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Wild Camping Portugal – Road Trip Route & Tipps von Faro bis nach Porto

Jede Nacht woanders parken und übernachten. Morgens die Türen aufmachen und direkt auf‘s Meer oder aber in den Pinienwald hineinschauen – einfach großartig. Portugals Küste voll und ganz genießen, einen Strand nach dem anderen erobern, die hübschesten Orte erkunden und dabei immer flexibel bleiben. Das macht einen Road Trip und das Wild Campen in Portugal aus.

Wir sind mit dem gemieteten Campervan von Faro bis nach Porto gefahren, haben Orte besucht, in wir uns schon bei unserem ersten Europa Wild Camping Abenteuer verliebt hatten und haben dazu auch noch ganz neue Lieblingsorte entdeckt. Die Route von meinem Helden und mir, unser absoluten Lieblingsspots und Tipps für die schönsten Strände sowie spannendsten Sehenswürdigkeiten – das gibt es alles jetzt für dich in diesem Portugal Wild Camping Artikel.

Wild Camping Portugal – erlaubt oder verboten?

Einmal bei Insta den richtigen Hashtag eingegeben und schon erreicht dich eine Bilderflut von Portugal Wild Camping Bildern. Da könnte man fast meinen, das Wild Campen wäre in Portugal erlaubt. Ist es aber nicht. Das möchte ich hier einmal vorneweg klar stellen. Offiziell ist das abstellen deines Wohnmobils oder Campervans zum Zwecke der Übernachtung außerhalb von Campingplätze nicht erlaubt. Jedoch wird es vielerorts geduldet.

Was heisst das konkret? Solang du an einer unauffälligen Stelle, weit weg von Verbotsschildern stehst und dich respektvoll verhältst, wird man dich meist auch dort übernachten lassen. Wir wurden so kein einziges Mal ermahnt oder gar verscheucht.

Wie es mit den Bestimmungen zu Wildcampen genau aussieht und was andere europäische Länder dazu sagen, erfährst du in meinem Wildcampen in Europa Artikel.

Wild Camping Portugal - Road Trip Roude & Tipps von Faro bis nach Porto

Wild Camping Portugal – aber bitte respektvoll

Worauf ich jedoch noch kurz eingehen möchte ist das Thema respektvoller Umgang mit der Umgebung. Ich persönlich denke ja immer, wenn man sich an einem Ort erfreut, möchte man doch dass er so schön bleibt, doch leider scheint das nicht allen so zu gehen. Denn immer wieder findet man Wild Camping Plätze, die stark verschmutzt wurden. Da hängt dann WC-Papier in den Büschen, Flaschen, Essensreste, Zigarettenreste oder auch Fäkalien – all das habe ich schon direkt an solchen Plätzen rumliegen sehen. Und das macht mich wütend und traurig. Wenn man schon das Privileg genießt an solch tollen Orten kostenfrei übernachten zu können, dann sollte man sich doch auch entsprechend benehmen.

Auch das Geschäft wird bitte nicht einfach direkt neben dem Stellplatz verrichtet und dann das Papier dort gelassen. Im Idealfall wird verbuddelt, was nicht flüssig ist und das WC-Papier einfach einmal mit sauberen umwickelt und anschließend in die eigene Mülltüte getan. Zwar löst es sich theoretisch auch in wenigen Wochen in der Natur auf, aber nur bei idealen Wetterbedingungen und außerdem sind selbst 4 Wochen ein langer Zeitraum. Stehen an einem Abend beispielsweise nur fünf Camper an einem Platz und von allen fünf Campern benutzt jeweils nur eine Person WC Papier für das Geschäft in freier Natur, so finden sich am Ende einer Woche bereits 35 WC Papier Haufen an diesem Platz. Und leider sieht es oft auch genau so aus. Man kommt an einem Platz an und obwohl dieser landschaftlich hervorragend ist, muss man sich doch schnell ärgern. Die Vorgänger der letzten Tage und Wochen haben sich für ihr Geschäft nicht weit vom Platz entfernt und auch nichts verbuddelt oder wieder mitgenommen.

Deshalb mach du es bitte anders und denke auch an die nächsten Camper und vor allem auch an die Natur und die Locals. Schließlich möchtest du doch auch nicht, dass dir jemand daheim in den Vorgarten, den nächsten Park oder deine Straße sch* und überall Müll sowie WC Papier hängt.

Wild Camping Portugal - Road Trip Roude & Tipps für die Algarve

Für uns hieß das ganz klar sämtlichen selbst verursachten Müll in die eigene Mülltüte zu schmeißen und diese mitzunehmen. Auch haben wir versucht die Plätze sauberer zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben. Einfach mal eine Mülltüte schnappen und ggf. eine zweite, um sie über die Hände zu streifen und los geht’s: Müllsammeln. Denn man kann sich darüber ärgern, wie sich andere benehmen, man kann aber auch zusätzlich etwas tun, damit sich Anwohner und andere Wild Camper  wieder wohler fühlen.  

Wild Camping Portugal - Road Trip Roude & Tipps von Faro bis nach Porto

Wild Camping Portugal – so findest du die schönsten Stellplätze

Die Frage aller Fragen beim Wildcampen ist wohl, wie man traumhafte möglichst einsame Stellplätze findet. Ein wenig muss ich dir den romantischen Zahn wohl direkt ziehen: du denkst über einen Camper Trip nach, wir haben ihn gemacht und hunderte oder abertausende andere auch. Das Thema Campervans ist schon längst ein riesiger Trend und so sind Stellplätze nur noch in den seltensten Fällen einsam. Dennoch können sie super schön sein.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps von Faro bis nach Porto

Doch wie findest du nun schöne Wild Camping Stellplätze?

Zunächst einmal kannst du dich schlicht und einfach vor Ort auf die Suche begeben. Eine Fahrt entlang der Küstenstraße mit Blicken in abgehende kleinere Straßen und Wege kann beispielsweise zu tollen Funden entlang der Algarve führen. Wir haben so unseren absoluten direkt an einer Klippe gefunden.

PASSENGER X empfiehlt dir die coolsten Spots für eine Europa Autoreise mit dem Camper Van. Mit dabei ein toller Stellplatz am Praia do Amado.

Du kannst auch ein wenig gezielter unterwegs sein und einen Blick auf die Satellitenversion von Google Maps werfen. Dabei kommt man schon eine Idee, wo man ggf. gut parken könnte. 

Die einfachste Variante ist es die App Park4Night zu verwenden. Dort kannst du dir nach aktuellem Standort oder aber auch über die Standort Suchmaske alles anzeigen lassen, was sich im Umfeld befindet und bereits von anderen Reisenden getestet wurde. Das reicht von offiziellen Campingplätzen und auch Servicestationen bis hin zu Picknickplätzen und Wild Camping Plätzen. Die Anwendung ist in der Standardausführung kostenlos und wirklich super hilfreich. Die Stellplätze sind zumeist mit Bild und kurzer Beschreibung oder gar Bewertungen hinterlegt und du kannst dir darüber hinaus auch eine Route anzeigen lassen.

Wild Camping Portugal – Route & Sehenswürdigkeiten

Knapp 1.200 Kilometer sind wir in unseren 9 Tagen auf diesem Road Trip gefahren. So haben wir alles gesehen, was uns interessierte und zeitgleich die mit der Autovermietung abgemachten maximal Kilometer eingehalten. Wir haben jedoch auch keinen Abstecher ins Landesinnere gemacht und mussten zudem die Region Lissabon coronabedingt auslassen. Zum Zeitpunkt unserer Reise war dort gerade wieder die Ausganssperre und Quarantäne verhängt worden.

Lagos und seine engen Gassen

Wild Campen in Portugal - Road Trip Route & Tipps für Lagos
Die Altstadt von Lagos

Mit dem Flieger sind wir in Faro gelandet und haben dort direkt unseren Camper übernommen. Dann ging es auch schon raus aus der Stadt. Die Nacht haben wir auf einem Stellplatz nahe den Klippen in der Nähe von Lagos verbracht. Denn Lagos stand für Tag 2 auf unserem Programm und das hat uns direkt einen sehr aufregenden Start beschert aus dem sich ein nett gemeinter Ratschlag an dich ergibt:

Ganz wichtig bei Lagos und überhaupt vielen südländischen kleineren Städten: Fahre nicht mit großen Vans in die Stadt hinein. Die Altstadtgassen sind mörderisch eng und oft nur in eine Richtung zu befahren. Wenden ist ausgeschlossen und so nimmt man dort schnell eine Ecke mit oder bleibt stecken. Suche daher möglichst immer große Parkplätze außerhalb der Altstadt. Wir sind selbst aus Versehen in eine Straße hineingefahren, die dann zur engen Gasse wurde, welche dann in ein gefühltes Labyrinth aus fürchterlich kleinen Gassen führte und meinem fahrenden Helden wirklich Nerven kostete.

Wild Campen in Portugal - Road Trip Route & Tipps für Lagos

Auf den Schreck mussten wir uns erst einmal mit einem leckeren Frühstück und einem richtig guten Kaffee im Coffee & Waves beruhigen. Das süße Café kann ich dir im Übrigen nur empfehlen! Super freundliche Angestellte, echt guter Kaffee und richtig leckere Frühstücksgerichte – so sollte ein Tag eigentlich immer starten.

Wild Campen in Portugal - Road Trip Route & Tipps für Lagos

Aber auch sonst ist Lagos einen Besuch wert. Die niedliche Altstadt mit ihrem umfangreichen Angebot an Geschäften und Restaurants lädt zum Bummeln ein und strahlt eine gewisse Gemütlichkeit aus.

Wild Campen in Portugal - Road Trip Route & Tipps für Lagos

Algarve Sehenswürdigkeiten

Von Lagos aus ging es für uns weiter an die Algarve. Die Region Portugals, deren Sehenswürdigkeiten vor allem ihre unzähligen wunderschönen Strände und Klippen sind. Egal ob Surfer, Sonnenanbeter oder Familie – alle finden hier ihren Lieblingsstrand, wenn man sich denn entscheiden kann.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps von Faro bis nach Porto

Einige unserer Lieblingsstrände (unsortiert) sind:

Praia do Telheiro, Praia do Casteljo, Praia do Amado, Bordeiras Beach, Arrifana Beach und der Praia de Monte Clérigo, bei dem in der Nähe auch unser Lieblingsstellplatz ist. Einfach mal die Türen vom Van auf und auf’s Meer starren. Bei Wellenrauschen einschlafen und auch wieder aufwachen – ach ja, das Leben kann schon traumhaft sein. Und das muss man auch mal genießen.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps für die Algarve
Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps von Faro bis nach Porto

Auch Gastautor Björn hat seine sechs liebsten Strände an der Algarve für dich zusammengefasst und dabei den Fokus vor allem auf Badestrände gelegt.

Und noch ein kleiner Tipp: Pack einen Pulli ein. Auch wenn es im Sommer in Portugal tagsüber sehr warm wird, so sind die Morgende und Abende an der Algarve durchaus kühl.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps für Peniche
Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps für Peniche

Peniche, Obidos & die Lagune von Obidos und Consolação

Lissabon und die Region drumherum mussten wir coronabedingt auslassen. Deshalb ging es für uns von der Algarve aus direkt weiter nach Ferrel bei Peniche, wo uns bereits Freude erwarteten, die sich dort niedergelassen haben.

Die Region um Peniche ist ein absoluter Surfer Hot Spot. Kein Wunder angesichts der vielen Strände mit meist ganz passablem Wellengang.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps von Faro bis nach Porto

Die Halbinsel Peniche selbst zeichnet sich zudem durch ihre dramatisch auseinanderklaffenden Klippen sowie tolle Bademöglichkeiten aus. All das entdeckt man wunderbar, wenn man einfach die Rundstraße einmal entlangfährt.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps für Peniche
Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps für Peniche

Solltest du noch frisches Obst und Gemüse benötigen, lohnt sich ein Halt am Vormittag am Mercardo Municipal, denn dort bekommst du beides besonders frisch und günstig.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps für Obidos

Doch auch sonst bietet die Region einiges. Besonders sehenswert finde ich persönlich die Altstadt von Obidos. Die erkennt man schon aus der Ferne. Denn ihre Lage auf einem Hügel und die deutlich sichtbare komplett erhaltene Altstadtmauer verrät sie.

Ein wenig durch die süßen Gassen schlendern und die Altstadtmauer ablaufen (Achtung: nur für Schwindelfreie geeignet) – das solltest du mal gemacht haben. Vielleicht willst du dir auch einige der typischen Korkprodukte oder aber Schnaps aus der Region mitnehmen? So oder so ist Obidos einen Ausflug wert!

Direkt vor dem Altstadttor gibt es einen Parkplatz, auf den auch Camper passen.

Nicht weit weg empfiehlt sich ein weiter Stopp zum Baden, Wandern oder Picknicken: die Lagune von Obidos.

Wildcampen Portugal - Lagune von Obidos

Vielleicht wolltest du ja auch schon immer mal Kite Surfen ausprobieren oder endlich mal wieder Stand Up Paddeln? Dann bist du hier ebenso richtig, denn dank des flachen Wassers ohne großen Wellengang funktioniert das hier alles super.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps für Obidos Lagune

Die besten Pastel de Nata und auch gute Surfspots gibt es in Consolação.

Das Wichtigste zuerst: die Süßspeisen. Also man würde es diesem Laden von außen vielleicht nicht unbedingt zutrauen, doch das Versprechen unserer Freunde hat uns ausreichend Vertrauen geschenkt und sie sollten uns nicht enttäuschen: die Pasteis de Nata von O Pão Quente – Ana & Carlos Pinheiro Lda (Av. da Praia lote f 1, 2525-431 Atouguia da Baleia) sind wirklich hervorragend. Der Blätterteig ist super knusprig und die Puddingfüllung auch knusprig flambiert.

Die besten Pasteis de Nata in der Nähe von Peniche

So köstlich, dass der Held nicht anders konnte, als sich direkt mal sechs Stück der kleinen Teilchen zu ordern. Anschließend wandelte er gut gefüllt, aber auch glücklich beseelt durch Consolação.

Consolação

Eine zweite Foodie-Empfehlung, vor allem wegen der Aussicht ist das Sol é Vida. Näher am Meer geht es nicht, denn dieses kleine Restaurant wurde direkt in die Klippen gebaut. Fischliebhaber kommen hier zudem auf kulinarische Hochgenüsse

Gutes Fisch Restaurant in der Nähe von Peniche: Sol é Vida

Nazaré Sehenswürdigkeiten

Nach ein paar schönen Tagen bei unseren Freunden ging es mit dem Campervan weiter Richtung Norden. Drei Stopps wollten wir noch einlegen, bevor wir unsere Reise in Porto beendeten.

Nazaré war von Anfang an der einzige Spot, der für meinen Helden ganz klar auf dem Plan stand. Einmal wollte er sich den Ort der Big Waves anschauen, einmal mit eigenen Augen die Umgebung sehen, die er von eindrucksvollen Aufnahmen todesmutiger Surfer kannte, die hier ihr Leben für die Weltrekorde riskierten.

Zwar sind die Wellen im Sommer relativ handzahm, jedoch kann man anhand der Motive der klassischen Aufnahmen – wie dem Leuchtturm von Nazaré – die Höhe der Wellen erahnen. Der aktuelle Weltrekord der größten je gesurften Welle liegt bei unfassbaren 24 Metern!

Die Big Waves von Nazaré - ein Stopp während unseres Portugal Road Trips

Mit herkömmlichem Surfen hat das natürlich nichts mehr zu tun. Die Surfer werden mit speziellen Anzügen und Schutzwesten ausgestattet, von Jetski Fahrern auf die Wellen gezogen, weil die Wellen schon zu schnell sind, um sie zu erpaddeln und dann wird mit Bindung gesurft.

Wirklich absolut irre.

Ich weiß gar nicht, ob ich Bewunderung empfinde oder das Ganze für absoluten Selbstmord halte. Auf jeden Fall hat es was Faszinierendes. Wer sich ein paar mehr Infos dazu reinziehen möchte, kann für 1 Euro Eintritt im Leuchtturm von Nazaré diverse Surfbretter und Biografien der Big Wave Surfer bestaunen oder aber einige Zusammenschnitte der spektakulärsten Surfs schauen. In Summe ist das nett gemacht und bei dem eher symbolischen Eintrittspreis kann man sich auch nicht beschweren, wenngleich ich mir gewünscht hätte, dass die Höhe der jeweils gesurften Welle der Surfer leichter ersichtlich gekennzeichnet gewesen wären. So ist das Museum am Ende doch schon eine recht unübersichtliche Textwüste.

Nazaré Sehenswürigkeiten

Nazaré selbst ist voll und ganz auf Badeurlauber eingestellt. Ein großes Angebot an Restaurants, aber auch Shops für sämtlichen Badeurlaub-Zubehör verrät schon, dass hier mit vielen Reisenden gerechnet wird. Der lange Strand ist im Sommer gern gut gefüllt. Auch Wind hält die Sonnenanbeter nicht ab. Dann wird sich eben eines der Strandzelte gemietet und schon steht der Bräunung nichts mehr im Wege.

Strand von Nazaré_PASSENGER X_Portugal Road Trip

Einen guten Kaffee bekommst du in einer er kleineren Gassen bei Village Brunch & Coffee.

Von Nazaré sind wir weiter Richtung Norden so dicht wie möglich an der Küste entlang und haben so nach kurzer Zeit einen schönen Stellplatz in einem Kiefernwald dicht am Meer gefunden. Die Luft war herrlich, der Boden dank der vielen Tannennadeln weich.

Mitten im Kiefernwald Wildcampen in Portugal

Nur dass morgens zwei drei Männer durch den Wald liefen und an den Bäumen hackten, erschien uns zunächst merkwürdig. Also habe ich nachgelesen. In Portugal wird wieder fleißig Kiefernharz geerntet. Denn in der Forstwirtschaft findet so langsam ein Umdenken statt. Die Eukalyptuswälder. welche man jahrelang mit Hochdruck gepflanzt hat, bringen doch so einige Nachteile mit sich. Der bedrohlichste sind die vielen Waldbrände. Daher besinnt man sich so langsam auf das traditionelle Geschäft mit Kiefernharz. Und das wird eben alle zwei Wochen geerntet. Deshalb liefen die Herren im Wald umher und schlugen Kerben in die Bäume.

Das nur mal als kleiner Wissensausflug. Sowas lernt man eben, wenn man wild campt in Portugal.

Aveiro – das Venedig Portugals

Nach einem Frühstück mit Kiefernduft fuhren wir weiter nach Aveiro, auch klein Venedig Portugals genannt. Wobei ich hier sagen muss, dass dieser Kosename doch ein wenig zu viel verspricht. Venedig zeichnet sich schließlich nicht nur durch ein paar bunte Boote sondern vor allem zahllose Kanäle aus. Aveiro hat ein paar Kanäle und auf denen fahren einige bunte motorisierte Boote. Jedoch bedeutend weniger als in Venedig und ganz die Romantik wie die italienische Stadt hat das auch nicht. Nichtsdestotrotz ist es einen Halt auf der Portugalreise mit dem Camper entlang der Küste wert.

Aveiro in Portugal - auch Venedig Portugals genannt
Ein Stopp auf unserem Portugal Road Trip: Aveiro

Parkplätze gibt es auch reichlich und so spricht nichts dagegen.

Wenn du Lust auf einen Spaziergang hast, mache doch mal einen Abstecher in den Parque Dom Pedro Infante. Der ist wirklich hübsch angelegt.

Park in Aveiro

Außerdem kannst du dich in Aveiro mit richtig gutem Kaffee versorgen, bei Porta do Café. Das ist ein zugleich niedliches, super entspanntes als auch ausgezeichnetes Barista Café. Seit September 2019 ist das am Start und bietet seinen Gästen seitdem wirklich hervorragenden Kaffee. Wir haben uns dort jedenfalls wohlgefühlt, nicht zuletzt wegen des wirklich sympathischen Besitzers.

 Porta do Café in Aveiro - sehr zu empfehlen

Costa Nova – hübsche Häuschen, großartiges Eis und der perfekte Badestrand

Nur 20 Minuten von Aveiro entfernt befindet Costa Nova, bekannt vor allem für seine weiß farbig gestreiften Häuschen und den langen Sandstrand.

Hier muss man einfach auf ein Eis in der Gelateria Rimini, ein paar Fotos mit den süßen Häusern und einen ausgedehnten Spaziergang über den Steg am Strand entlang anhalten. Oder aber direkt noch ein paar Tage zum Sonnetanken ranhängen.

Und dann? Dann war es Zeit für eine letzte Übernachtung unseres Portugal Camper Van Trips die haben wir hinter den Dünen am Strand von Sao Jacinto eingelegt, bevor es dann nach Porto ging und der Campervan wieder abgegeben wurde.

Wild Camping Portugal - Road Trip Route & Tipps von Faro bis nach Porto

Porto Sightseeing

In Porto – übrigens einer meiner Lieblingsstädte – haben wir uns dann noch zwei Tage in einer schönen Airbnb Wohnung mit reichlich gutem Essen in den umliegenden Restaurants gegönnt. Ich kann dir nur empfehlen auch 3-4 Tage in Porto einzuplanen. Falls du Städten was abgewinnen kannst, so wird dich Porto sicher begeistern. Meine Insider Tipps für Porto habe ich dir auch schon zusammengeschrieben.

Weitere Empfehlungen

Reiseführer

Wenn du dich über diesen Artikel hinaus für deine Portugalreise schlau machen möchtest und so wie ich auf klassische Reiseführer stehst, dann empfehle ich dir den Marco Polo Portugal Reiseführer.*

Camper mieten

Wenn du von Deutschland aus starten möchtest, kann du tolle Campervans über Paul Camper* buchen. Wir selbst sind auf dieser Reise bis nach Faro geflogen und haben uns dort einen Camper gemietet. Auch das geht natürlich.

Equipment

Für uns unverzichtbar auf einem Road Trip: ein Adapter für den Zigarettenanzünder*. Denn damit können wir während der Fahrt zeitgleich unsere Handys oder aber auch unsere Power Banks laden, denn wer wild campt hat ja keinen Stromanschluss.

Auf welche Kleidung und Reiseausrüstung ich schwöre? Das habe ich dir alles hier zusammengefasst.

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