Streetfood Berlin – die Story hinter dem neuesten Foodtruck der Hauptstadt

Sicher seid ihr genau solche Foodmarkt-Fans, wie ich es bin. Ein großes Angebot an Leckereien aus aller Herren Länder, wer könnte das nicht mögen. Genauso ist “Streetfood Berlin” inzwischen auch ein Begriff für viele Touristen. Vielleicht seid ihr auch schon einmal über einen der Berliner Foodmärkte geschlendert, habt all diese Trucks gesehen und euch gefragt, wie diese Menschen eigentlich dazu kamen, einen Foodtruck zu betreiben. Sind es Restaurantbesitzer, Köche oder doch Menschen wie du und ich. Ist das leicht? Haben die auch noch einen “normalen” Vollzeitjob oder können sie von den Foodtruckverkäufen leben? Ich zumindest, habe mir diese Fragen schon oft gestellt und die Chance auf Antworten gesehen, als ich über Freunde gehört habe, dass ein neuer Foodtruck in Berlin an den Start geht. Ben und Gabriele sind die beiden hinter “FOOD Berlin”, sie wollen Gourmet Paninis mit handverlesenen Zutaten an die Leute bringen. Ich war bei der “Jungfernfahrt” dabei und habe für euch fleißig Fragen gestellt und natürlich auch gleich noch verkostet. Die Idee Gabriele hat lange Zeit in Italien als Koch gearbeitet und schon damals die Idee gehabt, sich mit hochwertigen Paninis selbstständig zu machen. Wie das manchmal so ist, brauchen Ideen den richtigen Moment und die richtige Begegnung, um aus der Wunschwelt in die Realität zu schreiten. Es vergingen ein paar Jahre, da traf Gabriele, der inzwischen in Deutschland war, auf Ben. Die beiden teilten ihre Leidenschaft zu Kochen beruflich, wurden Freunde und begannen die Idee weiterzuspinnen. Panini klingt erstmal unspektakulär, aber wie wäre es mit hochwertigen Zutaten, neuen Kombinationen und mutigen Kreationen – Gourmet Sandwiches also. Streetfood Berlin: Die Hauptstadt könnte der richtige Ort für den Start sein. Immerhin haben die Berliner ja auch den Sprung vom trockenen Schweinefleisch zum saftigen Pulled Pork mitgemacht und legen dafür auch schon einmal gutes Geld auf den Tresen. Klappt das auch mit Paninis? Die Umsetzung Das muss klappen! Das wird klappen! Im Januar 2016 machten Ben und Garbiele dann den entscheidenen Schritt: Sie kündigten ihre Jobs, setzten den Fokus und investierten all ihre Zeit und Energie in die Umsetzung der Idee. Eine aufregende Zeit begann. Ein Truck musste her, ein Name, ein Design und vor allem Rezeptideen und nicht zuletzt die Produkte. Es wurde designt, bestellt, eingeflogen, diskutiert, gekostet, mit Lieferanten verhandelt, aussortiert und kombiniert. Bis endlich eine Auswahl an internationalen Kleinproduzenten feststand, die die geschmacklichen aber auch ökologischen Qualitätsansprüche  der beiden Jungs erfüllten. Und auch der Name war klar: FOOD Berlin. Geschafft. Naja fast. Denn selbst wenn der Truck mit Essen gefüllt ist, heisst das noch lange nicht, dass man auch etwas verkaufen kann. Berlin hat strenge Richtlinien und erlaubt den Straßenverkauf nur an wenigen ausgewählten Plätzen. Die Streetfood Märkte können sich vor Händlernachfragen kaum retten und haben daher eine harte Tür. “Hier kommt ihr nicht rein.” Hört man eben nicht nur am Berghain. Aber hey, keiner hatte gesagt, dass es einfach werden würden. “Nicht aufgeben heisst das Motto” und so ließen sich die beiden nicht beirren, fragten weiter an und dann: die Zusage. Tatsächlich, sie können an zwei Wochenende auf den Foodmarkt in die Kulturbrauerei und auch die Kieler Woche freut sich auf den Truck. Doch Stopp, bevor es auf den Märkten so richtig los geht, braucht es einen Testlauf. Es ist soweit: Eröffnung. Der Foodtruck ist zum ersten Mal im Einsatz. Anspannung. Heute geht es los. Im Kreise von Freunden, Familie und Interessierten, soll es heißen „der Truck ist eröffnet“. Viele Fragen hängen in der Luft. Werden die Eigenkreationen ankommen? Merken die Kunden, dass die Produkte eine hohe Qualität haben und werden sie die Preise akzeptieren? Es ruckelt noch etwas. Die Schilder kommen eine halbe Stunde zu spät an, vielleicht hat sich auch ein Schreibfehler eingeschlichen und der angepriesene Burger kann noch nicht angebotenen werden. Gäste kippen ihre Limo um, die ersten Flecken am Truck, das gehört dazu. So ist das eben, wenn man an den Start geht. Doch dann läuft es. Es wird bestellt, gegessen und geschwärmt. Gabriele und Ben sind in ihrem Element. Das Angebot Nenn’ es, wie du willst: belegte Baguettes, Paninis, Sandwichs, Stullen. FOOD Berlin bietet dir frisch gebackenes, warmes, knuspriges Brot, belegt mit den feinsten auserlesensten Zutaten. Die Auswahl überfordert einen fast. Paninis mit Fleisch, Sandwiches mit Sardellen, abgefahrene Bruschetta. Da wäre zum Beispiels “Dirty Bomb”: ein Ciabatta mit hauchzart frisch geschnittener Mortadella, Gorgonzola und süßer Paprikasoße oder “Sei nicht feige”: ein Sandwich mit edler Wildschweinsalami, Käse und süßem Feigensenf. Aber auch Veganer werden von Ben und Gabriele kulinarisch verwöhnt: “Das Landei” Sandwich ist mit Auberginen, Kichererbsenmus und Minze belegt. Das Panini “Caprese” wird dir klassisch mit zartem Mozzarella und halbgetrockneten Tomaten über den Tresen gereicht. Und dazu gibt es natürlich noch eine feine Auswahl an Limos. Und jetzt mal ehrlich, wie schmeckt es? Ehrlich? Bei “Panini” dachte ich erst: “Naja, ok, Panini ist ‘ne nette Sache, aber reicht das echt, um damit einen Foodtruck zum Laufen zu bekommen?” Und dann habe ich die beiden in ihrem Truck gesehen. Wie sie den riesigen Schinken direkt vor den Augen der Kunden hauchfein schneiden, die verschiedenen selbst gemachten Soßen liebevoll auf das gerade aufgewärmte Brot streichen, voller Überzeugung hinter den Produkten stehen. Da dachte ich dann: “Könnte doch ganz gut sein. Sieht wirklich nach guter Qualität und ausgefallenen Kombinationen aus.” Tja und dann kam der Geschmackstest. Erst das “Landei” Sandwich, dazu eine Rixdorfer Fassbrause (wie ich mich gefreut habe, dass ich hier Fassbrause bekomme) das war so lecker, dass ich noch ein zweites Sandwich bestellt habe (scheiß auf die Sommerfigur). Und dann wurde ich Fan: Mit der Kombi aus halbgetrockneten Tomaten, die ich zuvor noch nie woanders gegessen hatte und wirklich hochwertigem Mozzarella – der Hammer. Ein Bissen vom Freundessandwich “Sei nicht feige” überzeugte mich auch von der Wurstauswahl. Ich bin überzeugt, das würde euch auch schmecken! Jetzt drücke ich den beiden die Daumen, dass ausreichend Menschen bereit sind, die 6-8 € pro Sandwich (Bruschetta 4 €) aus dem Portmonee zu holen, sich von der Qualität sowie dem Geschmack von FOOD Berlin zu überzeugen und sie sich so im Streetfood Berlin – Umfeld etablieren können. Termine: Jetzt, wo euch das Wasser im Mund zusammenläuft, fragt ihr euch sicher, wie … Streetfood Berlin – die Story hinter dem neuesten Foodtruck der Hauptstadt weiterlesen