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3 Tage Arequipa – Dein Guide für die weiße Stadt & Umgebung

Mit gut 840.000 Einwohner ist Arequipa die zweitgrößte Stadt Perus. Das allein ist jedoch noch nicht der Grund für einen Besuch. Was die „weiße Stadt“ ausmacht und was du hier an drei Tagen erleben kannst, verrate ich dir in meinem Arequipa Guide.

Reiseinfos zu Arequipa*:

Anreise:
Für gewöhnlich ist Arequipa Teil einer Peru Rundreise und so wirst du es vermutlich von Lima oder Cusco aus ansteuern. Von Lima aus fliegst du schon ab 60 Euro und von Cuzco für 97 Euro. Statt dem Flieger kannst du aber den Bus nehmen. Von Lima dauert das ca. 13 Stunden und kostet an die 13 Euro, von Cuzco aus sind es ca. 11 Stunden und 9 Euro.

Vom Flughafen in die Stadt:
Am einfachsten gelangst du mit dem Taxi in die Stadt. Vermutlich liegt deine Unterkunft zentral bei der Altstadt, dann zahlst du 30 Soles um mit dem Taxi vom Flughafen dorthin zu gelangen (Stand 2018). Das dauert je nach Verkehr ca. 30 Minuten. Für den öffentlichen Bus zahlst du ca. zwei Euro.

Hotels & Hostels in Arequipa:
Es gibt reichlich Unterkünfte, booking.com bietet 345 an. Also keine Sorge, du wirst ein Bett finden. Da Peru auch recht günstig ist, kannst du dir hier auch mal was „gönnen.“ Ich habe mir beispielsweise ein Einzelzimmer im Hostel Foyer genommen. Das ist super zentral, hat allerdings einen großen Nachteil: die angepriesenen Balkone gehen zu einer vielbefahrenen Straße raus und ab 22 Uhr ist gegenüber jeden Abend Party. Also das ist nur was für Leute, die selbst feiern wollen, einen festen Schlaf haben oder mit Oropax gut zurechtkommen. Für alle anderen sind die 344 anderen Unterkünfte sicher eine bessere Wahl.

Wer lieber eine eigene Wohnung für die Zeit in Arequipa haben möchte, findet bei AirBnB über 300 Unterkünfte. Wenn du zum ersten Mal eine Wohnung über AirBnB buchst und über diesen Link gehst, bekommst du sogar 30 Euro geschenkt.

Achtung vor dem Verkehr:
Eine Warnung vorweg: der Verkehr in Arequipa ist grauenvoll, anders kann man das leider nicht sagen. Wo man gerade mal nicht im Stau steht, wird sehr zügig gefahren und grundsätzlich wird permanent gehupt. Unzählige Taxis mischen sich mit Ruß prustenden Minibussen, welche nur selten für Fußgänger anhalten.  Also immer schön aufpassen.

 

In Arequipa gibt es im Prinzip zwei Hauptattraktionen: die Stadt selbst und das nahe gelegene Colca Tal. Ich empfehle dir einen Tag für die Stadt inklusive Museen und Co einzuplanen und bei Interesse einen zweiten Tag, um zum Colca Tal zu fahren.

 

Tipps für deine ersten 24 Stunden Arequipa

 

Die Altstadt erkunden

Sillar ist das Zauberwort. Diese hellen Vulkansteine macht das Stadtbild im Altstadtkern aus. Ob es die weiße Basilika oder die vielen kleinen Häuser sind – alles hat diesen kalkig weißen Look. Das wirkt verträumt und aufgeräumt und gibt Arequipa den Namen „die weiße Stadt“. So sagt man zumindest heute. Eine andere Theorie sagt, dass zur spanischen Kolonialzeit nur Weiße die Altstadt betreten durften und der Name so ursprünglich entstanden sei. Man fände es heute nur schicker, diesen auf die Architektur zurück zu führen. So oder so, die Altstadt ist sehenswert.  Hier kannst du ein wenig durch die Straßen schlendern und dir auch das Museum Santuarios Andinos anschauen, in welchem du Informationen zu der Inkazeit in der Region erfahren wirst.

 

Farbenfroh im Kloster Santa Catalina

Das 1579 gebaute Kloster Santa Catalina kann heute als Museum besichtigt werden. Von seiner Geschichte und der Darstellung der damaligen Lebensweise abgesehen, ist dieser Ort vor allem aufgrund seiner Architektur sehenswert. Von außen im Sillar Weiß gehalten, wie eben alles in der Altstadt, von innen jedoch überraschend farbenfroh. „Rostrot trifft auf leuchtendes Azurblau“, könnte das Motto lauten. Und so kann man sich gar nicht satt sehen, an farbenfrohen Wänden und den bepflanzten Innenhöfen.

Monasteria Santa Catalina Homepage
Eintritt: 40 Soles
Im Inneren werden Touren für 20 Soles angeboten, übrigens auch auf Deutsch

 

Willkommen im Alpaka Paradies

Die besten Tipps für drei Tage in und um Arequipa (Peru) verrät dir PASSENGER X

Hast du schon einen Pullover aus Alpakawolle? Falls du noch nicht in einer anderen Stadt auf den Märkten zugeschlagen hast: hier in Arequipa hast du zahlreiche Chancen. Baby Alpaka heißt das Stichwort. Eine Boutique neben der Anderen verkauft edelste Strickwaren aus der feinen unfassbar weichen Wolle. Doch wo du auf den indigenen Märkten Pullover für 20 Euro bekommst, kosten sie hier eher 50 – 150 Euro. Das ist viel, dafür bekommst du aber auch richtig gute Qualität und echte Alpakawolle, nicht etwa Chinaware.

Im Mundo Alpaka kannst du dir (kostenloser Eintritt) eine Miniausstellung zur Verarbeitung der Alpakawolle anschauen und auch ein Alpakaselfie schießen. Der Rundgang führt dich zum Ende hin in den angeschlossenen Shop.

Also für alle die sich selbst was Gutes tun wollen oder noch ein richtig schickes Geschenk brauchen: Pullover, Schals, Mützen, Handschuhe, Pashminas und Ponchos edelster Qualität warten auf dich.

Mundo Alpaka Homepage
Eintritt: kostenlos

 

Schokoladige Souvenirs shoppen

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Solltest du neben den Alpaka Stricksachen auch peruanische Schokolade mit nach Hause bringen wollen: der kleine Shop Chaqchao ist wirklich nett. Hier findest du peruanische Schokoladen, aber auch Kosmetikprodukte aus Kakaobutter. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Cacao Lip Balm mit Pisco Sour Geschmack?

Chaqchao Homepage

 

Schmeiß dich ins Markttreiben

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Wie in den meisten peruanischen Städten, findest du auch in Arequipa eine Markthalle: San Camillo Mercado. Hier geht es erstaunlich geordnet zu. Jeder Produktgruppe ist eine eigene kleine Straße zugeordnet. Hier Hüte, dort Käse und weiter hinten Fisch. Als Tourist gibt es hier nicht viel zu kaufen, es sei denn du möchtest dich mit frischen Obst eindecken oder einen Hut erwerben. Doch so ein Marktbesuch gehört doch irgendwie dazu.

 

Käse-Eis mit Ausblick

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Gerade einmal eineinhalb Kilometer von der Altstadt entfernt liegt der Bezirk Yanahuara. Was es hier zu sehen gibt? Angepriesen wird ein Aussichtspunkt. Ich bin ehrlich, der ist jetzt nicht umwerfend, aber eben der Einzige, den du so nahe finden wirst. Zu Fuß bist du innerhalb von 20 Minuten hier. Außerdem gibt es hier Käse-Eis. Ha, ja richtig gelesen: Käse-Eis. Emmentaler, Maasdamer… nein nichts dergleichen. Das gelbe Eis, welches Damen an kleinen Ständen in Bechern servieren, heißt nur „Helado Queso“ schmeckt aber nach Vanille mit einem Hauch von Zimt, was, wie ich denke, viel besser ist, als Käsegeschmack. Solltest du dir auf jeden Fall gönnen.

Essen und Trinken in Arequipa

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Es gibt einige bessere Restaurants, welche peruanische Küche anbieten. Im Dimas und Hatunpa wirst du sicher ein gutes Dinner haben. Frühstück gibt es für gewöhnlich in den Unterkünften. Wer jedoch Marmelade und Ei nicht mehr sehen kann, bekommt im Café La Despensa auch gute Sandwiches sowie großartige frische Säfte. Übrigens gibt es hier auch Salate und Pasta, für alle die mittags mal nicht peruanisch essen wollen. Wer hingegen Lust auf einen süßen Snack hat, der bekommt bei Le Petit Francaise Crepes für 7 Soles.

Guten Kaffee musst du dir in Arequipa leider abschminken. Die Peruaner trinken ihren Kaffee anders. Im Prinzip ist es eine konzentrierte Brühe, die mit Wasser gestreckt wird. Das muss nicht schlecht sein. Doch wer nach einem richtigen Filterkaffee oder gar einem guten Latte sucht… Es gibt einige Versuche, die habe ich alle probiert, doch so richtig gut sind sie nicht. Der einzige Laden, welcher da angeblich ernsthaft heraussticht, liegt auf dem Weg nach Yanahuara: Ristretto coffee house. Da die aber über Mittag schließen, konnte ich den Kaffee nicht probieren, vielleicht hast du ja eine Chance?

 

Dein zweiter und dritter Tag in Arequipa: auf zum Colca Tal

Die besten Tipps für drei Tage in und um Arequipa (Peru) verrät dir PASSENGER XDas Colca Tal liegt knapp 100 Kilometer von Arequipa entfernt und ist nicht nur wegen seiner atemberaubenden Landschaft, sondern auch seiner besonderen Bewohner beliebt: Andenkondore. Sie zählen nicht nur zu den schwersten Greifvögeln der Welt, auch ihre Flügelspanne von bis zu über drei Metern ist beeindruckend. Hinzu kommt ihre besondere Flugtechnik, welche thermische Winde voraussetzt. Wer das Fliegen dieser beeindruckenden Gestalten beobachten möchte, der muss früh aufstehen. Deshalb solltest du eine Übernachtung nahe des Tals einplanen. Entweder buchst du dich in eine geführte Tour ein, beispielsweise über GetYourGuide

oder du gehst das Abenteuer mit den öffentlichen Bussen auf eigene Faust an. Gina und Marcus vom Reiseblog 2onthego haben es so gemacht und beschreiben in ihrem Artikel, wie es geht.

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