Asien, Japan, Reisen

Hiroshima – Japan einmal zusammengefasst

Hiroshima war meine letzte Station in Japan und es könnte gar keine bessere sein, um meine Eindrücke von Japan zusammen zu fassen.

Die berühmten Origami Kraniche sollen als Symbol für meine Japan Reise gelten.
In Japan sagt man, wenn du 1000 Kraniche faltest, dann geht dein Wunsch in Erfüllung. Es gab ein Mädchen, das war zwei Jahre alt, als die Bombe auf Hiroshima abgeworfen wurde. Mit 10 Jahren erkrankte sie aufgrund der Radioaktiven Strahlung an Leukämie. Sie begann Kraniche zu basteln, in der Hoffnung wieder gesund zu werden. Doch sie starb bevor sie fertig war. Nach ihrem Tod bastelten ihre Mitschüler in Gedenken an sie weiter, bis die 1000 Kraniche fertig waren. An der Gedenkstätte hängen unzählige dieser Kranichreihen, hier stehen sie für den Wunsch nach Frieden.
Eine traurige Geschichte, die aber einen wichtigen Teil in der japanischen Kultur darstellt, welche ich bewundere. Die Höflichkeit und Hilfsbereitschaft, die mir während meiner Reise entgegen gebracht wurde, ist wirklich etwas Besonderes. Wann immer ich mich fragte, wo es wohl langgeht, sprang mir jemand zur Hilfe, noch bevor ich fragen musste. Waren einmal nicht so viele Menschen um mich herum, so brauchte ich nur jemanden ansprechen und selbst wenn es mit der Sprache manchmal schwierig war, so wurde mir immer geholfen. Im Zweifelsfall wurde ich sogar persönlich zu meiner Unterkunft geführt.
Nie habe ich das Gefühl gehabt, lästig zu sein, als Tourist zu stören. Ganz im Gegenteil.
Vielleicht liegt es an der japanischen Geschichte, vielleicht an dem friedlichen Miteinander, vielleicht basiert das alles auch auf den vorherrschenden Religionen in diesem Land oder liegt es doch an der Regeltreue? So oder so, ich wünschte mir, dass sich alle eine Scheibe davon abschneiden würden. Ich für meinen Teil nehme diese Erinnerung mit und werde zukünftig auch viel häufiger direkt auf die hilflosen Touristen zugehen, statt zu hoffen, dass sie mich nicht ansprechen, denn ich weiß, wie sehr man sich dann freut und wie willkommen man sich fühlt.

Artikel, die dir auch gefallen könnten:

Premiere: mein erstes Reisevideo – Japan is calling Wenn ich Videos von anderen Reisenden sehe, dann werde ich immer ganz neidisch und möchte auch sofort meine Koffer packen. Ich kann dann praktisch fühlen, wie ich auch über diesen ...
Regentag in Osaka Nach Koya-san ging es nach Osaka. Doch das Karma hatte einen schlechten Start in den Tag, die Stadt begrüßte uns regnerisch. Mal wieder fanden wir den Weg nicht, obwohl es auf der ...
Koya-san: In Japan auf dem Berg, oben bei den Mönchen Nach Kanazawa und Kyoto ging es für uns weiter nach Koya-san. Wenn man sich diesem Ort nähert, sieht man es schon: es wird grün und hügelig, deshalb muss man auch in die Berg...
Kyoto: Wenn mal nicht alles funktioniert Es ist kurz vor zehn und der Tag war echt anstrengend. Wir sind mit der Bahn von Kanazawa nach Kyoto gefahren. Dann ging es mit dem viel zu schwerem Gepäck (das nächste Mal werde i...