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Montréal – schöne Aussichten und nette Märkte

Toronto war nur der Anfang unserer Kanada-Tour, als zweiten Halt hatten wir Montréal geplant und wollten somit weiter in den französischen Teil Kanadas vordringen. Vor uns lagen 600 km Highway, da mussten wir uns natürlich noch einmal mit den TimBits bei Tim Hortons eindecken. Diese fiesen kleinen Mini-Pfannkuchen…

Übrigens: schön klischeehaft, diese fettigen Sünden sind das günstigste im Coffee- und Snackstore.

Aber egal. Die Versorgung war sichergestellt, es konnte also losgehen.

Montréal war erreicht, nun hieß es den Schlüssel bei unserer AirBnB Vermieterin abzuholen. Leichter gesagt, als getan, die Straßen in der Stadt waren Rush-Hour typisch voll und ihr Office lag auch noch mitten im Shopping-Zentrum. Also durchatmen und ruhig bleiben. Endlich angekommen, begrüßte uns Ideko amerikanisch herzlich. Sie wusste von unserer Tour und zeigte sich etwas neidisch, da sie die meisten unserer bevorstehenden Road-Tripp Highlights selbst noch nicht gesehen hatte. Die Kanadier so schien es mir, reisen in ihrem eigenen Land ebenso häufig oder selten, wie wir Deutschen dies in Deutschland tun. Ein großer Fehler, wie sich im Laufe unserer Reise rausstellen sollte.

Von der Innenstadt ging es zu unserem Apartment. Der Weg dahin bescherrte uns einen schönen Schrecken und eine kurze laute emotionale Auseinandersetzung. Nach sechs Stunden Fahrt waren wir nämlich in einer Stadt angekommen, die hauptsächlich aus Einbahnstraßen besteht und unsere Wohnung fand sich von Baustellen umzingelt. Dies und die Tatsache, dass wir uns nicht auskannten führte dazu, dass mein lieber Freund direkt in eine Einbahnstraße fuhr und ich schon die Autos auf uns zukommen sah. Schlussendlich alles gut gegangen, außer dem Schrecken, halb so schlimm.

Angekommen, Taschen abgelegt und direkt weiter zum alten Hafenviertel. Dieses liegt direkt an der Altstadt Montréals, hier findet man die etwas besseren Restaurants und so einige Galerien. Das lädt zum Flanieren ein. Ich persönlich muss allerdings sagen, dass mir dieser Teil der Stadt nicht besonders gut gefallen hat. Natürlich ist so  eine Hafenpromenade schone etwas Feines, doch für mich strahlte sie keine besondere Atmosphäre aus.

Unser Fußmarsch durch die Altstadt führte uns auch zur Notre Dame.

Notre Dame? Ja, die Notre Dame, besser gesagt die Notre Dame de Montréal. Wer sagt denn, das nur Paris Anrecht auf die Notre Dame hat? Na eben, also hat Montréal eben auch eine.

Das haut dich jetzt nicht wirklich vom Hocker? Nagut, zugegeben, mich hat das auch eher kurz erstaunt, als nachhaltig beeindruckt. Dahingegen war der Blick vom 233 m hohen Mont Royal, dem Namensgeber der Stadt, wirklich ein Highlight.

Denn er bietet nicht nur eine große Grünflächenanlage, sondern auch zwei Terrassen, welche durch ihre Höhe und zeitgleich innerstädtische Lage, einen beeindruckenden Blick auf Montréal bieten. Es lohnt sich hier ein wenig zu verweilen, am besten man packt sich etwas Proviant ein und nutzt eine der Parkbänke für eine Pause.

Was das Essen in Monttréal betrifft, so kann ich nicht wirklich etwas dazu sagen. Wir haben uns im Apartment selbst versorgt, statt Essen zu gehen. Vor uns lagen immerhin noch viele Tage Kanada-Tour und jeden Abend Essen zu gehen, hätte ein zu tiefes Loch in den Geldbeutel gerissen. Ein paar unserer Einkäufe erledigten wir auf dem Markt Jean-Talon, denn Märkte können wir einfach nicht auslassen. Leider waren wir nicht zur typischen Marktzeit da, weshalb nicht alle Stände aufgebaut waren. Ich habe daher keine Fotos mitgebracht, wer einen Eindruck erhaschen möchte, der kann sich ins zwar nicht besonders actionreiche dafür aber authentische Youtubevideo von valpard klicken.

 

The Big O, wie das Olympia Stadion Montréals auch genannt wird, wurde für die Sommerspiele 1976 errichtet, also ist es nicht mehr ganz so neu. Der 175 m hohe geneigte Turm des Stadions ist dennoch beeindruckend. Darüber hinaus hat es eine Gemeinsamkeit mit einem Berliner Bauwerk: es wurde baukostentechnisch vollkommen fehlkalkuliert und hat statt 134 Millionen CAD direkt mal 264 Mio CAD gekostet. Ups, kann ja mal passieren. Wir Berliner kennen das.

Für ein Bild auf dem Treppchen lohnt sich der Ausflug allemal.

Falls du schon einmal etwas von der Untergrundstadt in Montréal gehört hast (ein Netzwerk von unterirdischen Ladenpassagen gekoppelt mit dem UBahn-Netz) – wir waren enttäuscht. Es klang deutlich spektakulärer, als es war. Im Endeffekt wirkte es einfach, wie die typische Untergeschossebene eines Shoppingcenters mit jeder Menge Fressbuden. Noch ein paar Spaziergänge durch die Stadt und damit waren unsere zwei Tage in Montréal auch schon rum.

Tipp:

Zur Vorbereitung unseres Montréal Aufenthaltes habe ich den MARCO POLO Reiseführer Kanada Ost genutzt. Um schon einmal richtig in Stimmung zu kommen, kannst du dir auch einfach ein paar Filme mit Drehort Montréal anschauen. Wenn du wissen möchtest, was dich kostentechnisch so bei einer Kanada-Reise erwartet, dann klicke dich in meinen Blogbeitrag.

 

 

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So planst du deine Kanada-Reise richtig

Die nächste Reise steht bald an und überlegst noch, welchen Rucksack du am besten kaufst oder welche Hygieneartikel wohl am wenigsten Platz wegnehmen? Lass dich doch auf meiner Equipment- & Toolseite inspirieren. Dort verrate ich dir auch, welche Kamera ich auf Reisen nutze. Und wenn du dann alles hast, hilft dir meine Packliste auch nichts zu vergessen.

  1. Afia Zara

    23. November 2015 at 6:54

    This is really a nice overlaid blog and publish content material are properly organized. Thanks for the knowledge sharing.

    Best Regards
    Afia Zara
    Online Marketing Specialist

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