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Weiße Nächte in Sankt Petersburg

Midsommer sagt allen was, etwas weniger bekannt aber mindestens genauso schön sind die weißen Nächte in Sankt Petersburg.

Der 21. Juni ist ja allgemein bekannt als der längste Tag des Jahres. Aufgrund der geographischen Lage kann man zu dieser Jahreszeit ein besonderes Schauspiel am Sankt Petersburger Himmel beobachten. Eine Art Sonnenuntergang und -aufgang in einem. Es will nicht wirklich Nacht werden, stattdessen sieht es immer so aus, als würde der nächste Tag jeden Moment anbrechen. Vielleicht klingt das gar nicht so spektakulär, man muss es wohl einfach gesehen haben, um das Gefühl der zeitlichen Schwerelosigkeit zu verstehen. Das Bild ist nachts um halb drei entstanden.

Wer sich selber überzeugen will reist im Mai oder Juni, wenn die Tage besonders lang werden. Etwas Planung braucht das ganze Vorhaben, denn ohne Visum kommt man nicht ins Land. Das kostet mit Auslandskrankenversicherung rund 90 € und wird am einfachsten über eine Visaagentur beantragt. So muss man diverse Angaben machen (unter anderem braucht es Unterlagen, die eindeutig darauf hinweisen, dass man das Land auch wieder verlassen möchte) und um die vier Wochen warten, bis man die Erlaubnis erhält einzureisen.

Dann steht dem Entdecken der architektonisch und kulturell wirklich beeindruckenden Stadt nichts mehr im Wege. In nur 9 Jahren wurden all die prächtigen Bauten und Paläste errichtet. Stuck und Gold, wo das Auge hinschaut.Sankt Petersburg

Bordsteine, die einem mit teils 40 cm Höhe Muskelkater verursachen können; Kanäle und Brücken in einer Vielzahl, die einen glauben lassen man wäre in Venedig und die Eremitage, die mit mehr als 350 Sälen nicht nur eine riesige Kunstsammlung beherbergt, sondern wegen ihrer baulichen Pracht mindestens genauso sehenswert ist.

sankt petersburg

Am 20. Juni ist die ganze Stadt auf den Beinen, denn es gibt etwas zu feiern: den Schulabschluss der russischen Jugend. Ab 23 Uhr gibt es ein Konzert und gegen 1:40 Uhr sind die Scharlachroten Segel zu sehen, der Höhepunkt der Feier. Es ist das majestätischen Segelschiffes mit leuchtend roten Segeln, welches auf dem Newa Fluss zwischen der Eremitage und der Peter-Paul-Festung fährt. Symbol der wahr gewordenen Träume, der Hoffnung und des Neuanfangs. Man sagt unter vollen Segeln und mit Rückenwind soll die russische Jugend in das neue Leben starten.

weiße Nächte in Sankt Petersburg

Ob Sommer oder nicht, zu jeder Jahreszeit sehenswert ist die Brückenöffnung, die jeden Nacht stattfindet.

Fazit: Sankt Petersburg muss man mal gesehen und erlebt haben,  die weißen Nächte sind ein ausgezeichneter Reiseanlass

Besonderes im Gepäck/ Geschenke für Reisende:

  • eine gute und leichte Wind- und Regenjacke (das Wetter schwingt gerne einmal um)
  • Anti-Mückenspray
  • bequeme Turnschuhe (die Stadt ist weitläufig)
  • einen Reiseführer inkl. einigen russischen Vokabeln (englisch ist nicht besonders weit verbreitet)
  • und zur Einstimmung: Lesereise St. Petersburg

 

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