Berlin, Restaurants und Cafés

Knödelwette: Gibt es die besten Knödel Berlins bei der Knödelwirtschaft?!

Vielleicht erinnerst du dich an meine Tour mit Jonas durch Treptow und Neukölln? Mit ihm war ich in der Treptower Klause, wo fantastische Knödel auf meinem Teller landeten. Innen fluffig und außen leicht knusprig angebraten – göttlich. Im Artikel zur Tour schwärmte ich, dass dies die besten Knödel waren, die ich je gegessen hatte. Kaum war das veröffentlicht, schrieb mir eine Freundin: „Top die Wette gilt: Lass uns zusammen in die Knödelwirtschaft in Neukölln gehen. Da bekommst du echte Südtiroler Knödel. Die sind garantiert besser. Lust?! ;)“.

Eine Knödelwette? Da kann ich Knödelfan nicht nein sagen!

Und so kam es, dass neulich abends in Neukölln, zwei Mädels in der Knödelwirtschaft an einem kleinen Tisch am Fenster saßen und bereit waren einen Knödel nach dem anderen zu verdrücken.

Knödelwirtschaft – ein reines Knödelrestaurant in Berlin

Das Prinzip der Knödelwirtschaft ist ebenso simpel wie genial, denn der Name ist Programm. Wo Knödel dran steht ist auch Knödel drin. Vor über drei Jahren verwöhnten die heutigen Restaurantbesitzer zunächst nur ihre Freunde mit Knödeln. Dann gingen sie auf verschiedene Street-Food-Märkte. Das lief so gut, dass Hoffnung bestand, ein reines Knödelrestaurant könnte auch gut ankommen und so eröffneten sie die Knödelwirtschaft in Berlin Neukölln. Und das läuft. Die Knödelfans haben ihr Mekka gefunden. Die Plätze in der Wirtschaft sind begehrt. In weiser Voraussicht hatte meine Freundin, mit der ich an diesem Abend dort bin, schon ein paar Tage vorher reserviert.

Lasset die knödeligen Spiele beginnen

Auf der Karte stehen vier verschiedene deftige Knödelsorten: Rotkohl, Lauch, Speck und Käse. Man bestellt einen Teller mit zwei Knödeln und bekommt zum fairen Preis von 6 Euro einen kleinen Salat dazu. Jeder weitere Knödel, der danach bestellt wird, wird mit 2 Euro berechnet. Fleisch oder Fisch, gibt es vor allem am Wochenende, doch der Knödel ist und bleibt hier der Hauptdarsteller und ist ausnahmsweise mal nicht nur schmückendes Beiwerk.

Ich bestelle direkt alle vier Knödelsorten, einen von jedem. Wenn schon Wette, dann auch richtig. Meine Freundin hält sich zunächst mit drei Knödeln etwas zurück. Dazu ein Bier für sie und einen Wein für mich.

Knödel Restaurant Berlin _ Knödelwirtschaft Neukölln

Mit einem Lächeln werden die Knödel serviert. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und entscheide mich, einfach alle durcheinander zu essen. Jeder Einzelne wird von mir auseinander gerissen. So macht man das nämlich mit Knödeln:

„Knödel nie mit einem Messer schneiden, denn die glatte Schnittkante würde verhindern, dass der Knödel die Sauce aufnimmt – und somit würde man ihm seine wichtigste Funktion nehmen. Der Kenner zerreißt den mit zwei Gabeln, und das Messer wird zum Fixieren verwendet!“  Quelle

Es dauert gar nicht lang, da ist mein Teller auch schon leer. Käse, Lauch und Speck überzeugen mich vollkommen. Fluffig und sehr frisch – lecker! Rotkohl finde ich auch ok, aber etwas öde im Vergleich zu den anderen Sorten. Meine Freundin bestellt sich noch zwei Deftige nach, ich hebe mir den Resthunger lieber für das Dessert auf.

Und noch heut denke ich an ihn zurück…

Wer glaubt, wo es nur Knödel gibt, muss man auf das Dessert verzichten, der irrt. Der Kenner weiß, dass Knödel auch süß sein können. Das Tagesdessert ist ein mit einer Mozartkugel gefüllter Topfenknödel. Da ich kein Marzipan mag, frage nach einer Alternative. Der charmante Kellner erkundigt sich für mich in der Küche und kommt mit folgendem Vorschlag zurück: nur für mich kann man den Topfenknödel ohne Marzipanfüllung dafür mit Zimt und brauner Butter servieren. Perfekt.

Knödel Restaurant Berlin _ Knödelwirtschaft Neukölln

Wenig später steht dieses Meisterwerk vor mir. Der Duft von brauner Butter und Zimt steigt in meine Nase, schon allein davon schmelze ich dahin. Eine Kellnerin erkundigt sich nach unserem Wohlbefinden, meine Freundin schaut neidisch auf meinen süßen Knödel und verrät, sie wünschte, auch noch Platz dafür zu haben. Die Kellnerin lacht und schlägt einen Verdauungsschnaps aufs Haus vor, vielleicht ist danach ja wieder Platz. So folgt auf das Gelage eine Runde Schnaps und dann doch noch eine Runde Knödel.

 

Zeit für die Wahrheit: Sind das nun die besten Knödel Berlins oder nicht?

Der Abend neigt sich dem Ende zu. Zeit, Wettbilanz zu ziehen. Waren diese Knödel nun besser, als in der Treptower Klause? Waren das die besten Knödel, die ich je gegessen habe?

Bevor ich das beantworte, will ich noch ein paar Worte über den Service der Knödelwirtschaft verlieren, der die volle Punktzahl verdient. Sowohl Kellnerin als auch Kellner bedienten flott und waren sehr freundlich. Wir fühlten uns ein bisschen, als wären wir unter Freunden. Erlebt man so nicht oft.

Nun zu den Hauptdarstellern, den Knödeln. Die waren köstlich und ich würde sie sofort wieder so essen. Ich muss aber zugeben, dass ich persönlich es lieber mag, wenn sie – wie in der Treptower Klause – nach dem Kochen noch kurz angebraten werden. Das war in der Knödelwirtschaft nicht der Fall. Dafür gibt es eine feine Auswahl und die Knödel sind hervorragend gemacht. Ich war schon nach dem Deftigen glücklich, doch der Süße hat mich in den Himmel gebeamt.

Also, Fazit: die Knödelwirtschaft ist nun auch mein Knödelmekka.

 

Knödelwirtschaft

Homepage

Adresse: Fuldastraße 33, 12045 Berlin

Öffnungszeiten: Mo – Sa 18 bis 00 Uhr, So 13 bis 00 Uhr

Unbedingt reservieren unter: 030 9660 0459

 

Wie schaut’s aus, bist du auch ein Knödelfan? Wie magst du sie am liebsten? Kennst du vielleicht sogar ein Restaurant in Berlin, wo du meinst, die besten Knödel gegessen zu haben? Dann schreib mir in den Kommentaren und erhalte die Knödelwette am Leben.

 

Bis dahin gibt es hier noch das passende Gedicht vom Pumuckl:

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