Bolivien, Reisen, Südamerika

3 Gründe, warum du Santa Cruz de la Sierra besuchen solltest

Santa Cruz (de la Sierra) ist nicht gerade die erste Stadt, welche einem empfohlen wird, wenn man einen Bolivien Reiseführer aufschlägt. Zu groß, zu laut, zu stickig, denken sich wohl die Meisten. Recht haben sie durchaus, doch natürlich gibt es in und um Santa Cruz Dinge, die einen Besuch wert sind. Welche? Das verrate ich dir in diesem Artikel. Du kannst ja dann selbst entscheiden, ob dir das reicht, um der 3,4 Millionen Einwohner Stadt einen Platz in deiner Bolivien Reise einzuräumen.

Santa Cruz de la Sierra (Bolivien) haben nur wenige auf ihrem Plan, wenn es nach Bolivien geht. PASSENGER X verrät dir, warum es sich trotzdem lohnt.

1. Klassisches Sightseeing in Santa Cruz

Ein erster Stadtspaziergang sollte die folgenden Orte beinhalten: den Plaza 24 de Sieptembre, den Parque El Arenal und die Kathedrale. Ist das erst einmal absolviert, kannst du dich auf die kulinarischen Genüsse konzentrieren.

2. Kulinarische Genüsse in Santa Cruz

Wie wäre es zum Beispiel mit einem „Tres Leche con Brownie“ Eis? Na, klingt verlockend oder? Diese Köstlichkeit bekommst du bei Vaca Fria. Wer Lust hat einheimische Früchte zu probieren, sollte sich an Achachairú versuchen, denn die stammen nicht nur aus Bolivien, du findest sie auch fast nur hier. Geschmacklich kann ich sie nur schwer mit irgendwas Anderem vergleichen: du musst sie wohl einfach mal probieren. Zur Mittagszeit kannst du auf dem Mercado Nuevo mit Einheimischen in einer der vielen Garküchen essen. Quinoa Suppe und reichlich fleischlastige Hausmannskosten stehen zur Auswahl.

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Begibt man sich online auf die Suche nach gutem Kaffee in Santa Cruz, so wird einem schnell das „Be Coffee“ vorgeschlagen. Das ist auch wirklich nicht verkehrt. Doch noch deutlich besser und auch räumlich bedeutend schöner ist das Patrimonio Café. Hier versteht man was von der braunen Bohne und nicht nur das gemütliche Zimmer im schicken Wohnzimmerstyle, sondern vor allem auch der tolle Innenhof laden zum Verweilen ein.

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Was jetzt kommt, mag merkwürdig klingen, aber in Boliven habe ich seit Langem mal wieder richtig gut Italienisch gegessen. Zum einen in Sucre und zum anderen hier in La Paz. Super leckere Pasta bekommst du bei „La Bella Napoli“.

Und dann noch das: die Acai Bar. Wer das noch nicht kennt: Acai ist eine Frucht, die dank ihrer Inhaltsstoffe zum Superfood gezählt wird. Wie auch in Brasilien kannst du diese besonere Beere in Form von Bowls und Shakes in Santa Cruz genießen. Mein Favorit: der Acai Shake mit Hershley Schokolade – verboten gut!

Hingegen oft empfohlen von mir aber als viel zu trocken und öde empfunden sind die Salteñas bei „Todo Integral“. Meiner Meinung nach brauchst du die nicht probieren. Meilenweit besser und wirklich zum niederknien sind hingegen die Salteñas in Sucre.

Meine kulinarischen Tipps für Santa Cruz zusammengefasst:
• Eis bei Vaca Fria
• Früchte „Achachairú“ probieren
• Mittag auf dem Mercado Nuevo
• Großartiger Kaffee und tolle Atmosphäre im Patrimonio Café
• Richtig gute Pasta bei La Bella Napoli schlemmen
• Superfood in der Acai Bar genießen

Verhungern und verdursten musst du in Santa Cruz also schon einmal nicht und etwas Sightseeing kannst du auch machen. Doch der eigentliche Grund nach Santa Cruz zu kommen ist die Natur in der Umgebung.

3. Einmalige Nationalpark bei Santa Cruz

Wenn die bisherigen Tipps noch kein Grund für dich sind, hierher zu kommen, dann aber sicher die nachfolgenden. Denn was sicher deutlich reizvoller ist, sind die Nationalparks, welche du von Santa Cruz (de la Sierra) aus ansteuern kannst.

Ganz vorn: der Amboro Nationalpark. So groß, dass du direkt einige Nächte dortbleiben kannst. Über 1.000 verschiedene Arten an Vögeln und Affen sowie Bären erwarten dich.

Weiter geht es mit dem Kara-lya Nationalpark, dem größten Nationalpark Boliviens, in dem auch Pumas und Jaguare leben. Dies ist der einzige Nationalpark in Amerika, der von indigenen Menschen geführt wird.

Und gerade mal eine Stunde mit dem Taxi oder Bus entfernt, liegt der Lomas de Arena – ein Sanddünen Park. Mit der roten Buslinie 21 (Ticket kostet 2 Bol) oder dem Taxi dauert die Fahrt ca. eine Stunde. Angekommen zahlst du an einem sehr unspektakulären Eingang einen fast schon symbolischen Eintrittspreis von 10 Bol und läufst dann rund sieben Kilometer bis zu den Dünen. Hier angekommen und auf die erste Düne geklettert, zeichnet sich vor dir ein wunderschönes Bild von Sanddünen und kleinen in ihnen versteckten Oasen ab.

Santa Cruz de la Sierra (Bolivien) haben nur wenige auf ihrem Plan, wenn es nach Bolivien geht. PASSENGER X verrät dir, warum es sich trotzdem lohnt.

Hinsetzen und eine Weile die Einsamkeit genießen.

Denn dieser Park ist nur wenig besucht und so würde es mich nicht wundern, wenn du sogar gerade der einzige Besucher auf den Dünen wärst. Wenn du zurück auch den Bus nimmst, hast du dieses Highlight für unter 15 Bolivianos, also unter 2 Euro erlebt.

Tipp für Lomas de Arena:
Sonnenschutz, Wasser, Snack und Mückenschutz nicht vergessen.

Wer keine Lust hat diese Tour auf eigene Faust zu unternehmen und vom Eingang aus so lang zu laufen, der kann sich auch in geführte Touren einbuchen.

Meine Tipps für Nationalpark Touren zusammengefasst:
• Amboro Nationalpark
• Kara-lya Nationalpark
• Tour zum Dünenpark Lomas de Arena

Ich denke mit all diesen Naturspektakeln ist Santa Cruz de la Sierra nun doch interessanter geworden, oder? Fragt sich nur noch was Bolivien kostet, wie du hinkommst, und wo du übernachten sollst.

Was kostet Bolivien
Bolivien ist ein recht armes Land und so steht der BOL für uns Europäer sehr günstig. Du kannst dich locker für 10 Euro am Tag verpflegen und rechnet man dann noch eine Hostelübernachtung für ca. 13 Euro dazu, hast du einen Tag ohne Touren schon für 23 erlebt.

Günstige Flüge nach Santa Cruz de la Sierra
Von Berlin findest du bei Skyscanner schon Flüge ab 622 Euro (Hin – und Rückflug). Bist du schon in Südamerika unterwegs, bietet sich je nach Distanz auch ein Bus an.

Die richtige Unterkunft in Santa Cruz
Wer eher günstig reist wird sich im Backpacker Bed & Bar wohlfühlen, für alle anderen bietet booking.com 164 Hotels* in Santa Cruz an.

 

Santa Cruz de la Sierra (Bolivien) haben nur wenige auf ihrem Plan, wenn es nach Bolivien geht. PASSENGER X verrät dir, warum es sich trotzdem lohnt.

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7 Kommentare

  1. Christine

    6. Mai 2018 at 19:57

    Du hast mich überzeugt, Santa Cruz de la Sierra scheint einen Besuch wert zu sein! Südamerika steht ganz weit oben auf meiner Wunschliste, ich hoffe, es passt bald mal 🙂 Danke für die tollen Tipps – das Eis klingt traumhaft!

    1. Nicole von PASSENGER X

      7. Mai 2018 at 7:32

      Liebe Christine,
      Südamerika lohnt sich auch in Summe wirklich sehr:) Also auf auf zu neuen Abenteuern.
      Liebe Grüße
      Nicole

  2. Diana

    6. Mai 2018 at 8:21

    Hallo Nicole,
    eine Südamerika-Reise steht bei mir länger nicht auf dem Plan. Aber wer weiß: Pläne können sich ja ändern. Ganz besonderes interessieren würde mich der Amboro Nationalpark mit den vielen Vogelarten!
    LG Diana

    1. Nicole von PASSENGER X

      7. Mai 2018 at 7:33

      Liebe Diana,
      es ist doch immer gut zu wissen, dass es so einige schöne Orte auf dieser Erde gibt und wer weiß, vielleicht treibt es dich ja doch eines Tages dorthin.
      Liebe Grüße
      Nicole

  3. Ricarda Christina Hollweg

    30. April 2018 at 20:47

    Hallo Nicole,
    Bolivien reizt mich schon seit längerem unglaublich. Von der Stadt Santa Cruz de la Sierra habe ich aber tatsächlich noch nie etwas gehört. Mich würde vor allem der Nationalpark in der Umgebung anziehen. Sehr interessant…
    Liebe Grüße
    Ricarda

    1. Nicole von PASSENGER X

      1. Mai 2018 at 12:36

      Liebe Ricarda,

      dann passt der Artikel für dich ja perfekt. Wenn du dann in die Reiseplanung gehst, kann ich dir nur empfehlen zur Karnevalszeit Oruro mitzunehmen. Der Karneval dort zähl sogar als Unesco Kulturerbe. Richtig schön!
      Liebe Grüße
      Nicole

  4. Sabine von Ferngeweht

    25. April 2018 at 15:38

    Danke für die Tipps. Wir waren damals auch nur zwei Tage nach unserer Ankunft dort – für die Stadt selber eigentlich schon zu viel. Aber wir haben am Ende unserer Reise noch ein paar Tage in Samaipata im Amboro Nationalpark verbracht. Ist aber nicht gerade um die Ecke.

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