Reiserezepte, Rezepte

Jetzt wird es zünftig – Zeit für ein Bayrisches Frühstück

Der Sommer ist vorbei, der Herbst kommt und woran merkt man das? An den Blättern, die so langsam fallen, an den kühleren Nächten oder daran, dass sich die Frauen Übergangsjacken kaufen? Das sind zwar alles gute Anzeichen, aber vor allem die Tatsache, dass zur Zeit Oktoberfest ist, das ist doch ein unverkennbares Signal dafür, dass der Herbst vor der Tür steht. Es heißt: Trachten tragen, Maß stemmen und Weißwurst zuzeln.

Wer jedoch keine Zeit hat, um zum Oktoberfest zu fahren oder einfach keinen Platz im Zelt bekommen hat, der kann sich ein bissl bayrische Stimmung auch nach Hause holen, zum Beispiel mit einem bayrischen Frühstück. Das kann man auch ganz einfach selber machen und ich zeige euch heute, wie es geht.

  1. Brezeln oder Brezn wie man in Bayern sagt, sind ein absolutes Muss. Natürlich könnt ihr die beim Bäcker holen oder versuchen selbst zu backen. Ich habe mich für den Mittelweg entschieden und tiefgekühlte Aufbackware gekauft. Die gibt es beispielsweise von Ditsch bei Kaisers. 15 Minuten antauen lassen, nach Belieben mit groben Salz bestreuen und ab in den Ofen.

2. Typisch bayrisch ist der Obazda. Eine würzige Käsemischung. Auch die gibt es von Zeit zu Zeit fertig zu kaufen. Hier habe ich aber lieber auf selbstgemacht gesetzt. Und so geht es:

Für zwei Personen braucht ihr:

  • 50 g weiche Butter
  • 50 g Camembert
  • 50 g Rotschmierkäse, bspw. Limburger oder Romadur
  • ca. 1-2 EL Sahne
  • 1/2 Teelöffel Kümmel und 1 TL Paprikapulver (süß oder rosenscharf bleibt euch überlassen)
  • Salz und Pfeffer

Den Käse und die Butter kräftig zerdrücken und vermischen.

Dann die Gewürze untermengen, ebenso wie die Sahne. Solange, bis euch der Obazda cremig und würzig genug ist.

3. Ein bayrisches Frühstück ohne Weißwürste? Undenkbar. Also ab an die Fleischtheke eures Vertrauens. Ich habe hier auf die Kühltheke von Netto zurückgegriffen, denn überraschenderweise gab es dort zu je zwei Stück abgepackte Miniweißwürste + süßem Senf. Perfekt. Wichtig: Weißwürste werden nicht gekocht, sondern nur in heißes (nicht kochendes) Wasser gelegt. Für 8-12 Minuten. Ihr solltet sie also in den Topf geben, wenn die Brezn schon ca. 5 Minuten im Ofen sind. So wird alles zeitgleich fertig.

Und dann kann es losgehen: warme Brezeln, Obazda, Weißwürste mit süßem Senf – O’zapft is!

Nun kann gezuzelt werden. Gezuzelt? Was das ist erzählt euch hier Harry G.: