Asien, Japan, Reisen

Regentag in Osaka

Nach Koya-san ging es nach Osaka. Doch das Karma hatte einen schlechten Start in den Tag, die Stadt begrüßte uns regnerisch. Mal wieder fanden wir den Weg nicht, obwohl es auf der Karte so einfach ausgesehen hatte. Keine Ahnung, ob nur wir uns so blöd anstellten, oder ob andere vielleicht genauso verzweifelten. Ich war wirklich dankbar, als und jemand half, uns bis zur Unterkunft führte und sogar noch Regenschirme schenkte – die Japaner sind einfach so unfassbar nett.
Was macht man, wenn man nur einen Tag in Osaka hat und es dann auch noch regnet? Ein besonders tolles Aquarium soll es hier geben, berühmt, da es sogar einen Walfisch im Becken hält. Nichts für mich. Ich möchte so riesige Heeresgeschöpfe lieber im freien bestaunen und nicht hinter der Glasscheibe eines viel zu kleinen Beckens. Alternative: Museum. Es gibt sogar ein Kunstmuseum – super. Wir machten uns auf den Weg und ließen uns an der Ziel-Bahn-Station noch eben den Weg erklären, sicher ist sicher. Meine Kamera blieb dieses Mal im Hostel. Weshalb hier auch nur ein schlechtes Handybild herhalten muss.
Doch wie sollte es anders sein, wir fanden das Museum nicht auf anhieb. Irrten ein wenig herum. Standen dann direkt davor und fanden den Eingang dennoch nicht. Kamen dann irgendwann hinein, um festzustellen: Geschlossen aufgrund von Umbau. Nur eine kleine Ausstellung (Plakat komplett auf japanisch) sollte es im Kellergeschoss geben. Da wir ja nun schon einmal da waren, gingen wir hinein und mussten aufpassen, nicht laut loszulachen.
Wir waren in einer Vasenausstellung gelandet. Aber nicht etwa einer gut aufbereiteten geschichtlichen Ausstellung. Nein, wir standen in einer provisorisch aufbereiteten Halle und hatten die kitschigsten Glas- und Porzellanvasen ever vor uns und dazu nur japanische Beschreibungen. Tja, das war dann mein schnellster Museumsbesuch überhaupt.
Da es inzwischen immerhin aufgehört hatte zu regnen, entschieden wir uns noch in das junge Viertel der Stadt zu fahren. Das war die richtige Entscheidung, wie sich zeigte. Restaurants, viele Cafés, in denen der japanisch zubereitete Kaffee angeboten wurde und Stores mit allem von Schräg bis amerikanischen Hip Hop Style. Shinsaibashi, sehr sehr cool!
Osaka
Mehr haben nicht mehr geschafft. Osaka würde ich mir noch einmal anschauen, zwei bis drei Tage könnten sich hier lohnen. Gerade zur Kirschblütezeit, denn der durch die Stadt gehende Fluss ist komplett von Kirschbäumen gesäumt, was bei gutem Wetter sicher ein wunderschönes Bild abgibt.