks und Marshmallows. In der Fleischbox waren unter anderem Wiener und Köttbullar aus der Dose. Für’s gemeinsame Frühstück gab es unter anderem Müsli, Käsecreme, Schokocreme und Brot.
Die große kulinarische Offenbarung? Nein. Praktisch, sättigend, abwechslungsreich und ohne Kühlschrank sinnvoll? Absolut! Und für eine Woche Outdoor-Abenteuer schon fast luxuriös. Denn ein Kanutrip hat den großen Vorteil, dass man deutlich mehr transportieren kann, als bspw. bei einem Wildcamping Wandertrip.
Ich ergänzte das Foodpaket noch um Rührei* und Mousse au Chocolat* aus der Adventure Reihe. Und mein Highlight: Wilde Blaubeeren, die im Värmland wirklich überall wachsen. Einfach eine Runde vorm Frühstück pflücken gehen und das Müsli kulinarisch direkt auf’s nächste Level heben.
Bei Allergien musst du eigenes Essen mitbringen, da die Boxen nicht angepasst werden.
Kaffee ist nicht enthalten – ein Zustand, den ich selbstverständlich nicht sieben Tage hingenommen hätte. You know me. Wir kauften also in Oslo gemahlenen Kaffee, brachten eine Outdoor-French-Press* und Milchpulver* mit.
Wetter und Mücken Anfang Juni
Wir starteten im Regen und sahen die Woche gedanklich schon in einer grauen Wolke verschwinden. Doch schon am zweiten Tag änderte sich das Wetter; danach regnete es nur wenige Minuten leicht.
Typisch war der wechselnde Wind: eben noch Sonne, plötzlich Schauer und Böen – kurz darauf war der Sommer zurück. Regenkleidung gehört deshalb immer ins Kanu, warme Kleidung ist auch ein Muss und ebenso eine Wäscheleine* für Badesachen und feuchte Kleidung.
Mücken hatten wir Anfang Juni überraschend wenige, vermutlich dank des Winds. Verlassen würde ich mich darauf nicht: Mückenspray sollte auf jeden Fall mit.
Meine leichte Ticket-to-the-Moon-Hängematte besitzt einen integrierten Mückenschutz. Mit PASSENGERX bekommst du bei Ticket to the Moon* zehn Prozent Rabatt.
Kosten und Organisation: meine Travelbase-Erfahrung
Der Basispreis für die einwöchige Reise startet 2026 bei 265 Euro pro Person. Enthalten sind Kanu- und Sicherheitsmaterial, wasserdichte Behälter, Kochset, Navigation, Naturschutzkarte, Schleusenpass und Briefing.
Unsere wichtigsten Extras kosteten laut aktueller Preisübersicht:
- Flughafenshuttle ab Oslo: 95 Euro pro Person
- Foodpack: 125 Euro pro Person
- Campingausrüstung: 70 Euro pro Person
Damit startet unsere Variante bei 555 Euro pro Person, zuzüglich Flug nach Oslo und optionalem Glamping-Tipi in der letzten Nacht im Basecamp. Preise können sich ändern; prüfe vor der Buchung immer die aktuelle Übersicht.
Für eine kürzere Auszeit bietet Travelbase auch eine dreitägige Variante* an.
Der größte Pluspunkt: pünktliche Abholung am Flughafen, vorbereitete Foodboxen, gute deutschsprachige Einweisung, Karten-App und alle sperrigen Ausrüstungsstücke aus einer Hand. Du musst also nur bei Travelbase buchen und nicht um nichts mehr sorgen.
Alle, die bereits Ausrüstung wie Zelt oder auch ihre favorisierten Outdoor-Gerichte besitzen, können natürlich auch nur das Basispaket mit Kanu und App buchen und den Rest selbst mitbringen. Auch die Anreise mit Auto ist kein Problem. So kannst du deine Reise direkt noch verlängern.
Wie wäre es zum Beispiel mit einem Schweden Road Trip? Und für alle, die über Oslo fliegen, von wo aus der Shuttle startet, kann ich ein paar Tage in der charmanten norwegischen Hauptstadt sehr empfehlen.
Für wen eignet sich der Travelbase Kanu Trip Schweden?
Der Kanu Trip passt zu dir, wenn du Natur, einfache Campingnächte und selbstbestimmtes Reisen liebst. Für die entspannte Variante brauchst du keine große Kanuerfahrung. Grundfitness, Schwimmkenntnisse und die Bereitschaft, bei Wind kräftiger zu paddeln, solltest du mitbringen.
Weniger geeignet ist die Reise, wenn du täglich Komfort brauchst, mit Insekten und Trockentoiletten gar nichts anfangen kannst oder eine komplett geführte Gruppenreise erwartest. Du bekommst ein sehr gutes Sicherheitsnetz und klare Informationen – unterwegs verantwortlich bist du aber selbst.
Wenn du dir noch nicht sicher bist, ob das wirklich was für dich ist, es aber ausprobieren willst, ist der 3-tägige Kanutrip* ein guter Test.
Mein Fazit zum Travelbase Kanu Trip Schweden
Wenn ich heute an diese Woche denke, sehe ich zuerst das Glitzern des Wassers. Wasser überall. Dahinter dichte Wälder und eine Ruhe, die man sonst nicht mehr erlebt.
Wir haben keinen Streckenrekord gebrochen und keine dramatische Krise überwunden. Wir sind langsam gepaddelt, um die Wette in den See gerannt und uns anschließend auf warme Felsen zum Trocknen in die Sonne gelegt. In der Hängematte liegen und dem Wind lauschen, bis tief in die Nacht quatschen, weil man angesichts der Midsommar Helligkeit die Zeit vergisst.

Vielleicht war genau das das Abenteuer: acht Tage nicht schneller, weiter oder effizienter werden zu müssen. Sondern Zeit zu haben. Für den Blick über das Wasser. Für tiefe Gespräche. Für Kaffee in der Hängematte. Und natürlich für Edward den Zweiten.
Meine Wildcamping-Packliste für Schweden
Travelbase stellt die Grundausrüstung. Diese Dinge haben unseren Alltag draußen zusätzlich deutlich angenehmer gemacht:
- Wasserfilter beziehungsweise Wasserentkeimer
- Mittel zur Wasserdesinfektion als Backup
- elastische Reisewäscheleine
- Outdoor-French-Press* und gemahlener Kaffee
- große wasserdichte Duffel Bag für zusätzliches Gepäck
- Mückenspray
- leichte Hängematte mit Mückenschutz, mit dem Code PASSENGERX 10% günstiger
- kleine Müllbeutel*
- Starke Powerbanks*, denn vor Ort hast du keinen Strom
- Sporthandschuhe* für weniger Schwielen
→ Meine komplette Wildcamping-Liste* auf Amazon
Häufige Fragen zum Kanu Trip und Wildcampen in Schweden
Ist der Travelbase Kanu Trip Schweden für Anfänger geeignet?
Ja. Du bekommst vor dem Start eine ausführliche Einweisung und bestimmst Route sowie Tagesdistanz selbst. Für eine gemütliche Tour reichen auch zwei bis drei Stunden Paddeln am Tag. Die offiziellen Routen mit 85 bis 131 Kilometern verlangen dagegen mehr Ausdauer.
Muss ich einer festen Kanuroute folgen?
Nein. Travelbase schlägt mehrere Rundrouten vor, die du verkürzen, verlängern oder verändern kannst. Wir entschieden jeden Tag spontan und paddelten meist nur etwa fünf Kilometer.
Darf man in Schweden überall wildcampen?
Nein. Das Jedermannsrecht erlaubt einzelne Übernachtungen auf geeigneten Flächen, verlangt aber Rücksicht auf Anwohner, Landbesitzer und Natur. Auf Feldern, Weiden, in Hausnähe sowie in manchen Schutzgebieten ist Campen nicht erlaubt oder eingeschränkt.
Gibt es beim Wildcampen Toiletten?
An allen DANO-Plätzen gibt es Trockentoiletten. Campst du frei, nutzt du einen Spaten, gräbst weit entfernt von Wasser, Wegen und Camps ein Loch und deckst alles anschließend sorgfältig zu.
Kann man das Wasser der schwedischen Seen trinken?
Nicht unbehandelt. Auch klares Seewasser kann krank machende Keime enthalten. Nutze einen geeigneten Wasserfilter beziehungsweise Wasserentkeimer, desinfiziere es nach Produktanleitung oder lasse klares Wasser eine Minute sprudelnd kochen.
Wie anstrengend ist eine Woche Kanufahren?
Das hängt vollständig von Route, Wind und deinem Tempo ab. Unsere Slow-Travel-Variante mit ein bis zwei Stunden Paddeln pro Tag war entspannt. Mehr als 100 Kilometer in einer Woche und offene Seen bei Gegenwind sind deutlich anspruchsvoller.
Wie voll sind die Shelter und Wildcampingplätze im Värmland?
Anfang Juni war es ruhig. An DANO-Plätzen übernachteten zwar andere Kanufahrer, doch Bäume, Hügel und große Abstände sorgten für Privatsphäre. In der Hochsaison oder bei größeren Gruppen kann das anders aussehen.
Was kostet der Travelbase Kanu Trip Schweden?
2026 startet die Wochenreise bei 265 Euro pro Person. Mit Flughafenshuttle, Foodpack und gemieteter Campingausrüstung beginnt eine Variante wie unsere bei 555 Euro pro Person, zuzüglich Flug und weiterer Extras.
Weiter einmalige Abenteuer von Travelbase

GRÜNDERIN
Nicole Bittger
Reisesüchtige Foodie & Coffee Nerd aus Berlin mit großer Fotoleidenschaft, einem Herz für Tiere und die Natur.
Mit Nicoles Neugierde auf die Welt und ihrem ersten Sabbatical erblickte auch PASSENGER X das Licht der Welt. Ein halbes Jahr Abenteuer in China, Japan und Europa führten dazu, dass dieser Blog mit Leben gefüllt wurde. Um ein Jahr später fünf Monate lang solo durch das bunte Südamerika zu touren, kündigte Nicole schließlich ihren sicheren Konzernjob. Seitdem arbeitet sie selbstständig und ist Vollzeitbloggerin.
Ob sie jemals genug vom Reisen haben wird? We doubt it!
Fun Fact: Nicoles Herzensland ist Grönland. Dort hat sie noch das wahre „Weit-Weg-Gefühl“.
