Das gastronomische Angebot in der Hauptstadt ist unfassbar groß und gut, doch wo sollte man hingehen, wenn man einen speziellen Anlass feiern oder sich mal richtig verwöhnen will? Ich verrate dir handverlesene besondere Restaurants in Berlin, die dich garantiert derart flashen werden, dass du noch lange später davon schwärmen wirst.
Was macht ein Lokal zu einem besonderen Restaurant?
Geschmack ist bekanntlich eine sehr persönliche Sache, deshalb lasse mich vorweg einmal erklären, was ein gutes Restaurant meiner Meinung nach zu einem besonderen Ort macht.
- Der Service sollte sehr gut sein.
- Das Menü muss mich überraschen, es muss sich in irgendeiner Weise von der Masse abheben. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ausgefallene Zusammenstellung einzelner Gerichte, abgefahrener Aggregatzustände, oder einen besonders ökologischen Grundgedanken, die Präsentation der Speisen oder natürlich auch eine erstklassige Qualität der Zutaten und Zubereitung.
- Das Ambiente! Auch hier gibt es so viele Möglichkeiten, von Gestaltung der Räumlichkeiten und da beziehe ich auch die WCs mit ein, bis zu passender Live Musik. Die Stimmung muss einfach zum Gesamtkonzept passen.
Was für mich keine Bedingung ist, sich aber manchmal automatisch ergibt: Michelin Sterne und ähnliche offizielle Bewertungen. Auch muss das Klientel und der Dresscode nicht unbedingt gehoben sein. Ganz im Gegenteil. Genau das ist etwas, was ich an Berlin liebe. Du kannst in ein gehobenes Restaurant mit ausgefallener Küche gehen und dich schick machen, mal richtig rausputzen, aber ich kann genauso gut in Jeans und Boots dinieren und beides ist gleichermaßen willkommen.
Da wir nun die Grundlagen geklärt haben, geht’s endlich zu dem, was uns allen schon beim dran Denken den Mund wässrig macht: Meine Empfehlungen besonderer Restaurants in Berlin. Dabei ist die Reihenfolge keine Bewertung, sie sind alle auf ihre eigene einzigartig.
Besondere Restaurants in Berlin, die du kennen solltest
1. Night Kitchen – moderne israelische Küche in ausgelassener Stimmung
Nagut, die Reihenfolge soll keine Wertung sein, aber ein Restaurant, welches sich in den letzten Jahren für mich als All Time Favorite herauskristallisiert hat, ist das Night Kitchen. Hier war ich inzwischen unzählige Male und weil ich es so großartig finde, habe ich hier schon die Schwiegereltern in spe, verschiedene Freunde und auch Kollegen hingeführt.
Klar, dass es unbedingt auf die Liste „Besondere Restaurants in Berlin“ gehört.
Ich war mir vorab immer sicher, dass sie es lieben würden und genau so war es auch. Obwohl sie alle etwas unterschiedliche Geschmäcker haben.
Das Night Kitchen wurde ursprünglich 2012 in Tel Aviv eröffnet. 2017 durfte sich Berlin dann über den Ableger des in Tel Aviv bereits sehr beliebten Lokals freuen.
Menü im Night Kitchen
Seitdem bietet es ein interessantes Menü, welches sowohl vegetarische als auch Fleisch- und Fischgerichte beinhaltet
Mein Rat ist jedoch, nicht einzelne Gerichte vom Menü zu bestellen, sondern das Dinner for Friends zu wählen.
Für 52 Euro je Person bzw. 68 Euro inklusive Getränke Pairing wird für euch dann ein Menü von der Küche zusammengestellt und zum Teilen serviert. Ihr bekommt so die Gelegenheit, unzählige verschiedene Gerichte zu probieren.
Ich gehe noch einen Schritt weiter: seid so mutig und schaut erst gar nicht ins Menü rein. Lasst euch einfach komplett überraschen!
Glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen.
Ihr braucht auch keine Sorge haben, dass dann was dabei ist, was ihr nicht vertragt, denn Unverträglichkeiten oder auch Vorlieben könnt ihr vorweg angeben, ihr werdet sowieso danach gefragt.
Ich esse ja beispielsweise meist vegetarisch und auch das ist gar kein Problem, selbst wenn meine 3 Begleitpersonen Fleisch essen und man sich Gerichte teilt. Das Menü wird immer so zusammengestellt, dass genug für alle da ist und niemand vor leeren Tellern sitzt.
Normalerweise würde ich jetzt Beispielgerichte vom Menü beschreiben, das lasse ich hier aber. Den Überraschungseffekt will ich euch einfach nicht nehmen. Was ich aber verraten kann: Wer vorher noch nicht viel von der israelischen Küche kennengelernt hat, der wird nicht mal unbedingt von den Lebensmitteln, dafür aber von der Art der Würzung, von den Kräutern und der Zubereitung überrascht werden.
Wo sitzen im Night Kitchen
Im Night Kitchen habt ihr 4 verschiedene Orte, um zu sitzen. Zunächst gibt es den Bar Raum, direkt wenn man reinkommt. Hier sitzt man auf Barhockern an hohen Tischen – ohne Rückenlehne. Die Stimmung in diesem Raum ist meist recht ausgelassen.
Die Plätze direkt an der Bar sind besonders unterhaltsam, weil man hier auch gern mal in die Verlegenheit kommt, den ein oder anderen Shot mit dem Servicepersonal zu killen. An der Bar hatten wir mit Freunden einen wirklich unvergesslichen Abend. Ein Danke dafür geht an den Barkeeper Nikolas raus, der durch Wunderkerzen auf unserem Dessert das gesamte Lokal zum „Happy Birthday“ singen inspiriert hat. Was die anderen Gäste nicht wussten: von uns hatte gar keiner Geburtstag.
Das war schon super lustig.
Falls ihr Lust auf einen Platz an der Bar habt und mehr als 2 seid, fragt nach den Plätzen an der Ecke. Denn über Eck, kann man sich besser unterhalten.
Hinter dem Bar Raum, zeigt sich der Wintergarten. Dies ist meine Empfehlung, wenn es etwas weniger aufregend werden soll. Hier sitzt man an Tischen, die Stühle haben Lehnen und es ist zumindest ein wenig ruhiger. Hier saßen wir beispielsweise mit den Schwiegereltern in Spe.
Im Obergeschoss wartet dann noch ein weiterer Raum, der auch gern für größere Gruppen genutzt wird. Hier saßen wir bei unserem allerersten Besuch. Ich weiß nicht genau warum, aber dieser Raum er ist tatsächlich meine letzte Wahl. Ich persönlich finde die Räume im Erdgeschoss einfach schöner.
Im Sommer gibt es zudem einen “Garten”, in dem ihr sitzen könnt, wobei dieser eigentlich weniger ein Garten als eher ein begrünter Innenhof ist. Hier saß ich selber noch nicht, das ist aber in lauwarmen Sommernächten sicher auch richtig klasse.
Übrigens, wenn ihr das erste Mal zum Night Kitchen wollt, lasst euch nicht beirren, wenn ihr die Oranienburger Str. entlang lauft und es nicht seht. Ihr müsst in einen der für Mitte typischen Hinterhöfe.
2. Osteria Maria – Bella Italia mitten in Berlin
Fernweh? Hunger? Lust in Berlin einen authentischen italienischen Abend zu erleben, der nach Bella Italia nur so schreit? Dann melde dich zum Dinner in der Osteria Maria in Steglitz an.
Vor vielen Jahren hatte ich von einem Kollegen von diesem Geheimtipp gehört und direkt für mich und eine Gruppe von Freunden reserviert. Wir waren allesamt gespannt, was uns bei dem Italiener so mitten im Steglitzer Wohngebiet wohl geboten werden würde.
Atmosphäre in der Osteria Maria
Als wir die Stufen zum Souterrain hinunterstiegen, fühlten wir uns direkt wie an einen anderen Ort gebeamt, irgendwo in Italien. Die großen Schinken im Eingangsbereich, der Kamin und die rustikalen Holztische, genauso wie die vielen Kerzenleuchter – all das schaffte eine unglaubliche Atmosphäre. Dazu das super freundliche Personal, was uns direkt das Gefühl gab, zu Gast bei einer italienischen Familie zu sein.
Menü in der Osteria Maria
Es erwartete uns ein Menü mit jeder Menge landestypischen Leckereien, mehr als man schaffen kann. Die Vorspeisen passten kaum alle zeitgleich auf den Tisch. Ich wusste gar nicht, womit ich anfangen sollte, mit dem Prosciutto, der Auberginencreme, dem mariniertes Gemüse, dem Steinpilzdip, der Bruschett, dem Rinderpolpette mit Basilikum oder doch lieber der hausgemachte Pasta? Da kommt man sich vor wie im Schlaraffenland.

Und das war nur der Auftakt. Auch der Hauptgang, geschmorte Ochsenbäckchen mit Gemüsebeilage und selbstgemachtem Kartoffelpüree, konnte sich sehen lassen.
An diesem ersten Abend in der Osteria Maria hat es mir so gut gefallen, dass ich sowohl meinem Vater und seiner Frau zur Hochzeit als auch einer sehr guten Freundin zum 30. Geburtstag einen Menüabend in diesem besonderen Restaurant in Berlin geschenkt habe. Allesamt fanden es großartig!

Übrigens: während man sich den Bauch mit all den italienischen Köstlichkeiten voll haut, ertönt meist stimmungsvolle Live Musik. Wenn dann schon ein paar Gläser des Hausweins intus sind, fühlen sich einige Gäste auch zum Tanzen berufen.
Das alles macht einen Abend in der Osteria Maria zu einer Art Italien-Kurztrip.
3. FES – Unvergessliches türkisches BBQ
Manch ein Berliner Foodie wird sich jetzt denken: „Die ist aber spät dran“, denn meine nun folgende Empfehlung für besondere Restaurants in Berlin ist alles andere als eine Neueröffnung. Das FES gibt es schon seit vielen Jahren. Doch ich habe es erst 2022 dank Freunden entdeckt.
Konzept des FES
Das Fes – turkish BBQ bietet dir genau das, was der Name schon verspricht. Doch was genau heißt denn „turkish BBQ“?
Nun, wie es sich für ein BBQ gehört, wird gegrillt. Doch statt einem Grillmeister an einem großen Grill, werden im FES die Gäste selbst zu ihren Grillmeistern. Das machen kleine in die Tische eingebaute Grills möglich.
Was gegrillt wird, entscheidet man auch selbst. Im Menü sind diverse Optionen zu finden, wie unter anderem auch Black Angus Rind oder Lammkeulen in einer 5-Kräuter-Mischung.
Damit könnte die Geschichte zum FES aufhören, aber auch wenn das Fleisch für viele sicher ein Highlight ist, fängt es für mich jetzt erst an richtig interessant zu werden. Denn der Grund, warum das FES für mich ein Berlin Foodie Insider Tipp ist, sind vor allem die knapp 20 verschiedene Mezze auf der Karte.
Diese kleinen Speisen sind perfekt zum Teilen, dippen und probieren. Deshalb empfiehlt es sich auch mind. mit 4 Personen im FES essen zu gehen. Umso mehr Leute, umso mehr Mezze kann man probieren.
Wir waren zu viert und haben zwei Runden gemischtes Fleisch und alle bis auf 2 Mezze bestellt. Vier hungrige Foodies eben, die unbedingt alles ausprobieren wollten.
Und oh man war das göttlich! Ehrlich, man verpasst was, wenn man das nicht einmal ausprobiert hat.
Mir läuft jetzt, Wochen später, immer noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an die eingelegten Paprika mit Birne und Senfkörner, die knusprigen türkischen Tortellini und auch den hausgemachten Ayran denke! Gegrillte Habaneros, gegrillte Knoblauchwurst und die hausgemachte Zitronenlimo mussten von uns ebenso bestellt werden und haben absolut nicht enttäuscht.
Einziges Manko bei so vielen leckeren Hauptgängen: Man vergisst Platz für den Nachtisch zu lassen. Dabei würde sich das lohnen. Neugierig, wie wir waren, haben wir uns den also trotz bereits fortschreitender Sättigung auch noch gegönnt. Wer kann auch schon warmen Grießpudding oder karamellisierten Aprikosen widerstehen? Dazu noch ein türkischer Kaffee und der Abend findet sein perfektes Ende!
4. Tadschikische Teestube – Teezeremonie in besonderer Atmosphäre
Wenn wir über besondere Restaurants in Berlin sprechen und dabei auch die Räumlichkeiten und Atmosphäre einfließen lassen, muss noch ein Name auf diese Liste, den ich einfach nie richtig aussprechen kann: Die Tadschikische Teestube.
Na, ist deine Zunge auch gerade gestolpert? Nicht so schlimm. Google hat mittlerweile gelernt, dass diese so oft gesuchte Adresse, immer zu korrigieren ist. Denn die Scharen an Fans vertippen sich wohl oft.
Atmosphäre in der Tadschikische Teestube
Ich kenne das Lokal schon seit über 15 Jahren, wobei es anfänglich noch unter einer anderen Adresse zu finden war. Die Holzvertäfelungen, Sitzkissen auf dem Boden und ausgefallenen Teemenüs bilden genau die Mischung, die dem Namen „Teestube“ gerecht werden. Hast du schon einmal Zitronat oder Marmelade zum Tee konsumiert oder gar einen Vodka Shot zwischen den Tees getrunken? Nein? Dann wird es Zeit!
Getränke und Speisen in der Tadschikische Teestube
Hier lernst du, die Art des Teetrinkens in den ehemaligen Sowjet-Regionen.
Wem die zur Teezeremonie gereichten Kekse nicht reichen, dem empfehle ich sich auf der Hauptspeisen-Karte umzuschauen. Darunter findet man beispielsweise Blinys (deftig gefüllte Pfannkuchen) und Warenikis (Nudeltaschen mit Kartoffelfüllung).
5. Sphere by Tim Raue – Essen mit Aussicht im Fernsehturm
Es gibt Orte, die besucht man nicht wegen des Essens – sondern trotz des Essens. Genau so war es lange beim Restaurant im Berliner Fernsehturm. Der Ausblick von ganz oben? Großartig. Der Restaurantbesuch? Eher enttäuschend.
Mit der Neueröffnung unter dem Namen Sphere by Tim Raue hat sich das deutlich verbessert. Zwar stammt das neue Konzept vom bekannten Berliner Sternekoch, doch serviert wird keine Sterneküche – sondern bodenständige deutsche Klassiker mit einem Hauch Finesse.
Es gibt Königsberger Klopse, Berliner Schweineschnitzel und auch eine vegane Alternative. Gut gemacht und lecker. Der Broiler hatte in unserem Fall zwar eine super knusprige Haut, war aber leider sehr trocken. Daher meine Empfehlungen auf der Speisekarte: Marinierte Rote Beete, Soljanka, Königsberger Klopse vom Kalb und das Eisbein.
Der Service war bei meinem Besuch freundlich, aber noch nicht top organisiert. Vielleicht spielt sich das noch ein.
Was bleibt, ist die wohl beste Lage der Stadt und gute Küche. Wer sich einen spektakulären Blick auf Berlin gönnen möchte und dazu eine kulinarische Begleitung sucht, wird hier fündig. Wer jedoch in erster Linie richtig gut essen will, dem empfehle ich ein anderes Restaurant – zum Beispiel das Klinke in Kreuzberg.
6. The Knast -Fine Dining im ehemaligen Gefängnis
Der Neuzugang unter meinen besonderen Restaurants in Berlin ist nicht nur wegen seiner Küche beachtenswert, er sticht auch noch durch die Lage und das Gebäude hervor. Denn warst du schon einmal in Lichterfelde Süd essen und vor allem: Warst du schon einmal in einem Gefängnis? Die Wahrscheinlichkeit, dass du beides mit nein beantwortest ist groß und so wartet hier noch viel Neues auf dich!
Atmosphäre in The Knast
Gute hundert Jahre war das Gebäude in der Söhtstraße 7 ein Gefängnis, bis eine moderne Haftanstalt an anderer Stelle gebaut, die Gefangen umgesiedelt und das Gefängnis 2010 geschlossen wurde. Seitdem wurde das Gebäude für verschiedene Zwecke genutzt. Vor wenigen Jahren begann dann die Sanierung. Heute dienen die Räume zwischen den dicken Mauern als Restaurant, Bar, Eventlocation und demnächst sogar als Hotel.
Graue kalte Betonwände und Gitterstäbe sind wohl das Erste, was einem bei dem Gedanken an ein Gefängnis zum Interior in den Sinn kommt. Good News: The Knast vermittelt in seinem neuen Gewandt als Restaurant so gar kein ungemütlich Feeling. Ganz im Gegenteil. Dunkel gestaltete Räume, mit gezielter Lichtsetzung, cognac farbenen Lederstühlen und Wildblumen auf den Tischen sorgen für eine sinnlich-gedämpfte Stimmung.
Getränke und Speisen
Wenn ein Restaurant bei seinem Erstbesuch von FALSTAFF direkt mit 89 Punkten bewertet wird, soll das was heißen!
Die übersichtliche Karten bietet feinste Speisen, die sich zu 4-6 Gänge Menüs kombinieren lassen. Zu meiner Freude wird man auch als Vegetarierin fündig und kann sich dem Gaumengenuss voll hingeben.
In anderen Restaurants ist die einzige vegetarische Option zumeist ein mächtiges Risotto, welches einen direkt ins Schlafkoma versetzt. Auch in The Knast steht ein Risotto-Reis-Gericht zur Wahl, doch wäre es nicht so benannt, hätte ich es als solches wohl nicht erkannt. Der Edelreis kommt als knuspriger Würfel daher und wird von knackigem Haselnuss-Rosenkohl sowie Parmesanschaum begleitet. Ein Gedicht! Von dem ich noch lange schwärmen werde.
Und wenn man schon von Risotto schwärmt, dann braucht es nicht viel Fantasie, um zu erahnen, wie gut der Hamachi (Fisch) oder das Black Angus (Fleisch) sind.
Kommt, gönnt, genießt und schwärmt!
Passend dazu wird eine schier endlose Auswahl an feinsten Weinen geboten, es ist wahrlich für jeden Geschmack der passende Tropfen vorhanden. Auch für Nicht-Alkoholische Überraschungen wird gesorgt. Der alkoholfreie „Dirty Jo’s“ mit floralen Gin, spicy Rum und Olivenwasser klingt so schräg, dass neugierige Menschen wie ich, direkt wissen, was sie zum Anstoßen bestellen werden.
7. Klinke – Deutsche Tapas
Die Deutsche Küche kann sehr lecker sein, ist aber oft üppig und doch etwas zu viel. Schade eigentlich. Wie cool wäre es, wenn man die Gerichte kleiner machen würde, so dass man sowohl Freunden aus anderen Ländern als auch sich selbst die Vielfalt der deutschen Küche schmackhaft machen könnte ohne danach nur noch rollen statt gehen zu können? Gute Idee? Genau das müssen sich die Geschwister Moritz, Jette und Lilo Klinkenberg wohl auch gedacht haben, als sie ihr Konzept für das Klinke konzipiert haben.
Das helle moderne Restaurant in Berlin Kreuzberg bietet nämlich genau dafür die Antwort: Deutsche Tapas. Rouladen, Gurkensalat, Königsberger Klopse – alles kommt in kleinen Happen statt Festtatsportionen. Ideal, um mehrere zu bestellen, zu teilen und so alles einmal durchzuprobieren.
Bei der Auswahl der Zutaten wird Wert auf Qualität und Regionalität gelegt. So kommt das Wild beispielsweise aus dem Spreewald.
Gerichte der Woche ergänzen die All Time Favorites um ausgefallene saisonale Feinheiten und motivieren zum ständigen wiederkommen. Es gibt schließlich immer was (Neues) zu schlemmen. Und das nicht nur zum Dinner, sondern Samstags und Sonntags auch zum Brunch.
8. Kreuzberger Himmel
Manche meiner liebsten besonderen Restaurants in Berlin befinden sich in einer einzigartigen Location, andere bieten ausgefallene Menüs, doch dieser Tipps glänzt durch was ganz anderes: Menschlichkeit.
Im Kreuzberger Himmel glaubt man daran, dass Integration funktionieren kann, wenn man dafür sorgt, dass Geflüchtete Aufgaben haben, sich einbringen können und zusammen mit Deutschen Seite an Seite arbeiten. Während gemeinsam gekocht wird, entstehen nicht nur Leckereien mit orientalischen Ursprung, auch zwischenmenschliche Verbindungen werden geknüpft und es wird voneinander gelernt. Wurde reichlich Erfahrung gesammelt, haben Mitarbeitende aus Küche und Service die Grundlage geschaffen, um auch in anderen Restaurants und Hotels der Stadt arbeiten zu können.
Ein schönes Bespiel dafür, wie gut Integration funktioniert, wenn man sie nicht nur in Form von Flüchtlingsheimen und Deutschkursen denkt.
Für dich als Gast bietet der Kreuzberger nicht nur eine Option ein solches Projekt zu unterstützen, sondern deinen Gaumen auf eine aromenreiche Fernreise zu schicken.
Samtweicher Hummus, Kibeh mit Joghurtsauce und auch Baba Ganoush – hier kommt wahres Soul Food auf den Teller. Kulinarische Einflüsse stammen aus den Heimatländern der Mitarbeitenden: Syrien, Afghanistan, dem Irak und Pakistan.
Für mich ist der Kreuzberger Himmel der ideale Ort, um sich ganz unaufgeregt mit Freunden zu treffen, Vorspeisen Teller zu teilen und dabei nicht mehr aus dem Quatschen rauszukommen.
9. Michelberger Farm – Kulinarischer Ausflug in den Spreewald
Du hast Lust, deine kulinarischen Erlebnisse etwas auszudehnen und auch das Umland von Berlin miteinzubeziehen? Gute Entscheidung! Besonders lohnt es sich für meinen Geheimtipp im Spreewald: Die Michelberger Farm.
Nur knapp zwei Stunden von Berlin entfernt liegt ein Ort, der so besonders ist, dass man ihn nicht beschreiben kann, ohne ins Schwärmen zu geraten. Erst recht nicht, wenn man – wie ich – seit dem ersten Besuch verliebt ist.
Zwischen Feldern und Wäldern betreibt das Berliner Michelberger Hotel hier ein ganz eigenes Projekt – mit Permakultur, Food Forest, Gemeinschaftssinn und einer Menge Herzblut.
Du kannst in gemütlichen Zimmern mit Gemeinschaftsbad, in Ferienhäusern und Apartments übernachten und die Idylle des Spreewalds genießen. Doch auch ohne über Nacht zu bleiben, steht dir die Michelberger Farm offen. Für eine Führung durch den spannenden Nahrungswald und ebenso zum Schlemmen!
Konzept der Michelberger Farm
Sowieso ist die Michelberger Farm ein Ort des Willkommens. Das Konzept basiert auf der Idee, dass Menschen, die sich bisher nicht kannten, in den Austausch kommen. Deshalb gibt es statt vieler kleiner Tische im Innenbereich, eine lange Tafel. Während man sich Salatschüsseln reicht, kann man so mit den bisher unbekannten Sitznachbarn ins Gespräch kommen.
Und sonntags wird daraus ein kulinarisches Erlebnis, das weit über den klassischen Ausflug ins Grüne hinausgeht.
Ab 14 Uhr beginnt der Nachmittag entspannt mit hausgemachtem Kuchen und Kaffee. Später folgen Speisen vom Grill, die direkt vor Ort zubereitet werden. Sowohl Fleischesser als auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten! Lecker und schön angerichtet.
Gekocht wird, was gerade Saison hat – vieles davon kommt direkt aus dem eigenen Garten oder von Höfen in der Umgebung. Das Menü ist überraschend, regional und kreativ. Wer möchte, kann sich dazu noch ein feines Getränk ordern, wahlweise auch mit hauseigenen Likören.
Zwischen den Gängen lehnt man sich zurück und genießt das Zusammenspiel aus Natur, Essen und Ruhe.
Auch ein Gang durch den Nahrungswald lohnt sich. Wer bis ganz hinten durchläuft findet meinen Lieblingsspot: die Hängematte. Mehr Idylle als hier, geht gar nicht. Wenn man das Rauschen der Blätter und das Summen der Insekten hört, ein Schmetterling Hallo sagt, der Stachelbeerkuchen im Bauch genauso für Zufriedenheit sorgt wie der Ausblick, auf den kulinarischen Abend.
Wer die Stadt für einen Tag hinter sich lassen will, findet hier genau das richtige Maß aus Einfachheit und Qualität.
Karte – besondere Restaurants in Berlin
Ich hoffe mindestens eines der besonderen Restaurants in Berlins hat dich so sehr angesprochen, dass du nun weißt, wo du einen Tisch reservieren solltest. Falls du lieber nach Nähe zu deinem Standort entscheiden willst, kommt hier auch noch die passende Karte! Ich sage auf jeden Fall schon mal: Bon Appetite.
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GRÜNDERIN
Nicole Bittger
Reisesüchtige Foodie & Coffee Nerd aus Berlin mit großer Fotoleidenschaft, einem Herz für Tiere und die Natur.
Mit Nicoles Neugierde auf die Welt und ihrem ersten Sabbatical erblickte auch PASSENGER X das Licht der Welt. Ein halbes Jahr Abenteuer in China, Japan und Europa führten dazu, dass dieser Blog mit Leben gefüllt wurde. Um ein Jahr später fünf Monate lang solo durch das bunte Südamerika zu touren, kündigte Nicole schließlich ihren sicheren Konzernjob. Seitdem arbeitet sie selbstständig und ist Vollzeitbloggerin.
Ob sie jemals genug vom Reisen haben wird? We doubt it!
Fun Fact: Nicoles Herzensland ist Grönland. Dort hat sie noch das wahre „Weit-Weg-Gefühl“.


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