Kanada, Nordamerika, Reisen

Abenteuerurlaub in Kanadas Nationalparks

Kanada, das Land für Road Trip Fans, für Wanderer, für Abenteurer. Es lockt mit unendlichen Wäldern, den Rocky Mountains, wilden Tieren sowie unfassbar schönen Panoramen und ist deshalb wohl auch Traum vieler Reisefans.

 

Auch mein Traum war es einmal nach Kanada zu fliegen und dieses faszinierende Land zu erkunden. 2015 habe ich mir den Traum gemeinsam mit meinem Freund erfüllt. Drei Wochen tourten wir von Toronto bis Vancouver durch das Land, dabei hat sich für uns ein großes Highlight herausgestellt: Alberta.

Der Staat mit den für mich schönsten Nationalparks: Banff und Jasper. Diese sind ein wahrer Traum für alle Outdoor Fans. Zum einen sind sie gut erschlossen, so dass man seinen Road Trip einfach bestreiten kann, zum anderen sind sie so riesig, dass ausreichend Fläche für die wilden Tiere bleibt auch in „unberührter“ Natur friedlich zu leben. Außerdem und das ist nicht ganz unwesentlich, werden die beiden Nationalparks von den Rocky Mountains durchzogen, was ein einmaliges Panorama ergibt.

Da Zeit und Budget für gewöhnlich Grenzen setzen, stellt sich in der Reisplanung die Frage, welche Teile dieser riesigen Fläche, besonders sehenswert sind, auf was man nicht verzichten sollte. Genau das will ich dir heute verraten.

 

Der coolste Abschnitt im Banff Nationalpark

Im Banff Nationalpark haben wir direkt an unserem ersten Tag schon am Parkeingang Bekanntschaft mit den Big Horn Sheeps gemacht. Besser hätte es gar nicht losgehen können. Es folgten Rehe, Wite Tail Deers, Chipmunks, Erdmännchen, Stachelschweine und Braunbären, sogar einen Grizzly, die wir alle bereits aus dem Auto heraus gesehen haben. Das war wirklich irre. Ich habe mich gar nicht mehr getraut den Blick vom Seitenstreifen abzuwenden, hätte ich ja direkt was verpassen können. Vor allem auf dem Teilabschnitt, der sich „Bow Valley“ nennt, sind uns extrem viele wilde Tiere begegnet. So wurde dieser zu unserer Lieblingsstrecke, die du auf keinen Fall verpassen darfst.

Abenteuerurlaub in Kanadas Nationalparks von PASSENGER X

Die große Überraschung im Jasper National Park

Im Jasper Nationalpark ist uns vor allem ein Abschnitt besonders im Gedächtnis geblieben: der Mount Robson Trail. Dessen Schönheit hat uns wirklich umgehauen. Eigentlich wollten wir nur eine kurze Wanderung vor unserer Weiterfahrt nach Vancouver unternehmen, den Trail haben wir per Zufall beim Vorbeifahren gesehen. In meinem Reiseführer stand nichts davon und so gingen wir davon aus, dass uns keine großen Highlights erwarten würden. Dafür war der Trail in überschaubare Teilabschnitte eingeteilt, die man auch gut in wenigen Stunden absolvieren konnte. Perfekt für unser Vorhaben. Also marschierten wir los und stellten uns auf eine Art netten Waldspaziergang ein. Doch schon nach kurzer Zeit kamen wir an einem See an, der uns den Atem stocken ließ. Glasklar und vollkommen still. In einem strahlenden Türkis, welches beinahe unecht aussah. Irre. Und das stand nicht im Reiseführer? Ich konnte es gar nicht glauben. Klar, dass wir dann doch nicht direkt kehrtmachten, wie ursprünglich geplant, sondern den nächsten Teilabschnitt dranhingen und so immer mit Blick auf das Wasser gerichtet um den See liefen. Diese Entdeckung ist bis heute eines meiner absoluten Highlights.

Abenteuerurlaub in Kanadas Nationalparks von PASSENGER X

Ein wichtiger Hinweis

Wenn man aus dem Auto heraus schon so viele Tiere sichtet, dann wird man fast ein bisschen faul. Aber klar, wenn man schon einmal in Kanadas Wildnis ist, dann will man auch durch die Wälder wandern. Doch unvorbereitet sollte man da nicht rangehen. Denn mag man sich auch vorher noch wünschen wilden Tieren zu begegnen, so kippt die Freude schnell in Angst und ernsthafte Bedrohung, wenn das wilde Tier ein Bär ist und direkt vor einen steht. Ein Artikel, den ich neulich auf einer Inforeiseseite von Sportcheck gelesen habe, fasst es gut zusammen:

 

„Eigentlich kommen Bären einem nicht so nah, dass man ein Bärenspray benutzen muss. Trotzdem ist es ratsam, es bei einer Wanderung durch die Nationalparks bei sich zu tragen. Um eine ungewollte Begegnung zu vermeiden, sollte man sich mit Unterhaltungen und Gesängen bemerkbar machen.“ 

 

Man darf eben nicht vergessen, egal wie flauschig und freundlich so ein Bär aussehen mag, die haben unheimlich viel Kraft, können extrem schnell werden und sind und bleiben wilde Tiere. Wir haben uns also an die Hinweise gehalten, uns Bärenspray im örtlichen Store ausgeliehen und ordentlich Geräusche gemacht. So blieb uns eine unangenehme Begegnung erspart.

Abenteuerurlaub in Kanadas Nationalparks von PASSENGER X

Dein Kanada Traum

Wenn du auch von einem Kanada Trip träumst, dann kann ich nur sagen: mache deinen Traum wahr. Für uns hat es sich wirklich gelohnt, wir haben sehr viele großartige Erinnerungen mit nach Hause genommen. Einige davon hängen in großformatig auch an unserer Wohnzimmerwand. Mr. Grizzly lässt grüßen;)

 

Tipps für die Reiseplanung

Reisezeit

Für uns hat sich der Mai bewährt, da ist es zwar teils noch schneebedeckt und frisch, dafür hat man eine gute Chance Wild zu sichten, da dieses oft am aufgetauten Straßenrand grast. Außerdem sind noch nicht so viele Touristen unterwegs.

Unterkünfte

Wir haben via AirBnB übernachtet und das war richtig so. Dadurch sind wir mit Einheimischen ins Gespräch gekommen und hatten genug Platz um uns nach langen Fahrten und Wanderungen zu erholen.

Preise

Ja, Kanada ist ein recht teures Reiseland. Drei Wochen mit allen Flügen und allen Unterkünften, Eintrittspreisen, Mietwagen, Essen, Tourengebürhen etc. haben uns pro Person ca. 5.000 Euro gekostet. Dabei waren wir weder Low Budget noch luxuriös unterwegs. Dafür haben wir aber 7.000 Kilometer zurückgelegt, haben Toronto, Ottawa, Quebec, Montreal, Banff & Jasper Nationalpark, Vancouver und auch Vancouver Island bereist. Du kannst dich natürlich auf weniger Orte beschränken, zwei statt drei Wochen planen und so deutlich günstiger reisen.

 

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Die nächste Reise steht bald an und überlegst noch, welchen Rucksack du am besten kaufst oder welche Hygieneartikel wohl am wenigsten Platz wegnehmen? Lass dich doch auf meiner Equipment- & Toolseite inspirieren. Dort verrate ich dir auch, welche Kamera ich auf Reisen nutze. Und wenn du dann alles hast, hilft dir meine Packliste auch nichts zu vergessen.

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