Reisen

8 Wege, um dich länger an deine Abenteuer zu erinnern

Während man reist entdeckt man so viele schöne Orte und erlebt tolle Momente. Ich, wie du vermutlich auch, schieße davon jede Menge Fotos. Zurück daheim, wird aussortiert, bearbeitet und gespeichert. Aber mal ehrlich, wie häufig öffnet man die Urlaubsordner auf der Festplatte noch? Wie oft nimmt man sich Zeit, um sich bewusst in dieses tolle Gefühl zurück zu versetzten, direkt vor den großen Eisbergen in Grönland, an dem Canyon in den USA oder in den Lavendelfeldern in Frankreich zu stehen? Viel zu selten oder?

Mir ist es wichtig, mich nicht nur nach dem nächsten Abenteuer zu sehnen, sondern mir auch immer mal wieder die bereits Erlebten bewusst zu machen. Damit ich das auch trotz zeitlicher Engpässe tue, nutze ich acht Wege, sämtliche Reisen in unserer Wohnung zu verewigen. So werde ich immer wieder an diese tollen Erlebnisse erinnert.

Ich verrate dir, wie es bei mir zu Hause aussieht und wie auch du deine Urlaubserinnerung konservieren kannst.

 

1. Der Klassiker – das Fotobuch

Ich weiß, der erste Punkt ist jetzt keine Überraschung. Trotzdem will ich was dazu sagen. Ich muss zugegeben, ich hänge arg hinterher, Fotobücher meiner Reisen zu erstellen. Doch das werde ich aufholen, weil ich Fotobücher wirklich super finde. Ganz gleich, ob die Fotos per Hand eingeklebt werden oder man das gesamte Werk online erstellt und drucken lässt. Durch ein Fotobuch zu blättern, dabei eine Tasse Kaffee zu trinken und von Abenteuern zu erzählen, ist einfach viel gemütlicher, als vor dem Rechner zu sitzen und weiterzuklicken. Außerdem bekommt die Reise so etwas Offizielles, etwas Wertvolles.

Kosten: Je nach Größe, Qualität und Seitenzahl ca. 7 – 60 Euro

 

2. Erinnerungen verschicken – die Postkarten

Wie oft hast du schon Grußkarten gekauft, zum Beispiel für Geburtstage? Und wie oft waren so simple Motive, wie Blumen abgebildet? Ich kaufe inzwischen immer weniger davon, lieber lasse ich meine eigenen Bilder als Postkarten. Das gilt sowohl für Blumenmotive, als auch für alles andere, was ich postkartenwürdig finde. Beispielsweise habe ich auf den Azoren ein richtig hübsches Haus gesehen, an welchem ganz groß der Name „Maria“ stand. So heißt eine Freundin von mir. Dieses Haus habe ich fotografiert, das Foto ist zur Postkarte geworden und die hat meine Freundin zum Geburtstag bekommen. Ich habe aber auch schon Strand- und Meerbilder, die Eisschollen aus Grönland oder Lavendelfelder verschickt. Ist doch viel schöner, als gekaufte Postkarten.

Kosten: ca. 8 Euro für 10 StückPASSENGER X

 

3. Alles im Überblick – Die Weltkarte

In mühevoller Handarbeit habe ich einen echten Hingucker in unsere Küche gezaubert. Dafür habe ich zunächst mit Hilfe eines Beamers eine Weltkarte an die nackte Wand geworfen. Diese habe ich dann erst mit dem Bleistift nachgezeichnet, anschließend mit Pinsel und Farbe gemalt. Das ist wirklich Friemelarbeit gewesen und zugegeben nach einigen Stunden verliert man den Überblick, was nun Land und was Meer ist. Doch die Arbeit lohnt sich. Als die Karte fertig gemalt und auch getrocknet war, habe ich kleine Pins genommen, diese beschriftet und unseren Reisen entsprechend in die Länder gesteckt.

Schon lange vorher hatte ich Bilderrahmen gekauft und Fotos drucken lassen. Die wurden nun um die Weltkarte herum aufgehängt. Mit einer Wachsschnur habe ich die Bilder mit den Pins verbunden. So ist nach 11 Stunden Arbeit eine Weltkarte entstanden, die all unsere Reisen bebildert. Mein absoluter Lieblingsspot in unserer Wohnung.

Kosten:

Ca. 4 Euro je Bilderrahmen

Ca. 5 Euro für 100 Pins

Ca. 10 Euro für Farbe und Pinsel

10 Cent je Fotoausdruck

Insgesamt in meinem Fall ca. 160 Euro

PASSENGER X

4. Von Angesicht zu Angesicht – großformatige Fotodrucke

Manche Bilder haben es einfach verdient groß rauszukommen. Denn in kleinen Formaten geht ihre Wirkung verloren. In Kunstgalerien fällt mir der Unterschied immer wieder auf. Doch beim Bestaunen fremder Fotos, habe ich auch immer wieder gedacht, dass meine Bilder auch so toll wirken könnten, wenn sie einen eigenen Raum hätten und in großen Formaten entwickelt werden würden. Bisher hat aber noch keine Galerie bei mir angefragt, bei dir vermutlich auch nicht, oder? Also was tun?

Ganz einfach, die eigenen Wände nutzen! Bei uns im Wohnzimmer hängen direkt über der Couch ein paar meiner schönsten Tieraufnahmen aus Kanada, in Großformat. Die Bilder fand ich einfach zu schön, um sie nicht zu drucken. Besonders stolz bin ich auf die Aufnahme vom Grizzly.

Nach einiger Zeit werden die Bilder ausgetauscht. Ich denke als nächstes kommen ein paar der Grönlandbilder an die Wand. So ist unser Wohnzimmer eine Art Minigalerie.

Kosten:

ca. 15 Euro je Fotodruck in Großformat

ca. 20 Euro je Bilderrahmen zum Beispiel bei Ikea

Anbieter für Foto-, Postkarten- und Fotobücherdrucke gibt es reichlich. Ich persönlich greife meist auf Cewe zurück, da ich dort mit der Qualität sehr zufrieden bin und die mich auch an andere Anbieter weiter verweisen, sollten sie selbst etwas nicht im eigenen Angebot haben.

PASSENGER X

5. Mach mal Pause – der Bildschirmhintergrund

Mein fünfter Tipp ist super simpel und dazu noch komplett kostenlos: Ändere Schreibtischhintergrund und Bildschirmschoner. Sowohl auf den Laptop als auch auf dem Handy siehst du immer wieder deinen Hintergrund. Und mal ehrlich, wie oft änderst du dieses Bild? Statt ewig das Gleiche zu nutzen, kannst du dir doch einen Rhythmus überlegen, in dem du das Hintergrundbild änderst. Da schaut man vielleicht nicht minutenlang drauf, aber immer mal wieder kurz. Und auch eine kurze Erinnerung an einen schönen Urlaub ist doch eine schöne Sache.

Kosten: 0 Euro

 

6. Essen wie im Urlaub – Rezepte aus der Ferne

Warmer Vanillepudding, leicht karamelisiert in luftigem Blätterteig – so schmeckt Lissabon für mich. Frankreich, das sind natürlich Crêpes und Baguette. Von super leckeren Ramen schwärme ich, wenn ich an Japan denke. Du merkst schon, Urlaube sind für mich auch mit kulinarischen Erinnerungen verbunden. Berlin sei Dank, kann ich viele dieser Erinnerungen regelmäßig in authentischen Lokalen aufleben lassen. Doch manches kann man auch ganz einfach zu Hause selbst machen. Wenn mir im Urlaub also etwas richtig gut schmeckt, dann versuche ich das Rezept rauszubekommen und es in meiner eigenen Küche möglichst Original getreu nachzukochen. Das ist dann immer wie ein Kurztrip zurück ins Ursprungsland. Wenn mir die Rezepte gelingen, findest du sie übrigens in meinem Verzeichnis, wie zum Beispiel die Pasteis de Nata aus Lissabon.

Rezept Pasteis de Nata, portugiesische Törtchen, von PASSENGER X

7. Akustische Erinnerungen – Musik Baby

Wirklich ganz einfach umzusetzen, ist mein siebter Tipp: lege dir eine Playlist für die Reise an. Das können Songs in der Landessprache sein, oder einfach Songs, die du zu der Zeit gern hörst. Während ich mit dem Zug durch die Schweiz gefahren und zu Fuß durch Prag gelaufen bin, als wir mit dem Auto durch Frankreich gefahren sind und jedes mal wenn ich fliege – läuft eine andere Playlist und wenn ich heute einen der Songs höre, dann löst er Erinnerungen an eben diese Reise aus.

8. Last but not least – die Mitbringsel

Ganz sicher hast du dir auch schon viele schöne Dinge aus deinen Urlauben mitgebracht, oder? Ich liebe Mitbringsel, zumindest wenn sie nicht nur nach dem typisch kitschigen Tourishop-Produkten aussehen. Ein Korb aus Marokko erfüllt die Funktion als Badezimmermülleimer, eine Tasse aus Tokyo mit vielen filigranen Symbolen dient als morgendlicher Kaffeebehälter, ein Schwemmholz aus Kanada steht in der Küche und erinnert uns an die nordamerikanische Wildnis, zwei hölzerne Figuren aus Grönland kennzeichnen unser Badezimmer und die Schneekugel erinnert mich an den romantischen Kitsch von Paris. Oft sind es auch Verbrauchsgüter, die mit nach Hause kommen: Ahornsirup aus Kanada, Seife aus der Provence, Kaffee und Kekse aus Riga, Gewürze aus Marrakesch.

Ich könnte ewig weiter schöne Dinge aufzählen, die ich mir mitgebracht habe. Aber ich glaube du merkst schon, worauf ich hinaus will: ich spicke unsere Wohnung und meinen gesamten Alltag mit vielen kleinen Reiseerinnerungen, die alle Sinne ansprechen und mich immer wieder an schöne Momente erinnern.

Und das ist wirklich ganz einfach.

PASSENGER X

 

Jetzt bin ich gespannt: wie sieht es bei dir daheim aus? Was tust du, um deine Reiseerinnerungen möglichst lang frisch zuhalten? Verrate es mir in den Kommentaren.

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9 Kommentare

  1. Diandra

    29. Mai 2017 at 16:24

    Hey Nicole,
    das sind wirklich tolle Ideen 🙂 Mit meinen Fotobüchern hänge ich auch ganz arg hinterher 😀 Zu Hause habe ich so eine Rubbelweltkarte, wo man die Länder freirubbeln kann, wo man schon war 🙂 Was ich auch ganz toll fand: Mein Freund hat mir als Überraschung nach meinem 2monatigen Neuseeland-Aufenthalt eine riesige Leinwand bedrucken lassen mit 300 Fotos oder so, die ich ihm während der Zeit geschickt habe. 🙂 Das hängt nun über meinem Bett und ich kann mir die Bilder jederzeit anschauen.
    Im Wohnzimmer habe ich eine Wand, wo nur schwarz-weiße Leinwände dran kommen. Da sollen auch noch ein paar tolle Urlaubserinnerungen dran 🙂
    Liebe Grüße,
    Diandra von https://bakingavenue.com

    1. Nicole von PASSENGER X

      30. Mai 2017 at 9:47

      Hey Diandra,

      wow, das Geschenk von deinem Freund ist ja mega cool, das könnte mir auch gefallen!
      Mit so vielen Fotos hat man immer was zu schauen und so viel zu entdecken.
      Wirklich eine schöne Idee.
      Viele liebe Grüße
      Nicole

  2. Kathi

    28. April 2017 at 16:16

    Ich kaufe auch am liebsten Tassen. Ich LIEBE Tasse. Ich hab schon eine ganze Sammlung 😀
    Einziges Problem: Wohin damit, wenn man umzieht? Jetzt hat meine arme Oma ne ganze Tassensammlung zuhause, weil ich die ins Ausland nicht mitschleppen konnt 😀
    Liebe Grüße,
    Kathi

  3. Peggy

    28. April 2017 at 8:49

    Hallo Nicole,
    tolle Tipps hast du zusammen gestellt. Einige davon benutze ich auch, wie z.B. den Tipp mit der Playlist. Während ich dann meine Fotos sortiere höre ich dabei meistens noch mal die Playlist und dann kommen all die schönen Erinnerungen wieder hoch. 🙂 Fotobücher finde ich auch toll. Meist bemühe ich mich diese zeitnah nach meiner Reise zu erstellen, klappt aber leider nicht immer. Mitbringsel finde ich auch super. Wir bevorzugen Tassen und Magnete. Die Magnete hängen überall bei uns in der Küche und wenn wir einen Kaffee aus einer unsere mitgebrachte Tassen trinken, unterhalten mein Mann und ich uns oft über die entsprechende Reise. 🙂
    Liebe Grüße
    Peggy

    1. Nicole von PASSENGER X

      28. April 2017 at 10:12

      Hey Peggy,
      Tassen sind auch eine super Sache, unser Schrank platzt aber bald. Deshalb ernte ich nur noch schräge Blicke von meinem Freund, wenn ich wieder kurz davor bin eine zu kaufen, lach. Dabei finde ich die Vorstellung sehr schön, so wie ihr, beim Kaffee über die jeweilige Reise zu sprechen. Da will ich gern mal auf Kaffee und Kuchen zu euch kommen und den Abenteuergeschichten lauschen:)
      Liebe Grüße
      Nicole

      1. Peggy

        28. April 2017 at 15:13

        Hallo Nicole,
        solltest du mal in Düsseldorf sein bist du recht herzlich zu Kaffee & Kuchen und zu einem Austausch unserer Reiseabenteuer eingeladen. 🙂
        Liebe Grüße
        Peggy

        1. Nicole von PASSENGER X

          28. April 2017 at 15:52

          Oh wie toll, das merke ich mir doch mal direkt für einen Düsseldorf Trip vor:)

  4. Markus

    28. April 2017 at 6:09

    Hi Nicole,
    Die Idee mit der Weltkarte ist echt klasse. Mein Tipp wären noch die Klassiker wie Tassen. Mittlerweile haben wir ein Gute Menge davon und man kann sich jedesmal bei einem Kaffee über den Urlaub freuen.
    Viele Grüße
    Markus

    1. Nicole von PASSENGER X

      28. April 2017 at 10:13

      Hey Markus,
      ich finde ein Treffen zwischen euch und Peggy + Mann wäre ein netter Kaffeenachmittag:) So viele schöne Reisegeschichten.

      Liebe Grüße
      Nicole

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