Allgemein, Reisen

Endlich Ruhe beim Fliegen dank elektronischer Ohrstöpsel?

In den letzten Monaten bin ich wirklich häufig geflogen. Das ist nicht nur schlecht für meine CO2 Bilanz, sondern war oft auch sehr anstrengend. Die Zeit des Fluges zum Ausruhen nutzen und schlafen? Das kann ich nicht. Zu unbequeme Sitze, zu viele Menschen und vor allem auch zu viele Geräusche. Gespräche, die um einen herum stattfinden und dann dieses ewige Brummen der Turbinen. Es stört mich nicht massiv, aber ich komme eben auch nicht so recht zur Ruhe. Manchmal nutze ich herkömmliche Ohrstöpsel, aber auch die helfen nur bedingt.

Als ich neulich gefragte wurde, ob ich Lust hätte die elektronischen QuietOns Ohrstöpsel auszuprobieren, welche die Reduzierung von sämtlichen Geräuschen aber ganz speziell von solchen im Kabinenbereich versprechen, war ich dementsprechend neugierig und habe sofort zugesagt.

Inzwischen habe ich sie sowohl auf Langstrecken- als auch auf Inlandsflügen getestet und will dir heute erzählen, ob es sich lohnt, sie dir anzuschaffen.

Zunächst einmal zur versprochenen Funktion.

QuietOns sind Ohrstöpsel mit einer Geräuschunterdrückungstechnologie, welche eine Dämpfungsstufe von bis zu 40 dB verspricht. Wie das funktioniert?

„Die aktive Rauschunterdrückung verwendet ein Mikrofon zum Abtasten des Klangs und einen Lautsprecher zum Erzeugen eines phasenverschobenen Klangs, der das ursprüngliche Geräusch aufhebt.In QuietOn befindet sich das Mikrofon, das den Klang abtastet, direkt im Gehörgang! Dies bedeutet, dass QuietOn einen genaueren Antischall erzeugen kann, welcher zu einer guten Geräuschunterdrückung am Trommelfell führt. Durch die Anordnung des Mikrofons im Luftvolumen des Gehörgangs kann QuietOn auch Schall reduzieren, der vom Gehirn in das Ohr geleitet wird.“

Dadurch soll der Stresspegel, welcher durch Motorengeräusche und Luftströmungen außerhalb sowie im Inneren des Flugzeugs erzeugt wird, reduziert werden.

PASSENGER X testet die QuietOns

Also im Prinzip elektronische Ohrstöpsel, welche die Sounds in deiner Umgebung analysieren und ihnen gegensteuern.  So das Versprechen. Klingt spannend oder?

Halten sie auch, was sie versprechen?

Bei meinem ersten Versuch konnte ich davon allerdings nicht viel merken, ehrlich gesagt kamen super viele Geräusche durch. So konnte das Produkt doch nicht gedacht sein? Also habe ich mir das Herstellervideo angeschaut und siehe da: der Fehler lag beim Anwender, also mir. Ich hatte sie schlichtweg nicht richtig eingesetzt.

Beim zweiten Mal befolgte ich die Hinweise und schwupps, gleich viel besser. Es ist nicht so, dass man rein gar nichts mehr hören würde, doch sämtliche Geräusche sind stark gedämpft und in der Tat gerade die Turbinengeräusche sind viel angenehmer. Das ist zwar kein riesiger Effekt, aber dennoch bemerkenswert. Außerdem lassen sie sich sehr angenehm tragen. Kein unangenehmes Drücken, sie fügen sich echt gut ins Ohr. Das hat mir durchaus einen etwas entspannteren Flug ermöglicht.

Da die Akkus rund 50 Stunden halten, braucht man nur selten laden und wenn, dann macht es einem die kleine Aufbewahrungsbox leicht, denn die kann direkt mit dem Ladekabel verbunden werden – ziemlich cool.

Schade finde ich allerdings, dass man die kleinen technischen Wunderwerke nicht auch als Kopfhörer verwenden und bspw. mit dem Smartphone koppeln kann. Wäre das noch möglich, hätten sie mich zu 100% überzeugt. So musste ich dann doch immer wieder zwischen Kopfhörern und QuietOns wechseln.

Hinzu kommt ein recht stattlicher Preis von 179 Euro. Was die QuietOns zu einem Produkt machen, welches wohl vor allem berufliche Vielfliegern interessant ist, für die auch die kleinen Unterschiede eine große Wirkung haben können. Weniger spannend sind sie meiner Meinung nach für Urlaubsreisende, welche sie nur selten verwenden würden.

Bei mir landen sie auch für den nächsten Flug wieder im Handgepäck, so viel steht fest.

Das Produkt wurde mir vom Hersteller zur Verfügung gestellt, dieser Artikel ist jedoch nicht bezahlt und meine Meinung ist vom Hersteller unbeeinflusst.

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