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Unser Kanadaabenteuer beginnt: Toronto und die Niagarafälle

Die Reiseplanung war abgeschlossen, es hieß warten und dann war es endlich soweit: Kanada wir kommen!

Vor uns lagen drei Wochen Urlaub und knapp 8.000 km Roadtrip und beginnen sollte alles mit Toronto. Mit rund 2,6 Mio Einwohnern, diversen Museen, Shoppingmeilen, europäischen und asiatischen Towns und sogar Stränden, eine Stadt voller Überraschungen.

Am Flughafen haben wir unseren Mietwagen abgeholt, das Navi angeschmissen und uns auf den Weg in die City gemacht. Der erste Wow-Moment erwartete uns noch auf der Autobahn oder gerade wegen der Autobahn. Der Highway 401 überraschte uns mit 12 Spuren, an seiner breitesten Stelle hat er sogar 20 Spuren, und führte direkt durch die beeindruckenden Wolkenkratzer hindurch in das Herz Torontos. Unsere Unterkunft befand sich im Stadtteil Riverdale, in der Queen Street East, die in vielen Reiseführern aufgrund ihrer vielen Restaurants und Cafés Erwähnung findet. Antony, unser Airbnb Host begrüßte uns herzlich vor dem Haus und führte uns durch sein 2-Zimmer-Industriestil-Appartement. Besser hätte der Einstieg in unser Kanda-Abenteuer gar nicht sein können: das Appartement sauber, perfekt gelegen, gut ausgestattet und der Host fröhlich und aufgeschlossen.

Vier Tage in Toronto und das waren die Highlights

Der Distillery District, fußläufig zu unserer Airbnb-Unterkunft, ist ein ehemaliges Industriegebiet, auf  dem früher Hochprozentiges hergestellt wurde. Heute findet man hier diverse Boutiquen, Restaurants und Ateliers. Das Gebiet ist zwar nicht sonderlich groß, trotzdem entsteht durch die vielen alten Backsteingebäude, einiger Skulpturen und der coolen Läden eine ganz besondere Atmosphäre. Es lohnt sich hier nicht nur durch zu schlendern, sondern auch einen kleinen Einkauf beim Bäcker zu machen oder zu Abend in einem der Restaurants zu essen.

Essen in Toronto

Als Europäer sind wir kulinarisch sehr verwöhnt. Da kann es schon einmal schwerfallen, sich mit dem amerikanischen Essen anzufreunden. Weißbrot, Fleisch und Fett, daraus bestehen in der Tat die meisten Speisen. Doch in den Städten Kanadas muss man sich nicht damit abfinden. Hier findet man auch immer wieder Märkte mit umfangreichen frischen Angebot. In Toronto ist der St. Lawrence Market ein absolutes Muss. Von Dienstag bis Samstag könnt ihr hier schlemmen und kulinarisch shoppen.

Wer sich von Kalorien nicht abschrecken lässt, der kann zum Frühstück in vielen Cafés das hausgemachte French Toast bestellen. Gern kommt es mit Ahornsirup daher. Auch typisch im französisch geprägten Kanada: Brioche. Wer es klassisch amerikanisch mag, der kann sich an Sandwiches erfreuen. Zum Frühstücken empfehle ich das Café Bonjour Brioche in der 812 Queen Street East. Für Gebäck inkl. Kaffee solltest du 15-20 CAD (kanadische Dollar) pro Person einplanen.

French Toast

Eis beim verrückten Holländer

Wo wir gerade schon bei Kalorien waren, ein richtig kitschig verrückter Eisladen ist Dutch Dreams.

Hier steht Theo hinter dem Tresen und verkauft seine Eiskreationen in mit Schokolade überzogenen Waffeln. Durch seine Verwandtschaft ist er auf die Idee gekommen, seinen Eislanden im für ihn typisch niederländischen Stil einzurichten. Was heisst das konkret? Bunter Kitsch, wo das Auge hinschaut. Doch das Konzept ist so konsequent durchgezogen, dass es schon wieder irre gut ist.

Chinatown und Alternative Viertel

Kanada ist ein Einwandererland, das haben wir auf unserer Reise immer wieder sehen können. Jede größere Stadt hat länderspezifische Stadtteile, praktisch immer dabei ist ein Chinatown. So auch in Toronto, hier gibt es sogar vier chinesische Stadtteile. In der Spadina Avenue zwischen Queen Street und Collage Street befindet sich das Größte. Chinesische Straßenschilder, Obsthändler, Fashion-Stores und natürlich auch die Einwohner – all dies lässt einen glauben, man wäre gar nicht mehr in Kanada, sondern schon längst im asiatischen Raum. Doch es braucht nur einige Schritte mehr, um eine Straße weiter zu glauben, man wäre irgendwo zwischen Woodstock und Villa Kunterbunt. In der Kensington Ave sind die Häuser farbenfroh, die Cafés gemütlich und die Lädchen alternativ.

Auch auf ein Little Italy, Little Portugal, Little India und Greek Town könnt ihr euch bei einem Toronto Besuch auch freuen.

Klassisches Sightseeing

Der CN Tower ist nicht nur das Wahrzeichen Torontos, sondern aufgrund seiner 553 m Höhe und seiner gläsernen Aussichtsplattform auch Touristen-Magnet. In 356m kann man für den stolzen Preis von 44 CAD Eintritt auf einem Steg um den Turm laufen.

Wem das zu teuer ist oder wer Höhenangst hat, der kann sich auch einfach an dem kostenlosen Anblick von unten erfreuen und anschließend einen Spaziergang durch die Hafen City unternehmen.

Und als I-Tüpfelchen hat Toronto sogar Strände. Im Stadtbezirk „The Beach“ findet ihr einen gut 3 km langen Strandabschnitt, aber auch auf Toronto Island könnt ihr die Füße in den warmen Sand stecken.

 

In der Nähe – die Niagarafälle

Wer in Toronto ist und einen Leihwagen hat, der sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, zu den gerade einmal 125 km entfernten Niagarafällen zu fahren.

Von der kanadischen Seite aus sieht man hinter den Wasserfällen bereits eine Vielzahl an Hotels. Natürlich lässt man es sich hier nicht entgehen, die zahlungsbereiten Touristen mit diversen Angeboten zu locken. So gibt es die Bootstour gepaart mit einem Besuch der Aussichtsplattform direkt an den Fällen im Angebot für „nur“: 80 CAD.

Wir haben uns entschieden, den Ausblick nur von dem kostenlos zugänglichen Bürgersteig aus zu genießen und waren dort schon von den Wassergewalten beeindruckt.

Hat man den Weg einmal aus Toronto heraus gefunden, so lohnt es ganz in der Nähe der Niagarafälle das kleine Städtchen Niagara on the Lake zu besuchen. Eine Idyllische Altstadt an einem großem See gelegen. Für die, die es brauchen, bietet diese eine Erholung vom turbulenten Toronto. So nutzen die wohlhabeneren Kandadier diesen Ort gern, um in aller Ruhe Golf zu spielen oder sich auf ihren prächtigen Grundstücken zurückzuziehen.

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So planst du deine Kanada-Reise richtig

Die nächste Reise steht bald an und überlegst noch, welchen Rucksack du am besten kaufst oder welche Hygieneartikel wohl am wenigsten Platz wegnehmen? Lass dich doch auf meiner Equipment- & Toolseite inspirieren. Dort verrate ich dir auch, welche Kamera ich auf Reisen nutze. Und wenn du dann alles hast, hilft dir meine Packliste auch nichts zu vergessen.

  1. Renate

    28. Dezember 2015 at 14:10

    Hallo Nicole,
    mein Mann und ich haben letztes Jahr 10 Tage in Toronto verbracht. Kulinarisch gibt es da eine riesige Auswahl. Die Stadt ist so international, da gibt es alles. Keiner muss darben. 😉 Der St. Lawrence Market hat uns auch so gut gefallen. Dort ist auch ein Biobauernmarkt zu finden.
    Toronto hat uns Lust auf mehr Kanada gemacht. Wir wollen auf jeden Fall wieder hinfahren.
    Liebe Grüße
    Renate

    1. cicoberlin

      28. Dezember 2015 at 14:34

      Hey Renate, Toronto ist wirklich klasse:)Wenn ihr in die Reiseplanung für Kanada geht, schaut euch doch auch die anderen Posts zu meiner Kanadareise an. Da gibts sicher noch die ein oder andere Inspiration. Und in den nächsten Wochen kommen noch die Reiseberichte zu Kanadas Nationalparks, das waren ja meine persönlichen Highlights. Wenn ihr Wildlife mögt, dann muss das mit in eure Routenplanung;) LG Nicole

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