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Peking: Meine 8 Tops und Flops

Das Moloch Peking (oder besser: Beijing) hat mich verschluckt. Diese Stadt ist einfach nur riesig. Bis zur nächsten UBahn-Station zu laufen, kann schon einmal zu einer sportlichen Angelegenheit werden. Doch meine ersten Eindrücke hatte ich dir schon geschildert. Nun sind meine Tage in Peking rum und es ist Zeit Resume zu ziehen. Was sind also meine Tops und Flops Peking?

1. Der Lamatempel

Eine der Hauptattraktionen ist die riesige Anlage des Lamatempels. 20 Yuan kostet der Eintritt (ca. 2,40€). Ist man einmal drin, durchläuft man fünf Höfe mit jeweils eigenen kleinen Tempeln. Highlight ist die 26 m hohe Maitreya-Statue im letzten Tempel.

Fazit: Extrem touristisch, aber beeindruckend. Sollte auf jeden Fall besucht werden. Top.

Tops und Flops Peking - Lamatempel

2. Die große Mauer oder der Beihai-Park

Eigentlich wollte ich dir von meinem Besuch der großen Mauer berichten und mit beeindruckenden Aufnahmen prahlen. Geht aber nicht. Ich habe den Mauerbesuch gestrichen und bin lieber durch den Beihai-Park spaziert. So ist das eben, wenn man während der Reise auch mal eine kleine Auszeit braucht. Das macht wohl auch den Unterschied von Tourist und Reisendem. Aber nun noch einen Eindruck zum Park: 20 Yuan Eintritt und man hat endlich viel Grünes um sich herum und blickt auf einen idyllischen See. Ich hätte den Tag gar nicht besser wählen können: zum ersten mal blauer unversmogter Himmel und 25 Grad. Der Tausch Mauer gegen Park hat sich für mich gelohnt. Top.

 Tops und Flops Peking

3. The 798 Art District

Ich dachte, wenn ich mich dem Kunstviertel nähere wird auch die Gegend drumherum nach und nach architektonisch hübscher – weit gefehlt. Baustelle, das ist es, was vorm Kunstviertel hervorsticht. Beinah dachte ich an der falschen Stelle zu sein. Doch hat man den Eingang erst einmal gefunden, ist es unverkennbar. Über 100 Gallerien warten auf dem alten Industriegebiet auf einen, genauso wie einige Restaurants und Cafés. Für mich eine echte Oase im lauten Peking. Top.

Tops und Flops Peking - das Kunstviertel 798 Art District

Tops und Flops Peking - das Kunstviertel 798 Art District

4. Der Donghuamen Nachtmarkt

Abends an Ständen mit krosser Ente oder heißen gebackenen Meerestieren vorbei schlendern? Das geht auf dem Donghuamen Nachtmarkt. Bist du allerdings an den ersten fünf Ständen vorbei, hast du im Prinzip auch schon das ganze Angebot gesehen. Der Rest ist nur eine Wiederholung. Für mich eher ein Flop. Besser ist die Snack-Street.

Tops und Flops Peking PASSENGER X

5. Der Platz des Himmlischen Friedens

Egal ob Top oder Flop, dieser Platz ist einfach Standardprogramm bei einem Pekingbesuch. Der größte Platz der Welt schimpft er sich. Hier wurde 1989 für mehr Demokratie demonstriert. Mit Verlaub: etwas komisch ist es schon hier zu stehen und zu wissen, dass beispielsweise das Internet unter Restriktionen der Regierung liegt. Google, Instagram, Facebook, Youtube? Vergiss es, das funktioniert hier einfach nicht. Echte Freiheit?  So oder so, den Platz nimmt man auf seine Liste auf. Vielleicht läufst du einfach nach einem Besuch der Kunsthandelsstraße hier vorbei. Ach und: das Bild ist so gräulich, weil es ein versmogter Tag war, wie die meisten in Peking.

6. Die Maliandao Teestraße

China ist bekannt für seinen Tee, entsprechend viele Teeläden findet man daher vor allem auf der Maliandao Teestraße. Wenn du dir Tee kaufen möchtest und keinen Dolmetscher dabei hast, dann solltest du entweder wahllos zugreifen oder aber zuvor die chinesische Übersetzung raussuchen. Denn mit Englisch, Händen und Füßen bin ich nicht weit gekommen. Auch habe ich mir die Straße hübscher vorgestellt, eher mit kleinen alten Holzhäuschen, so wie ich es in Japan in Takayama gesehen habe. Die Bauweise ist aber eben klassisch kommunistisch: breite Straße mit fetten Häuserblöcken. Für mich eher ein Flop.

Tops und Flops Peking - Teeviertel

7. Die Snack Street

Definitiv besser als der Nachtmarkt und auch bis 21.30 Uhr geöffnet, ist die Snack-Street. Hier gibt es das Gleiche wie auf dem Nachtmarkt + viel mehr. Lebend aufgespießte Skorpione, gegrillte Seepferdchen, dampfende Getränke, Süßigkeitengeschäfte und allerlei bunte Plastikmitbringsel, das kannste hier alles haben. Ein Erlebnis. Top!

Tops und Flops Peking - Snack Street

8. Die Kunsthandelsstraße  Liulichang

Im Gegensatz zur Teestraße, geht es hier traditionell zu. Die Häuser sind kleiner, das Gewerk alt. Wer auf der Suche nach guten Pinseln, edlem Papier oder eben einem Kunstwerk ist, der wird hier fündig. Wer jedoch weder auf Calligraphy noch auf Tuschmalerei abfährt, der wird mit leeren Händen nach Hause gehen. Doch man muss ja nicht immer gleich shoppen. Für mich war der Besuch in dieser Straße ein netter Einblick ins traditionsreiche Peking und daher auch Top.

Tops und Flops Peking - Kunsthandelsstraße Liulichang

Das waren sie also, meine 8 Tops und Flops Peking.

Für alle, die ihre Reise noch planen, hier ein paar Budget Facts meiner Reise zum Vergleich. Ich war 4 Tage in Peking. Pro Tag habe ich ca. 30 Yuan für einen Kaffee in einer westlichen Kette, ca. 15 Yuan für etwas Süßes, wie z.B. Eis, 15 Yuan für U-Bahn-Fahrkarten und ca. 30 Yuan für Trinken und Essen aus dem Supermarkt oder einem günstigen Restaurant ausgegeben. Allerdings habe ich nicht auswärts gefrühstückt, sondern hatte Müsli bei. Ich bin also mit ca. 100 Yuan + Puffer für Eintritte -> 150 Yuan ausgekommen. Das sind ungefähr 19 €. Ein Einzelzimmer im Hotel (nicht besonders schön oder schick, aber ok) kam 30€ pro Nacht. China ist also relativ günstig im Vergleich zu beispielsweise Japan oder auch Europa.

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Tops und Flops in Peking - von PASSENGER X

Die nächste Reise steht bald an und überlegst noch, welchen Rucksack du am besten kaufst oder welche Hygieneartikel wohl am wenigsten Platz wegnehmen? Lass dich doch auf meiner Equipment- & Toolseite inspirieren. Dort verrate ich dir auch, welche Kamera ich auf Reisen nutze. Und wenn du dann alles hast, hilft dir meine Packliste auch nichts zu vergessen.

  1. Victoria

    18. Dezember 2016 at 11:04

    Hallo Nicole,

    sehr interessant geschrieben. Ich mag ja am liebsten solche Artikel die auch einmal etwas negatives aufzeigen. Wie hast du denn die Menschen empfunden und durftest du dich einfach so frei bewegen? Ich persönlich tu mich schwer mit China aber es ist bestimmt sehr faszinierend.

    Viele Grüße
    Victoria

  2. Franzi

    15. Dezember 2016 at 16:12

    Finde ich echt gut dass du Tops und Flops einer Stadt auflistest, sehr hilfreich! 🙂 Vor Peking und allgemein China habe ich echt Respekt, schön dass du dort gereist bist und dir hat es ja auch gut gefallen ne?:)

    Lieben Gruß aus Uganda

  3. Katja vom WellSpa-Portal

    15. Dezember 2016 at 13:50

    Liebe Nicole,
    das liest sich spannend und auch mit viel Abendteuer verbunden.
    Lag China auf einer Weltreise für dich?
    Eine interessante Mischung aus Tipps und Dingen, die man einfach ignorieren kann.
    Viele Grüße
    Katja

  4. Daheimistlangweilig

    13. Dezember 2016 at 19:23

    China – das wäre ja auch nochmal irgendwann dran. Japan fand ich z.B. absolut grandios. Mal sehen, ob es irgendwann soweit kommen wird. Ich werde in jedem Fall an dich zurückdenken 😀

  5. Monika and Petar Fuchs

    13. Dezember 2016 at 16:46

    Ein sehr interessanter Bericht, Nicole. Warst Du in China auf eigene Faust unterwegs? Wir scheuen Reisen nach China immer, weil man überall hört, dass man dort nur mit chinesischer Begleitung reisen darf. Bei Dir jedoch hört es sich so an, als ob Du individuell unterwegs warst.

  6. Daniela | Nipponinsider

    13. Dezember 2016 at 16:42

    Da sind definitiv noch ein paar deiner Tops, die ich nicht gesehen habe. Mein absolutes Highlight war allerdings dieTages-Tour von Peking an die Chinesische Mauer. Wobei mich der restaurierte Teil etwas enttäuscht hat, weil es einfach zu voll war. Dafür war der nicht restaurierte Teil der Mauer grandios und menschenleer.

    Allerdings war ich 2002 dort und wie ich die Chinesen kenne, hat sich da bestimmt ne Menge getan und verändert. Leider nicht immer zum Positiven.

    Der 798 Art District interessiert mich doch sehr. Den gab es damals nicht.

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